WhatsApp
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Was du von dir verrätst, wenn du «hahaha» auf WhatsApp schreibst



Das Lachen in WhatsApp-Nachrichten spielt eine entscheidende Rolle in der Gesprächsführung. Das ist eine der Schlussfolgerungen zweier Linguisten der Universität Neuenburg, die sich auf die Analyse von elektronischen Kurznachrichten vom Typ SMS spezialisiert haben.

Emojis wie Smiley-Gesichter, Emoticons wie «:-D» oder ein «Hahaha»: Ausdrücke fürs Lachen gibt es viele im schriftlichen Austausch per Smartphone. Cécile Petitjean und Etienne Morel von der Universität Neuenburg haben untersucht, wie das Lachen in WhatsApp-Gesprächen verwendet wird.

Anders als man zunächst annehmen könnte, dient es nicht nur dazu, auszudrücken, dass man die vorhergehende Nachricht amüsant fand. Es erlaubt den Beteiligten vor allem auch, das Gespräch zu verwalten, so das Ergebnis der Untersuchung.

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«Die Position des Lachens in einer Nachricht und in einer Abfolge von Nachrichten erlaubt es den Beteiligten beispielsweise herauszufinden, in welchem Moment sie das Wort ergreifen – also auf eine vorherige Nachricht antworten sollen», erklärten die beiden Forschenden gemäss einer Mitteilung der Hochschule vom Dienstag. Weiter könnten sie damit signalisieren, dass sie ein Gesprächsthema weiter verfolgen wollen oder nicht.

«Hahaha» dient als Signal

Durch einen Gesprächsbeitrag, der nur aus «Hahaha» besteht, zeigt der Verfasser, dass er sich vorbereitet, noch mehr hinzuzufügen. Das «Gegenüber» weiss dann, dass er oder sie zu diesem Zeitpunkt nicht unterbrechen sollte. Im Gegensatz dazu signalisiert ein Lachen am Beginn der Nachricht, dass der andere das Wort ergreifen kann und lädt ihn ein, den Dialog über das gleiche Thema fortzusetzen.

Diese Kommunikationsmittel zu nutzen ist insofern wichtig, da Gespräche wie über WhatsApp als «asynchron» bezeichnet werden. Anders als der Dialog von Angesicht zu Angesicht haben die Teilnehmenden keinen Zugang zur Entstehung der Nachricht, sondern nur zum Endergebnis, erklären die Forschenden.

Erst nachdem ein Gesprächsteilnehmer die Nachricht empfangen hat, kann er antworten, manchmal mit relativ langen Pausen dazwischen. Diese Asynchronität führt auch zu Störungen in der Abfolge der Nachrichten – vor allem, wenn man versucht, auf die vorherige Aussage des anderen zu reagieren, aber man in der Zwischenzeit eine weitere von ihm erhält.

Rasant angepasst an neues Umfeld

«Unsere Studie zeigt, wie schnell wir unsere Kommunikationsroutinen an ein neues Umfeld anpassen», fügen Petitjean und Morel hinzu. Dieses Forschungsfeld ist noch in den Kinderschuhen aufgrund der relativen Jugend dieser Kommunikationsform: Die erste Textnachricht wurde erst vor 20 Jahren verschickt.

Die beiden Forschenden hatten 43 WhatsApp-Gespräche in der Westschweiz gesammelt und analysiert: insgesamt 4259 Nachrichten von 53 Teilnehmenden. Die Studie, die vom Nationalfonds unterstützt und nun im Fachblatt «Journal of Pragmatics» veröffentlicht wurde, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit des Zentrums für Angewandte Linguistik und des Projekts «Whats'up Schweiz?» (whr/sda)

WhatsApp – das musst du wissen

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blobb / antifaschistischer Terrorist 07.03.2017 21:14
    Highlight Highlight hahaha

    (Jetzt bitte keine weiteren Kommentare, ich bereite mich gerde vor, noch etwas hinzuzufügen. Unterbrechen ist unhöflich!)
    • Too Scoop 07.03.2017 21:34
      Highlight Highlight :-))
    • Leventis 08.03.2017 03:44
      Highlight Highlight Hahaha
    • Lukakus 08.03.2017 20:42
      Highlight Highlight @blobb

      Ist Dir bewusst, dass du tatsächlich etwas angefügt hast? Hahaha
  • dmark 07.03.2017 21:09
    Highlight Highlight Wahnsinn, was so alles in die heutige Zeit hinein interpretiert wird und auf was man alles achten muss. Ich dachte bislang an solche Dinge noch gar nicht. Mein Leben wird ab sofort komplett anders verlaufen.
    • blobb / antifaschistischer Terrorist 07.03.2017 21:26
      Highlight Highlight toi toi toi! Vieleicht wird ja doch noch was aus dir :)
  • Gohts? 07.03.2017 19:14
    Highlight Highlight Ha... ha. Studie mit 43 Gesprächen von 53 Teilnehmenden. Aussagekräftig, was?
  • gummibaum 07.03.2017 16:34
    Highlight Highlight Hahaha ... aus aktuellem Anlass jedoch nur ein gequältes Lachen.

    Was du sonst noch so alles verrätst mit WhatsApp und auch ohne:

    https://twitter.com/wikileaks/status/839130098653618176

    https://twitter.com/wikileaks/status/839122455738339328


    Schublade 1 von #Vault7 ist jetzt offen !
  • http://bit.ly/2mQDTjX 07.03.2017 16:30
    Highlight Highlight Mich würde jetzt mal interessieren, was das Gelächter und Gegröhle, mit welchem Stipps stets seine schrägen Kommentare garniert, über dessen Geisteszustand verrät.
    • You will not be able to use your remote control. 07.03.2017 20:53
      Highlight Highlight Er will darauf hinweisen, dass er hinter dem Mond lebt. Wo liest man sonst solches 'Gegröhle'?

      Er will sicher keine Hinweise geben, wann eine Antwort angebracht ist, er geht ja niemals auf eine solche ein.

      Willst du noch mehr wissen? Ich habe den Artikel gelesen und kann darum gerne weiter Auskunft geben.
    • Les Paul 07.03.2017 23:05
      Highlight Highlight 😂😂😂
  • jion 07.03.2017 16:26
    Highlight Highlight Durch eine gute Freundin habe ich "gelernt" bis zum Ende zu warten, bevor ich meine Antwort verfasse. Sprich: Wenn jemand schreibt und eine Zeile schickt, dann aber wieder schreibt, dann warte ich, auch wenn ich sofort auf die 1. Zeile antworten könnte/möchte..
    Das ist viel angenehmer so :P
    inzwischen stört es mich richtig, wenn andere Leute "dazwischenfunken", wenn ich noch weitere Nachrichten (die zum selben Thema gehören aber eine eignene Zeile verdienen ;)) schreibe & dann ihre Antwort dazwischen "aufblitzt"..

    jaaa ich weiss, DAS sind wahre Probleme ;)
    • mein Lieber 07.03.2017 19:35
      Highlight Highlight Wie wärs mit Zeilenumbrüchen und alles in einer Nachricht schreiben?
      Finde es eher lästig wenn ich mehrere Nachrichten innerhalb weniger Minuten bekomme, obwohl man alles in eine Nachricht packen könnte.
    • Jasjmin 08.03.2017 22:25
      Highlight Highlight Erhalte ich mehrere Nachrichten nacheinander, welche eigentlich in eine passen, fühle ich mich schnell überfordert und neige dazu nicht (so schnell) zu antworten.
      Noch schlimmer wurde es dann mit den Sprachnachrichten. Da muss ich mir je nach Länge 5 Minuten Zeit rausnehmen um zu antworten - entsprechend geht es da noch länger bis ich antworte.
      Ich erstaune regelmässig selber, was die Art der Nachricht (Emojis, Länge, etc.) so alles bei mir auslösen können.
  • lilie 07.03.2017 16:14
    Highlight Highlight "Hahaha" bedeutet entweder, dass der andere warten soll, weil man noch mehr sagen will, oder dient als Aufforderung, der andere solle weiterfahren? 🤔 😒

    Und die Studie wurde nur mit Welschen durchgeführt. Wer sagt denn, dass etwas davon auf Deutschsprachige übertragbar ist?
    • You will not be able to use your remote control. 07.03.2017 20:55
      Highlight Highlight Studie hahahalt...
  • Döst 07.03.2017 16:09
    Highlight Highlight "Die Studie, die vom Nationalfonds unterstützt..."

    Das vergeht einem das hahaha, wenn Staatsgelder für solch wichtige "Forschungsarbeit" sinnlos verpulvert wird.
  • Calvin Whatison 07.03.2017 15:58
    Highlight Highlight Muahahaha 😂😂😂
  • Der müde Joe 07.03.2017 15:46
    Highlight Highlight Ha...
  • pun 07.03.2017 15:29
    Highlight Highlight tl;dr
    "Was du von dir verrätst, wenn du «hahaha» auf WhatsApp schreibst":

    Entweder, dass du nochmal eine Nachricht schreiben willst, oder, dass dein Gegenüber die nächste Nachricht schreiben soll.
    • Lukeros 07.03.2017 22:23
      Highlight Highlight Hahaha
  • EMkaEL 07.03.2017 15:23
    Highlight Highlight Hahaha
  • Harald aka the drunken Juhnke 07.03.2017 15:19
    Highlight Highlight Hahaha...
  • Alex_Steiner 07.03.2017 15:06
    Highlight Highlight hehe
    • Erarehumanumest 07.03.2017 16:11
      Highlight Highlight hihi
    • Erarehumanumest 07.03.2017 16:11
      Highlight Highlight hoho

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