Gesundheit
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Verkehrslärm ist in der Schweiz mitverantwortlich für 500 Todesfälle pro Jahr

Lärm ist längst zu einem Umweltproblem geworden. Laut neueren Studienresultaten werden in der Schweiz durch Verkehrslärm jährlich rund 500 zusätzliche Herz-Kreislauf-Todesfälle mitverursacht.

Lea Marti / az Aargauer Zeitung



lärm verkehr

Gemäss repräsentativen Umfragen wird der Strassenverkehrslärm mit Abstand als grösster Störfaktor empfunden. Bild: shutterstock

Es ist Sommer. Die warmen Temperaturen locken die Menschen massenhaft ins Freie. Ein Tag am Wasser – abschalten und geniessen, herrlich! Doch für viele endet der Genuss in Frust: Popmusik hier, Elektromusik da, und von Ferne dröhnt der Bass einer weiteren portablen Musikbox herüber. «Fast täglich müssen die Schweizer Badmeister eingreifen», berichten Zeitungen über dem Lärmstreit. Erste Badeanstalten verhängen bereits ein Musikverbot.

«Eines Tages wird der Mensch den Lärm so unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.»

Robert Koch, Nobelpreisträger für Medizin

Lärm – ein unerwünscht lautes Geräusch – wird sehr subjektiv wahrgenommen. Jeder Mensch empfindet Geräusche unterschiedlich, den einen stören sie nicht oder nur wenig, den anderen nerven sie. Laute Musik regt manche Personen auf, andere finden sie wiederum schön. Allgemein kann jedoch gesagt werden: Je stärker ein Geräusch ist, desto mehr Menschen empfinden es als unangenehmen Lärm. Und: Gemäss repräsentativen Umfragen wird der Strassenverkehrslärm mit Abstand als grösster Störfaktor empfunden.

«Lärm ist längst – obwohl es viele noch nicht wahrhaben wollen – das Umweltproblem Nummer eins!»

Bernd Chibici, Autor

Die Welt wird immer lauter

Robert Koch, der berühmte Nobelpreisträger für Medizin, ahnte es schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts: «Eines Tages wird der Mensch den Lärm so unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest.» Eine düstere Prognose, die sich laut Bernd Chibici, Autor des Buches «Die Lärmspirale: Vom Umgang mit einer immer lauteren Welt» bewahrheitet: «Die Welt ist ganz eindeutig lauter geworden. Man geht davon aus, dass die Welt jährlich um ein halbes bis ein ganzes Dezibel lauter wird.»

Zwar sind sowohl Autos als auch Flugzeuge in den vergangenen Jahren immer leiser geworden, doch das Aufkommen ist deutlich gewachsen. Die Folge: «Lärm ist längst – obwohl es viele noch nicht wahrhaben wollen – das Umweltproblem Nummer eins!», so Bernd Chibici.

Lärm

«Ereignisreicher Lärm führte zu einer längeren Einschlafdauer». Bild: Shutterstock

Lärm macht krank

In der Schweiz sind über 1.3 Millionen Menschen übermässigem Lärm ausgesetzt. «Im Jahr 2011 waren rund 40% der Bevölkerung an ihrem Wohnort am Tag mehr als 55 dB Strassenlärm ausgesetzt», sagt Martin Röösli, Epidemiologe am Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut Basel. Martin Röösli war Teil eines interdisziplinären Teams, das in der SiRENE-Studie (Short and Long Term Effects of Transportation Noise Exposure) sowohl die kurz- wie auch die langfristigen Auswirkungen der Verkehrslärmbelästigung untersuchte. «Es ist die erste gross angelegte Studie zur Lärmbelastung in der Schweiz», so Martin Rössli. «Neu haben wir auch die Charakteristika des Verkehrslärms unter die Lupe genommen. Heisst: Hat das monotone Rauschen einer Autobahn tagsüber dieselben Auswirkungen wie das ereignishafte Rattern eines Güterzuges in der Nacht?»

«Die Welt ist ganz eindeutig lauter geworden. Man geht davon aus, dass die Welt jährlich um ein halbes bis ein ganzes Dezibel lauter wird.»

Bernd Chibici, Autor

Im Schlaflabor wurden Probanden während einer Woche zufällig verschiedenen Lärmszenarien ausgesetzt. «Ereignisreicher Lärm führte zu einer längeren Einschlafdauer und die Probanden fühlten sich am Morgen weniger gut ausgeschlafen. Nach Nächten mit vielen Ereignissen wiesen die Laborstudien zudem eine reduzierte Glukosetoleranz und Inulinsensitivität nach.»

In zwei grossen laufenden epidemiologischen Studien wurde unter Berücksichtigung von Biomarkern und Luftbelastung untersucht, wie sich die Lärmbelastung langfristig auf die kardiometabolische Gesundheit auswirkt. Das Resultat: «Je höher die Lärmbelastung, umso grösser ist das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken, unabhängig von der subjektiven Lärmbelästigung.»

Zudem ergab die Untersuchung von 143'000 Herz-Kreislauf-bedingten Todesfällen einen Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und Herzinfarkten. Martin Röösli: «Auf die ganze Schweizer Bevölkerung hochgerechnet, ergeben diese Studienergebnisse jährlich durch Verkehrslärm mitverursachte 500 Herz-Kreislauf-Todesfälle und 2500 Diabetes-Erkrankungen.» Dabei sei der Lärm als ein Faktor unter mehreren zu verstehen: «Bei Personen mit geringem Risiko führt die Lärmbelästigung noch zu keinem Herz-Kreislauf-bedingten Todesfall», beschwichtigt der Epidemiologe.

Lärm an der Quelle reduzieren

Lärm stammt vom italienischen «All’arme!» ab, was so viel heisst wie «Zu den Waffen». «Dass Lärm die Gesundheit belastet, ist bereits dem Wortursprung zu entnehmen. Lärm, insbesondere der Verkehrslärm, versetzt auch den Körper in einen Alarmzustand», sagt Martin Röösli. Eine Erkenntnis, die vielen Menschen nicht bewusst ist. «Punkto Lärmschutz ist in den letzten 20 Jahren deshalb kaum etwas passiert.»

Dies möchte die Lärmliga Schweiz ändern. «Lärm dämmende Strassenbeläge und lärmarmes Fahren der Motorfahrzeuglenker helfen hörbar – aber nicht genug.» Das Ziel der Lärmliga lautet deshalb, Lärm an der Quelle zu reduzieren. Unter anderem brauche es Vorgaben zum Lärmpegel von Fahrzeugen, die sich an neuen technischen Möglichkeiten orientieren. Zudem kann der Lärm substanziell durch eine Reduktion der Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h auf 50 km/h und von 50 km/h auf 30 km/h und durch eine Gewichtsverminderung der Fahrzeuge verringert werden. (aargauerzeitung.ch)

Schweizer Umwelt: Sauberes Wasser, dreckige Luft und zu viel Lärm

In Zürich fährt man nachts nur noch mit Tempo 30

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Maya Eldorado 17.08.2018 10:44
    Highlight Highlight Vielleicht bin ich darum so gesund weil ich schwerhörig bin.
    Seit kurzem habe ich ein Hörgerät. Das mache ich einfach weg, wenn es mir zu laut wird.
    Aber etwas Positives haben die Hörgeräte doch: Ich höre wieder die Vögel pfeiffen. Das ist das. was ich am meisten vermisst habe.
  • 7immi 16.08.2018 20:36
    Highlight Highlight unnötiger lärm soll verhindert werden. dennoch sollte nie vergessen werden, dass man auch selber lärm verursacht, den andere erdulden müssen. direkt durch autofahren und gartenarbeit, indirekt durch konsum. seien es zalandopäckli oder der einkauf im supermarkt etc. die güter müssen rumgekarrt werden. das eigene haus/wohnung musste auch mal gebaut werden und die wege und strassen nutzt man auch mit (baulärm). alternativ kann man weg von den zentren ziehen, was allerdings auch bedeutet, dass man eine weniger gute infrastruktur zur verfügung hat. dafür ists ruhig(er) ...
    • kafifertig 17.08.2018 11:14
      Highlight Highlight Kein unnötiger Lärm. Ok.
      Dann darf es keine Konzerte geben, keine Discos und Restaurants, keine Autos, keine Kinder, keine Hunde, keine Menschen ...
    • 7immi 17.08.2018 11:55
      Highlight Highlight @kafifertig
      als unnötig betrachte ich dinge, die technisch gesehen leiser sein können. wenn z.b. autos unnötig lauter gamacht werden oder man zur belustigung im kreis rum fährt etc. bei konzerten etc. dagegen ist die idee ja, dass man die musik geniessen kann. ausserdem sind da sehr viele gäste vorhanden, die emission verteilt sich also auf viele leute. aber ja, grundsätzlich kann man vieles als unnötig abtun...
    • kafifertig 17.08.2018 19:12
      Highlight Highlight Die Idee von lauten Autos ist, dass man sich am geilen Motorengedröhns erfreuen kann und diese Lärmemission verteilt sich auf viele Zuhörer ...
  • kafifertig 16.08.2018 18:46
    Highlight Highlight 500 Tote durch Lärm. Das ist amtlich bewilligter Massenmord!
    Man muss unbedingt allen Bürgern beide Hörnerve durchtrennen lassen, um dies künftig zu vermeiden! Aber subito!
  • Magenta 16.08.2018 09:14
    Highlight Highlight Die heutige Welt ist eine Qual für lärmempfindliche Menschen wie mich. Wer nicht davon betroffen ist, kann sich das gar nicht vorstellen. Ich kann Geräusche nicht einfach abschalten oder ausblenden, das gelingt mir nur in den seltensten Fällen. Am schlimmsten ist Lärm, der vermeidbar ist. Spielende Kinder stören mich fast überhaupt nicht, aber wenn jemand unnötig den Motor laufen lässt, könnte ich die Wände hochgehen. Es gibt für mich nichts Schöneres als eine Wanderung hoch in den Bergen, kein Handyklingeln, fast keine menschlichen Stimmen, kein Strassenlärm, nur ab und zu mal ein Flugzeug.
    • Magenta 16.08.2018 12:22
      Highlight Highlight ...Kuh- und Kirchenglocken empfinde ich übrigens nicht als Lärm :)
  • Hessmex 16.08.2018 00:35
    Highlight Highlight Ich brauche einen Lärmpegel der ein „µ“ über meinem Tinnitus liegt!
    • Albert J. Katzenellenbogen 16.08.2018 09:02
      Highlight Highlight Geht mir auch so.
  • Rhabarber 15.08.2018 23:41
    Highlight Highlight Und all die umweltschädlichen Gartenmaschinen. Psychos, die ihren Rasen 2x pro Woche mähen. Laubbläser, die Insekten killen, und so weiter. Ich hab eine Nachbarin, die putzt den Parkplatz vor dem Haus mit dem Staubsauger! Ehrlich!

    Was mich krank macht: den ganzen Frühling hört man aufgrund von Echo kilometerweit die Motorsägen der Baumkiller jaulen und kreischen.

    Kirchenglocken sind auch nicht ohne. Ich hab hier ein Echo, da muss ich Türen und Fenster schliessen, sonst hör ich nicht mal mehr mich selbst.

    Ich hasse Lärm. Bin dankbar, noch in einer einigermassen ruhigen Ecke leben zu dürfen.
    • Albert J. Katzenellenbogen 16.08.2018 09:03
      Highlight Highlight Nancy Holten sind Sie's?
    • Rhabarber 16.08.2018 14:08
      Highlight Highlight Weil Menschen, die sich um die Natur oder die Gesundheit aller sorgen nur Ausländer sein können, Albert?
  • AskLee 15.08.2018 23:09
    Highlight Highlight Neben dem Verkehrslärm wird der Baulärm immer unerträglicher. Zürich ist da nur ein Beispiel.
    Benutzer Bild
  • infomann 15.08.2018 22:15
    Highlight Highlight Lärm wäre oft einfach zu verhindern.
    Für mich absolut unverständlich ist dass gegen die unsäglichen Krachmacher von Autos und Motorräder nicht vorgegangen wird.
    Zuhauf sind abgeänderte und viel zu laute Fahrzeuge unterwegs.
    Die Gesetze haben wir, aber unsere Gesetzeshüter schauen einfach weg, und lassen diese Egoisten gewähren.
    • Hoppla! 16.08.2018 06:56
      Highlight Highlight "Zuhauf sind abgeänderte und viel zu laute Fahrzeuge unterwegs."

      Das ist schlichtweg falsch. Die Kontrollen der Fahrzeuge in den Prüfungszentren und auf der Strasse (ich kann aus meinen jungen Jahren ein Lied davon singen, mit einer nicht abgeänderten Auspuffanlage) sind flächendeckend und regelmässig. Wie auch die Geldbussen bei Übertretungen sehr hoch sind.

      Ob die db-Grenze zu hoch ist, ist eine andere Frage. Vor allem Motorräder finde ich hier schon grenzwertig.
    • infomann 16.08.2018 13:21
      Highlight Highlight So so ist das falsch.
      In meiner Wohngemeinde wurde ein Lärm Kontrolle durchgeführt.
      In zwei Stunden 8 Fahrzeugr mit zu lauten und abgeänderten Auspuffen, aus dem Verkehr gezogen.
      Ist das wenig für dich ???
    • Hoppla! 17.08.2018 09:49
      Highlight Highlight Womit du dir selbst widersprichst...

      "Die Gesetze haben wir, aber unsere Gesetzeshüter schauen einfach weg, und lassen diese Egoisten gewähren."

      Dann interessiert es die Gesetzeshüter ja doch. ;-)
  • DingoAteMyBaby 15.08.2018 22:00
    Highlight Highlight Danke! Super wichtiges Thema, das oftmals unterschätzt wird. Besonders schwierig ist es die Kausalität der Lärmeffekte zu bestätigen. Zum Glück sind immer mehr Studien entstanden, welche dies lösen und zeigen, dass Lärm ein enormes Problem ist. Die Lärmbekämpfung ist aber leider auch nicht einfach, wegen dem Beugungseffekt des Schalls.
  • Posersalami 15.08.2018 21:55
    Highlight Highlight Kann ich mir gut vorstellen.

    Mir geht der Autolärm auch auf den Sack. Zuhause, am Arbeitsplatz, in der Badi, im Restaurant - ständig muss irgendein Vollpfosten seinen Wagen aufheulen lassen. Oder der Wagen ist gleich zu laut. Zum kotzen! Die Züri Autofrei Initiative kann gar nicht schnell genug kommen!
    • kafifertig 17.08.2018 11:12
      Highlight Highlight Es gibt Leute, die in der Badi, im Restaurant, am Arbeitsplatz ihren Wagen aufheulen lassen?

      Was sind denn das nur für Badis, Restaurants und Arbeitsplätze?

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