DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Donald Trump hat Sanktionen gegen Venezuelas linksnationalistische Regierung unter Präsident Maduro verhängt (Archivbild).
Donald Trump hat Sanktionen gegen Venezuelas linksnationalistische Regierung unter Präsident Maduro verhängt (Archivbild).
Bild: AP/AP

USA verhängen neue Sanktionen gegen die Regierung in Venezuela

06.08.2019, 07:28

Die US-Regierung hat allfällige Vermögen der venezolanischen Regierung in den USA eingefroren. US-Präsident Donald Trump unterschrieb am Montag (Ortszeit) eine entsprechende Präsidentenverfügung, wie das Weisse Haus gleichentags mitteilte.

Der Verfügung zufolge ist damit ab sofort alles Eigentum der venezolanischen Regierung in den USA blockiert. Der Verfügung zufolge wird jeglicher Besitz der Regierung des Linksnationalisten Nicolás Maduro in den USA eingefroren und darf nicht veräussert oder ausser Landes gebracht werden. Auch werden Geschäfte mit venezolanischen Regierungsstellen untersagt.

Trump unterzeichnete am Montag eine Verfügung: Jeglicher Besitz der Regierung des Linksnationalisten Nicolás Maduro in den USA wird damit blockiert.
Trump unterzeichnete am Montag eine Verfügung: Jeglicher Besitz der Regierung des Linksnationalisten Nicolás Maduro in den USA wird damit blockiert.
Bild: EPA EFE

Begründet wurde dieser Schritt durch die «fortgesetzte widerrechtliche Aneignung von Macht» durch den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro. Seine Regierung verletze die Menschenrechte, schränke die freie Presse ein und versuche fortlaufend, den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó und die demokratisch gewählte venezolanische Nationalversammlung zu schwächen.

Laut dem «Wall Street Journal» ist es das erste Mal seit mehr als 30 Jahren, dass die USA vergleichbare Strafmassnahmen gegen ein Land der westlichen Hemisphäre verhängen. Ähnlich seien die USA nur gegen Nordkorea, den Iran, Syrien und Kuba vorgegangen.

Interimspräsident triumphiert

In dem seit Monaten andauernden Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó hatten die USA bereits eine ganze Reihe von Sanktionen gegen Maduros Umfeld und staatliche Stellen verhängt. Die Regierung von Maduro und die Opposition um Guaidó liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaidó bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel. Russland, China und Kuba unterstützen ihn.

Der Oppositionsführer und selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó im Mai 2019.
Der Oppositionsführer und selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó im Mai 2019.
Bild: AP/AP

Guaidó begrüsste die neuen US-Strafmassnahmen gegen Maduro in der Nacht auf Dienstag. Es gehe darum, die Venezolaner zu schützen, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. Wer Maduros illegalen Verbleib an der Macht unterstütze, müsse wissen, dass dies Konsequenzen haben werde, führte er weiter aus. (mim/sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Regierung und Opposition führen erbitterten Kampf:

1 / 9
Tote und Verletzte bei Protesten in Venezuela
quelle: x02433 / carlos garcia rawlins
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Der Konflikt in Venezuela strahlt bis in die Schweiz

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Wie viel ist ein kleines Mädchen wert?» – Biles und Kolleginnen klagen FBI an

Die Statements, welche die US-Turnerinnen Simone Biles, Alexandra Raisman und McKayla Maroney am Mittwoch vor dem Justizausschuss des US-Senats gemacht haben, gehen unter die Haut. Sie klagen an: den ehemaligen Team-Arzt Lawrence «Larry» G. Nassar wegen sexuellen Missbrauchs – und das FBI wegen Fehlverhaltens.

«Was bringt es, Missbrauch anzuzeigen?», fragt Maroney und erzählte, wie sie im Sommer 2015 dem FBI am Telefon in den kleinsten Einzelheiten geschildert habe, wie Nassar sie bereits als …

Artikel lesen
Link zum Artikel