Digital
Microsoft

Microsoft verdoppelt den gratis Speicherplatz in der Cloud

Mit Cloud-Diensten werden die online gespeicherten Dokumente, Fotos oder Musikdateien zwischen Windows-, Android- und Apple-Geräten synchronisiert.
Mit Cloud-Diensten werden die online gespeicherten Dokumente, Fotos oder Musikdateien zwischen Windows-, Android- und Apple-Geräten synchronisiert.
Mehr Online-Speicher

Microsoft verdoppelt den gratis Speicherplatz in der Cloud

Wer Fotos, Videos oder andere Dateien im Internet speichern will, kann sich freuen: Es wird immer billiger und ist oft sogar kostenlos. Die Technologiekonzerne liefern sich eine Preisschlacht um die Gunst der Kunden. Den jüngsten Vorstoss macht Microsoft.
24.06.2014, 10:4425.06.2014, 17:09

Microsofts neuer Chef Satya Nadella heizt den Kampf um die Vormachtstellung im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft an. Er senkt die Preise für Online-Speicher und räumt den Nutzern zugleich mehr Platz auf den Servern des Konzerns ein. Die Aktion zielt gegen die Rivalen Apple, Google und Amazon. Die Neuerungen würden ab dem kommenden Monat gelten, hiess es am Montag im Firmen-Blog.

Bei den Diensten von Microsoft und seinen Rivalen lassen sich Fotos, Videos oder andere Dateien direkt vom Smartphone, Tablet oder PC in den Online-Speicher hochladen. So können die Daten gesichert, auf anderen Geräten angesehen oder mit Freunden und Bekannten geteilt werden.

15 statt 7 Gigabyte

Der kostenlose Speicherplatz in Microsofts Online-Dienst OneDrive steigt nun von 7 auf 15 Gigabyte. Der Preis für 100 Gigabyte wird in der Schweiz auf von 8 auf 2 Franken im Monat reduziert, der für 200 Gigabyte sinkt von 12 auf 4 Franken. Wer ein Abo für die Bürosoftware Office 365 abschliesst, bekommt künftig als Bonus 1 Terabyte an Speicher dazu statt der bisherigen 20 Gigabyte. Laufende Verträge würden automatisch umgestellt, erklärte Microsoft.

Der seit Jahresbeginn amtierende Nadella will Microsoft unabhängiger von PCs und fest installierter Software machen. Dazu hat er die Devise «mobile-first, cloud-first» ausgegeben. Daten und Anwendungen sollen über das Netz von jedem Gerät aus erreichbar sein – auch von solchen, die von der Konkurrenz stammen. Wichtig ist Nadella vielmehr, dass die Dienste im Hintergrund auf Microsoft-Servern laufen.

Zuvor hatten bereits Google und Apple die Preise für Online-Speicher gesenkt. Auch Amazon stellt Privatkunden Platz auf seinen Servern zur Verfügung, macht den Grossteil des Geschäfts aber mit Firmenkunden, die Rechenleistung und Speicher für ihre Websites brauchen. Der Preiskampf der Technologie-Schwergewichte setzt dabei spezialisierte Speicherdienste wie Dropbox oder Box unter Druck. (owi/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Good News für Diabetiker
Diese Linse von Google misst Ihren Blutzucker, wenn Sie weinen
Google arbeitet an einer elektronischen Kontaktlinse für Diabetiker, die Blutzucker-Werte messen und den Träger bei Schwankungen warnen kann. Der Internet-Konzern stellte das Projekt, das sich noch in einem frühen Stadium befindet, in der Nacht zum Freitag vor. Die Entwickler aus dem Forschungslabor Google X testen laut einem Blogeintrag Prototypen einer Kontaktlinse, bei der zwischen zwei Schichten ein Sensor sowie ein Miniatur-Funkchip integriert sind. Die Linse messe die Glucose-Werte in der Tränen-Flüssigkeit jede Sekunde.
Zur Story