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Post-Chefin Ruoff erhält vorläufig keine Boni



Der Subventions-Skandal bei der Post könnte Susanne Ruoff mehr als nur die Stelle kosten. Die Boni der inzwischen freigestellten Chefin werden erst nach Abschluss der Untersuchung freigegeben. Diese belaufen sich auf bis zu 310'000 Franken.

Das geht aus dem am Freitag publizierten Kaderlohnreporting 2017 hervor. Auch die variablen Lohnbestandteile für das laufende Jahr sind blockiert. Ob die Beträge ausgezahlt werden, entscheidet sich gemäss dem Bericht erst nach Abschluss aller Untersuchungen. Die Post hat ihre Erkenntnisse am Montag präsentiert. Das Bundesamt für Polizei klärt derzeit die strafrechtliche Verantwortlichkeit.

Ruoff muss trotzdem nicht darben. Ihr Fixlohn belief sich letztes Jahr auf 610'000 Franken. Für Spesen, GA, und andere Nebenleistungen erhielt sie über 50'000 Franken.

Spitzenverdiener bei den Unternehmen des Bundes bleibt SBB-Chef Andreas Meyer. Er verdiente letztes Jahr 1'007'235 Franken. Der Fixlohn belief sich auf 600'000 Franken, der Rest sind variable Lohnbestandteile und Nebenleistungen. 2016 hatte Meyer bei gleichem Fixlohn gut 40'000 Franken mehr erhalten. Die übrigen Mitglieder der SBB-Geschäftsleitung kamen 2017 im Schnitt auf 553'000 Franken.

Ruag-Konzernchef Urs Breitmeier hatte vor einigen Jahren noch über eine Million Franken kassiert. 2016 sank die Entschädigung auf gut 900'000 Franken, letztes Jahr waren es noch 795'330 Franken. Der Fixlohn lag etwas tiefer bei 561'000 Franken. Gesunken sind vor allem Boni und andere variable Lohnbestandteile. Diese betrugen noch gut 200'000 Franken, gegenüber 354'000 Franken im Vorjahr.

Gestiegen ist dagegen die Entschädigung von Postfinance-Chef Hansruedi Köng. Diese belief sich auf insgesamt 834'000 Franken, rund 24'000 Franken mehr als im Jahr zuvor. (sda)

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