Omarosa Manigault Newman will scheinbar wissen, wer der anonyme Verfasser des in der «New York Times» erschienenen Gastbeitrags ist.
13.09.2018, 04:2413.09.2018, 06:28
Am Dienstag war Omarosa Manigault Newman bei Yahoo Finance zu Gast. Die ehemalige Angestellte des Weissen Hauses wirbt nach wie vor um Leser für ihr Buch «Unhinged» (auf Deutsch etwa: «Gestört» oder «Aus den Angeln gehoben»). Darin bezeichnet sie US-Präsident Donald Trump als «Rassisten, Fanatiker und Frauenfeind».

Omarosa Manigault Newman bei einem Auftritt bei «NBC Today» am 13. August 2018.Bild: AP/NBC Today
Zur Sprache kam auch der anonyme Beitrag, der letzte Woche in der «New York Times» erschien. Darin rechnet der Verfasser mit Trump und dessen Politik ab. Beim Unbekannten soll es sich um ein hochrangiges Regierungsmitglied handeln.
Mehr zu Manigault Newmans Buch:
Manigault Newman meint nun zu wissen, wer dieses Regierungsmitglied sein könnte – zumindest gab sie dies selbstbewusst gegenüber Yahoo Finance bekannt. Sie ist sich sicher, dass die Person aus dem Umfeld von Vize-Präsident Mike Pence stammt, wie Huffpost schreibt.
«Ich nahm mir etwas Zeit und ging zurück und schaute alle meine Emails durch, besonders Emails aus dem Büro des Vizepräsidenten, denn das erste Mal, als ich den Essay las, schien er mir irgendwie vertraut. Nachdem ich mir Memos und Korrespondenzen aus dem Büro des Vizepräsidenten angesehen habe, bin ich ziemlich überzeugt, dass er (der Essay) aus dieser Richtung kommt. Nicht nur wegen des Begriffs ‹Lodestar› (dt.: Leitstern), sondern auch wegen des Stils und des Tonfalls.»
Omarosa Manigault Newman
Für sie komme hauptsächlich eine Person in Frage: Nick Ayers. Er ist seit Juli 2017 als Stabschef von Pence tätig und gilt als dessen vertrauenswürdigster Berater. In der Sendung «The View» ging sie weiter auf ihre Vermutung ein.
«Alle diese Jungs arbeiten in diesen Gruppen zusammen und könnten sich als eine Art Helden sehen, die versuchen, das Land vor Donald Trump zu retten, aber für mich ist Nick Ayers derjenige, der am meisten davon profitieren könnte, indem er dies schreibt.»
Omarosa Manigault Newman
Alle Details zum anonymen Essay findest du hier:
Mike Pence wehrt sich
Pence seinerseits bestreitet jegliche Vorwürfe, dass zwischen ihm oder einem Mitglied seines Büros irgendein Zusammenhang mit dem anonymen Essay oder der «New York Times» besteht. In einem Interview mit dem TV-Sender CBS fand der Vize-Präsident klare Worte.
«Lassen Sie es mich ganz deutlich sagen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass niemand aus dem Team des Vize-Präsidenten an diesem anonymen Leitartikel beteiligt war. Ich kenne meine Leute.»
Vize-präsident Miks spence
Ob Manigault Newman mit ihrer Vermutung richtig liegt, wird sich vielleicht zeigen – sofern der Autor in die Öffentlichkeit tritt. Ansonsten bleibt ihre Annahme reine Spekulation. (vom)
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quelle: ap/ap / evan vucci
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