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USA sprechen von Vortäuschung eines Giftgasangriffs in Syrien



Die USA haben Russland beschuldigt, gemeinsam mit Syrien einen Giftgasangriff auf die syrische Grossstadt Aleppo vorgetäuscht zu haben. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums erklärte am Freitag, die Giftgasangriffsthese sei falsch.

Die Geschichte, wonach Rebellen am 24. November Granaten mit Chlorgas abgefeuert hätten, stamme aus Moskau und Damaskus, um einen Vorwand zur Unterminierung des labilen Waffenstillstands in der Provinz Idlib zu haben.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana hatte damals gemeldet, rund hundert Menschen seien mit Atemnot in Spitäler gebracht worden. Die Meldung hatte sich weltweit rasant verbreitet.

Syriens Verbündeter Russland hatte zudem erklärt, der Angriff sei aus der Pufferzone in der Nachbarprovinz Idlib erfolgt, die von der Dschihadistengruppe Hajat Tahrir al-Scham (HTS) kontrolliert wird. Russische Kampfflugzeuge hatten daraufhin Rebellengebiete bombardiert. Die Pufferzone war Teil des Mitte September unter Beteiligung Russlands und der Türkei erzielten Waffenstillstands.

Ort selbst kontaminiert?

Die US-Regierung erklärte nunmehr, sie verfüge über «glaubwürdige Informationen», wonach russische und syrische Darstellungen falsch seien. Die USA seien zudem «sehr besorgt» darüber, dass Unterstützer der syrischen Regierung die Stelle des angeblichen Angriffs in Aleppo unmittelbar danach kontrolliert hatten. Dadurch hätten sie die Möglichkeit gehabt, chemische Proben zu «fertigen» und die Stelle vor korrekten Untersuchungen durch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) zu «kontaminieren».

Russland und Syrien seien nunmehr aufgefordert, die «Sicherheit von unbefangenen, unabhängigen Inspektoren zu gewährleisten», damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden könnten. (sda/afp)

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