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Der Kebab ist gerettet: EU-Parlament billigt Phosphate in Döner-Spiessen

13.12.2017, 17:43
En Guete! 
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Die Zukunft der Döner-Kebab-Spiesse ist gesichert: Das EU-Parlament billigte am Mittwoch den Vorschlag der EU-Kommission, phosphathaltige Zusatzstoffe in tiefgefrorenen Döner-Kebab-Spiessen explizit EU-weit zu erlauben - allerdings nur knapp.

Der Vorschlag des Gesundheitsausschusses, zunächst eine Untersuchung über mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen von Phosphaten abzuwarten, verfehlte im Plenum mit nur drei Stimmen die notwendige Mehrheit.

Nach der Zustimmung des EU-Parlaments kann die Brüsseler Behörde nun mit der gegenwärtigen Situation Schluss machen, die zu unterschiedlichen Regelungen geführt hat: Einige EU-Staaten tolerieren die Verwendung von Phosphaten in tiefgefrorenen Fleischspiessen, andere nicht.

Die Kommission werde Fleischspiesse nun in eine Liste von Lebensmitteln aufnehmen, für die phosphathaltige Zusätze erlaubt sind, erläuterte ein Sprecher des Parlaments. Die Phosphate seien nach Angaben einiger Hersteller bei tiefgefrorenen Spiessen notwendig, um die Fleischstücke aneinanderzukleben.

Gegen die Zulassung hatten im Parlament vor allem Linke und Grüne gestimmt. Der europäische Konsumentenverband BEUC bedauerte die Zulassung. Das sei eine «schlechte Nachricht» für die Konsumenten, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Monique Goyens. Es gebe Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen dieser Zusätze auf die Gesundheit.

Zudem werde dadurch das Fleisch verwässert, sagte Goyens. Daher sei Phosphat in Fleischspiessen bisher nicht erlaubt gewesen - worüber sich manche Hersteller einfach hinweggesetzt hätten. Mangelnde Kontrollen hätten dies in einigen EU-Staaten ermöglicht.

Während einer hitzigen Debatte in der Nacht zum Mittwoch hatte die CDU-Abgeordnete Renate Sommer Sozialdemokraten und Grünen «reine Panikmache» vorgeworfen. Ohne Phosphate wären Döner nur ein «zusammengesackter Fleischhaufen». Im übrigen seien Phosphate bei vielen Lebensmitteln zugelassen. «Würde das wirklich so stark die Gesundheit gefährden, wären wir alle längst todkrank», sagte sie. (sda/afp/dpa)

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