Drogen

US-Drogenfahnder liessen sich Sex-Partys von Drogen-Kartell bezahlen

27.03.15, 04:34 27.03.15, 08:18

Agenten der US-Antidrogenbehörde DEA haben laut einem Bericht des Justizministeriums Sex-Partys mit Prostituierten gefeiert, die von Drogenkartellen bezahlt wurden. Die Partys fanden in Kolumbien statt, wo die DEA ein grosses Büro unterhält.

Die Agenten hätten vermutlich gewusst, dass die Prostituierten mit Drogenkartell-Geldern bezahlt wurden, heisst es laut Informationen von US-Medien in dem Bericht. Drei Agenten sollen zudem Geld, teure Geschenke und Waffen von Kartell-Mitgliedern angenommen haben.

Beteiligt gewesen war laut dem Bericht des Generalinspektors auch ein stellvertretender Regionaldirektor. Die Ermittlungen wurden angestossen, nachdem Agenten des Präsidenten-Personenschutzes Secret Service 2012 vor einem Gipfel im kolumbianischen Cartagena Trinkgelage mit Prostituierten veranstaltet hatten. Die Sex-Partys der DEA sollen in den Jahren zuvor stattgefunden haben.

Der Bericht befasst sich mit 621 mutmasslichen Fällen sexuellen Fehlverhaltens und sexueller Belästigung über vier Jahre bei DEA, der Bundespolizei FBI, dem Amt für Waffenkontrolle ATF sowie der Justizbehörde USMS. Rund ein Fünftel betrifft Beziehungen zwischen Mitarbeitern dieser Behörden. Teils seien die Ermittlungen auch behindert worden. (feb/sda/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sandromedar 27.03.2015 08:17
    Highlight und grad nochmal ein artikel wie toll amerika wirklich ist XD
    3 3 Melden

«Narcos»: Eine TV­-Serie reisst in Kolumbien alte Wunden auf

Die Story des Drogenbarons Pablo Escobar ist auf Netflix weltweit ein Hit. Zum Ärger der Stadt Medellin.

Ob in den USA oder in der Schweiz: Die Serie «Narcos» des Streaming ­Dienstes Netflix ist ein Grosserfolg. Sie erzählt den Aufstieg und Fall von Pablo Escobar, der in den 1980er­ Jahren der mächtigste Drogenhändler der Welt war. Das ist schön für Netflix, doch in Kolumbien, vor allem in Escobars Heimatstadt Medellin, leidet man an der Serie.

Deren Bilder sprechen für sich: Ein Kokain-­Labor in den Regenwäldern Kolumbiens, in dem Koka-Blätter von Arbeitern zu Kokain verarbeitet werden. …

Artikel lesen