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Mindestens 7 Tote bei zehnminütigem Unwetter-Chaos in Griechenland



Das Unwetter dauerte nur zehn Minuten, aber die Bilanz war verheerend: Auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki sind in der Nacht auf Donnerstag sechs Touristen ums Leben gekommen, zudem wurde ein griechischer Fischer tot geborgen.

Mehr als hunderten Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat keine Kenntnis davon, dass Schweizer Staatsangehörige zu Schaden gekommen sind.

Dort wo der Sturm wütete, sind Strom- und Wasserversorgung ausgefallen. Teile der beliebten Ferienregion Chalkidiki gleichen einem Trümmerfeld. Vielerorts sind Strommasten umgestürzt, Bäume umgeknickt und Dächer eingebrochen.

Das griechische Verteidigungsministerium hat Soldaten mit Generatoren und Räumgerät in das Gebiet geschickt, das Innenministerium sagte 500'000 Euro Soforthilfe für die Infrastruktur der Touristenregion zu.

Wie Streichhölzer

An der Küste des Ortes Sozopoli wurde der Camper eines tschechischen Ehepaares über den Strand geschleudert; der Mann war sofort tot, die Frau starb auf dem Weg ins Spital, berichteten griechische Medien. Fotos von der Unglücksstelle zeigen ein Bild der Verwüstung - der zertrümmerte Wohnwagen liegt auf dem Dach, Kleider, Kochutensilien, Lebensmittel, ein Grossteil der Ausstattung des Paares sind über viele Quadratmeter im Sand verteilt.

Weiter östlich im Ort Nea Plagia kamen eine rumänische Touristin und ihr Sohn ums Leben, als das Vordach einer Taverne einbrach. Der Bub sei von einer Sturmböe erfasst und gegen die Fensterscheibe des Restaurants geschleudert worden, berichteten Augenzeugen. Die Menschen hatten unter dem Tavernendach Schutz gesucht.

Nur zwanzig Kilometer weiter südöstlich, im Ort Nea Potidea am sogenannten ersten Finger der Halbinsel Chalkidiki, kamen ein russischer Tourist und sein zweijähriger Sohn ums Leben, als ein Baum umstürzte. Das Dorf sieht aus, als habe es ein schweres Erdbeben gegeben.

Ausmass nicht vorhersehbar

Augenzeugen und Bewohner stimmen überein, dass sie Vergleichbares noch nie erlebt hätten. Griechische Meteorologen sprechen von zwei Wirbelstürmen, die über die Region hinweg fegten. «Wir wussten, dass es einen schweren Sturm geben würde, und es gab auch entsprechende Warnmeldungen; aber wir konnten nicht vorhersagen, wo genau das Unwetter zuschlägt», sagte Efthymios Lekkas, Chef des griechischen Katastrophenschutzes, am Donnerstag dem Radiosender Thema104.6.

Das Phänomen sei selten, aber bekannt, und entwickle sich nur in der Nähe des Meeres, erklärte Lekkas. Bis in den späten Abend habe grosse Hitze mit bis zu vierzig Grad geherrscht. Die hohen Temperaturen liessen grosse Mengen Meerwasser verdampfen, sodass sich die Wirbelstürme zusammenbrauten. Wo genau diese sich entladen, ist nach Lekkas Angaben jedoch kaum vorherzusagen.

«Als die Regentropfen mich am Rücken trafen, dachte ich, es wären Steine, so stark war der Wind», sagte ein Bewohner dem griechischen TV-Sender Skai. Autos, Mülltonnen, Motorräder, Tische, Stühle, Markisen, Sonnenschirme, alles sei durch die Luft gewirbelt worden. Mancherorts rissen Balkongeländer ab und fielen auf Stromleitungen.

Stürme auch anderswo

Chalkidiki ist nicht die erste Touristenregion, die diese Woche von Stürmen heimgesucht wird. Erst am Mittwoch hatten heftige Unwetter in Italien gewütet und dort Strandbäder verwüstet. In den Abruzzen kamen stellenweise orangengrosse Hagelkörner vom Himmel. Sturmböen richteten Schäden an.

In der Adria-Stadt Pescara wurden laut Nachrichtenagentur Ansa 18 Menschen verletzt. In der Nähe von Ancona starb ein Mensch nach einem Blitzschlag. Im Süden, in der apulischen Stadt Tarent, stürzten bei einem Unwetter am Mittwochabend drei Kräne einer Stahlfirma um - ein Arbeiter wurde vermisst. (sda/dpa/apa)

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