Xherdan Shaqiri
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03.05.2015; Mailand; Fussball Serie A - Inter Mailand - Chievo Verona; (von links:) Davide Santon, Xherdan Shaqiri, Mateo Kovacic (Inter) (Giuseppe Celeste/Insidefoto/freshfocus)

Abstellgleis 2.0: Xherdan Shaqiri darf seine Inter-Trainingsjacke nur noch selten ausziehen. Bild: Giuseppe Celeste/freshfocus

Vom Messias zum Problemfall in 123 Tagen: Verschenkt Xherdan Shaqiri auch bei Inter sein Talent?

Bei seiner Ankunft in Mailand wurde Xherdan Shaqiri als Heilsbringer gefeiert. Er wollte Inter wieder zu einem europäischen Giganten machen und sich selbst zum Leader entwickeln. Jetzt sitzt der Nati-Star wie in München fast nur noch auf der Bank.



In knapp drei Wochen wird Xherdan Shaqiri eine Premiere erleben, auf die er wohl gut und gerne hätte verzichten können. Wenn am 31. Mai im Giuseppe-Meazza-Stadion für Inter Mailand der letzte Schlusspfiff der Saison ertönt, dann steht der 23-jährige Schweizer erstmals in seiner Karriere ohne Trophäe da.

Es ist das Ende einer bemerkenswerten Serie, die europaweit wohl einmalig gewesen ist. Seit seinem Debüt als Profi vor sechs Jahren durfte sich Shaqiri jede Saison «Meister» nennen – dreimal mit dem FC Basel, zweimal mit Bayern München.

Munich's Xherdan Shaqiri of Switzerland  lifts the trophy for winning the German Soccer Championships after the season's last home match between FC Bayern Munich and FC Augsburg, in Munich, southern Germany, Saturday, May 11, 2013. (AP Photo/Matthias Schrader)

Das bisher gewohnte Bild: Xherdan Shaqiri feiert mal wieder eine Meisterschaft. Bild: AP

Während Juventus in Verona dann seinen 31. Scudetto bejubelt, wird Shaqiri in der Inter-Kabine vielleicht kurz innehalten und sich an seine eigenen Meisterfeiern erinnern. Damals, auf dem Sommercasino-Balkon in der Heimat – oder im Lederhosen-Exil auf dem Marienplatz. 

Denn schöne Erinnerungen sind so ziemlich alles, was Xherdan Shaqiri nach seinem ersten Halbjahr auf dem Stiefel bleibt. Dass seine aussergewöhnliche Meisterserie reissen würde, war bereits zum Zeitpunkt des Wechsels nach Mailand abzusehen. Doch dass er sich auch in Italien so bald auf dem Abstellgleis wiederfinden würde, das hätte sich der vielleicht spektakulärste aktive Spieler mit Schweizer Pass wohl kaum erträumen lassen. 

Der 15-Millionen-Euro-Problemfall 

Noch am 8. Januar schrien sich anlässlich seines Empfangs am Mailänder Flughafen 2000 ekstatische Tifosi die Seele aus dem Leib. «Ich bin zuversichtlich, dass ich Inter wieder dort hinführen kann, wo der Klub hingehört», liess sich Shaqiri selbstbewusst zitieren. Er wollte nach zweieinhalb titelreichen Jahren als Ergänzungsspieler im Starensemble der Bayern endlich auch im Klub ein Leader werden. 

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Tifosi-Wahnsinn: Xherdan Shaqiri wird bei seiner Ankunft in Mailand als Heilsbringer empfangen. YouTube/VideoInter.it

Doch mittlerweile ist der vermeintliche Messias in Mailand zum 15-Millionen-Euro-Problemfall geworden. In 18 Liga-Spielen stand er nur sieben Mal in der Startelf, zuletzt vor fünf Wochen. Und auch die statistische Ausbeute von einem Penaltytor und zwei Assists ist für einen Mann seiner Klasse schlicht unterirdisch.

Nach Nati-Gala ging es nur noch bergab

Ironischerweise ist die schweiz-italienische Liebesbeziehung just nach Shaqiris jüngster Gala-Leistung im Dress der Nati abgekühlt. Seit seiner Rückkehr vom Assist-Triple im EM-Quali-Spiel gegen Estland durfte er bei Inter nur noch einmal von Beginn weg ran. In der Folge sass er dreimal ohne Einsatz auf der Bank und wurde dreimal erst in der Schlussphase eingewechselt.

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Nur in der Werbung ist die Welt noch in Ordnung: Da darf Xherdan Shaqiri sogar ans Steuer. YouTube/Gravitas LLC

Statt Shaqiri fliegen die Herzen nun dem brasilianischen WM-Fahrer Hernanes zu. Seit Trainer Roberto Mancini konsequent auf ein 4-3-1-2 mit einem defensiven Dreierriegel setzt, gibt es bei Inter nur noch einen Platz im offensiven Mittelfeld – und der ist fix für Shaqiris 29-jährigen Konkurrenten reserviert.  

Im nächsten Spiel gegen Juventus ist der Brasilianer gelbgesperrt. Die Chance für Shaqiri? Es bräuchte wohl schon einen bärenstarken Match, denn sonst droht danach sofort wieder die Bank. Hernanes ist in einer bestechenden Form: Den für den Kampf um die Europa League so wichtigen 2:1-Sieg gegen den Tabellendritten Lazio hat er gestern mit einer Doublette quasi im Alleingang klargemacht.

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Während Xherdan Shaqiri auf der Bank sitzt, trifft Konkurrent Hernanes und schlägt spektakuläre Salti. gif: dailymotion/WittyFutty

«Eine Enttäuschung»

Das Problem ist nicht nur Shaqiris mangelnde Einsatzzeit – wenn er denn endlich einmal für 11, 14 oder 26 Minuten eingewechselt wird, dann spielt er derzeit auch schlicht uninspiriert. «Eine Enttäuschung» und «überschätzt» lautet das gnadenlose Verdikt der italienischen Gazetten dann.

Dennoch stärkt ihm sein Trainer, bald als Einziger, öffentlich den Rücken: «Shaqiri ist ein sehr guter Spieler, der deutlich mehr leisten wird, sobald er seine Anpassungsprobleme hundertprozentig überwunden hat.» Nur nützen solche Worte herzlich wenig, wenn Roberto Mancini ihn danach doch wieder auf der Bank versauern lässt.

Umfrage

Kann sich Xherdan Shaqiri bei Inter noch zum Leader entiwckeln?

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935

  • Ja, bald ist er wieder al dente.19%
  • Nein, vorher gibt es ein staufreies Wochenende am Gotthard.62%
  • Mir piepegal, solange er in der Nati trifft.19%

Beckenbauer wünscht sich Shaqiri zurück

Unerwarteten Trost bekommt Shaqiri in dieser tristen Situation aus seiner alten Heimat. In München, wo nach dem DFB-Pokal-Aus gegen Dortmund und der Champions-League-Klatsche in Barcelona plötzlich alle Felle davonzuschwimmen drohen, hat Lichtgestalt Franz Beckenbauer kürzlich seinem Ärger Luft gemacht: «Ich habe nie verstanden, warum man Höjbjerg und Shaqiri in der Winterpause hat gehen lassen. Das waren hervorragende Ergänzungsspieler, die haben hinterher gefehlt.»

Tatsächlich wäre Shaqiri angesichts der unendlichen Verletzungsmisere von Franck Ribéry und Arjen Robben bei den Bayern in diesem Frühjahr wohl eine so bedeutende Rolle zugekommen wie nie zuvor. Zudem hätte sich auch seine Meisterserie um ein weiteres Kapitel verlängert. Doch rückblickend ist man eben immer schlauer – und die mageren Einsatzzeiten in Shaqiris letzter Bundesliga-Hinrunde vor dem Wechsel nach Italien liessen diese Entwicklung nun wirklich nicht erahnen.

Keine Entwicklung seit 2012

Die Frage ist nun, wie sich der bisher wohl talentierteste Schweizer Spieler des neuen Jahrtausends aus der aktuellen Misere befreien kann. Angesichts seiner zahlreichen Erfolge geht rasch unter, dass Xherdan Shaqiri erst 23-jährig ist. Mit etwas Glück stehen ihm noch zehn Saisons auf der grossen Fussballbühne bevor. Bloss zeigt der Blick auf die Statistik, dass er seit drei Jahren stagniert. Bereits als Bundesliga-Frischling hatte er in der Bayern-Triple-Mannschaft von 2012/13 fast so viel Einsatzzeit wie heute bei Inter.

Bild

Die Gegenüberstellung der ersten 18 Spiele für Bayern und Inter zeigt, dass Shaqiri in Sachen Einsatzzeit keine positive Entwicklung gelungen ist. bild: Melanie gath

Sein gutdotierter Vertrag in Mailand soll Shaqiri rund drei Millionen Euro netto jährlich garantieren und läuft bis 2019. Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt, dürfte er ihn aber kaum erfüllen. Denkbar wäre etwa eine Flucht nach England. Eine Wahl, zu dem ihm mancher Experte bereits vor dem Wechsel nach Italien geraten hat. Der körperbetonte und offensivere Spielstil der Premier League scheint einfach besser zu einem Spektakel-Akteur wie Shaqiri zu passen als das defensive Rasenschach der Serie A. Zwar bestreitet Berater Erdin Shaqiri derzeit noch jegliche Wechselgedanken. Doch ewig wird sein Bruder und Klient die Nebenrolle bei Inter nicht klaglos akzeptieren.

Erst Held, dann nur noch müde und genervt

Denn Xherdan Shaqiri weiss, dass er ein grandioser Fussballer ist und er bestätigt dies auch regelmässig mit Top-Leistungen in der Nationalmannschaft. 19 Tore schoss die Schweiz in den letzten zehn Spielen. Mit sechs Treffern und fünf Assists hatte der Zauberwürfel bei elf davon seine Füsse im Spiel. Unvergessen bleibt etwa die Weltklasse-Leistung und die drei Tore gegen Honduras im entscheidenden dritten WM-Gruppenspiel. Danach wurde Shaqiri bereits als legitimer Erbe von Wilhelm Tell gehandelt.

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Totale Ekstase: Die Kommentatoren von SRF, RTS und RSI drehen bei Shaqiris WM-Dreierpack gegen Honduras durch. Vimeo/Tore Herf

Bloss geht bei ihm mit solcher Klasse auch ein mindestens so grosser Anspruch einher. Und wenn es im Klub nicht läuft, dann ist Shaqiri auf einmal auch nicht mehr der Strahlemann, den man in jedem fünften Werbespot zu sehen bekommt. Seit rund einem Jahr wirkt er im Kreis der Nationalmannschaft oft genervt und müde. Man stellt sich die Frage, ob er zu jung zu erfolgreich und satt geworden ist, um sich in schwierigen Situationen durchzubeissen, Verantwortung zu übernehmen und während seiner ganzen Karriere ein Top-Spieler zu sein.

Baldige Besserung wäre ihm und der Nationalmannschaft zu wünschen. Denn ein Xherdan Shaqiri in Topform ist ein Naturspektakel – bloss braucht er dazu wohl endlich wieder den richtigen Klub.

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    Alle Leser-Kommentare
  • teXI 11.05.2015 19:44
    Highlight Highlight Ich glaube für XS hat es nicht mal mehr in Basel noch Platz. Naja vielleicht beim FCZ noch... =D
    • Hans Jürg 11.05.2015 21:22
      Highlight Highlight oh. Ich dachte erst, mit XS meinst Du die Kleidergrösse. Allerdings passt sie dem XS bestimmt.
  • gebi1 11.05.2015 18:35
    Highlight Highlight Wie man es richtig macht sieht man bei RR in Wolfsburg. Stabiler Verein, regelmässig in der Startelf durch solide und beständige Leistung auf hohem Niveau und Konzentration aufs Wesentliche. XS hat alle Qualitäten die es braucht um Erfolg zu haben. Ohne Bruder als Berater, weniger "Gwaför" und mehr Geduld gehts vorwärts!
  • Kyle C. 11.05.2015 15:38
    Highlight Highlight Ich erachte ihn nicht als fussballerische Offenbarung, daran ändert auch das Honduras-Tor nichts. Jedoch wird ihm Unrecht getan. Er hats bei BM probiert, es hat nicht gereicht. So what? Hätte auch anders kommen können. Danach trifft er die Entscheidung, zu einem mittelmässigen Serie-A Club zu gehen, der grosse Pläne hat. Gute Voraussetzungen eigentlich. Ein nachvollziehbarer Entscheid also. So unintelligent und geldgierig wie er oft dargestellt wird muss er darum nicht sein. Wenn es wieder nicht reicht, tja dann muss er wohl eingestehen, dass SL nicht das Gleiche ist wie die BL oder Serie A.
  • scouse 11.05.2015 14:49
    Highlight Highlight Eine gute Super League Saison mit 20 Jahren beim FCB heisst noch lange nicht, dass man später auch ein Weltstar wird.
    In der PL würde es ihm übrigens vielleicht noch schlechter laufen als jetzt. Bei den Top 6 Vereinen hätte er auch nicht mehr Spielzeit und bei den kleineren Teams müsste er wie ein wilder fighten (siehe aktuell Leicester City oder Sunderland) . Doch Xherdan bleibt lieber vorne stehen und verwirft die Hände wenn der Pass nicht genau ankommt!

    Einen ähnlich langen Bericht würde ich mir mal zu Stephan Lichtsteiner wünschen. Der wahre "Star" unserer Nati.
    • mrgoku 11.05.2015 15:03
      Highlight Highlight DANKE! ENDLICH JEMAND!
    • badi@shlink.ch 11.05.2015 15:04
      Highlight Highlight Zhou Oohs
  • Andreas Benz 11.05.2015 14:47
    Highlight Highlight Wenn Selbstüberschätzung und Geldgier sich treffen, endest immer auf der Ersatzbank.
  • maese38 11.05.2015 14:41
    Highlight Highlight Welches Talent?
  • mrgoku 11.05.2015 14:30
    Highlight Highlight ich sage schon so lange das shaqiri der am unnötigsten gehypte schweizer spieler ist... sogar bei "hinter" mailand die nicht mal die europa league mehr hinkriegen wird er nicht gebraucht... die ersten spiele musste er spielen.. der vorstand musste ja erklären wieso man ihn geholt hat... das war alles augenwischerei für die fans damit die sich beruhigen und doch noch einen "möglichen" leistungsträger haben... das selbe mit podolski.. das waren verzweiflungstaten von inter und nichts anderes.. wenn ich dann noch lese: ein shaqiri in form ist ein naturspektakel... OMG
    • Alex 11.05.2015 14:36
      Highlight Highlight http://vimeo.com/99211144

      Das hier ist für mich nichts anderes als ein Naturspektakel gewesen :)
    • mrgoku 11.05.2015 15:09
      Highlight Highlight und wenn man alle schaltjahre so ein tor macht (gegen honduras wohlgemerkt, die macht aller mächte) ist man noch lange kein naturspektakel... finde ich... das war 1 einziges tor.. vieleicht hat er bis heute 2-3 davon gemacht... das wars... sieht man in der 3 amateur liga in der schweiz auch immer wieder...sind da alle dann superstars? :D das meinte ich mit übertriebenheit in bezug auf shaqiri
    • Baba 11.05.2015 15:34
      Highlight Highlight @droelfmalbumst: Welches Video haben Sie den geschaut, wo nur ein Tor gefallen ist? Bei meinem waren es drei Tore (CH-HON hat 0:3 geendet und alle Tore wurden damals durch Shaqiri erzielt). Also eigentlich waren's im Video ja neun Tore - je einmal auf Deutsch, Italienisch und Französisch ;-). Und diese Leistung finde ich schon sehens- und erwähnenswert.

      Talent hat der Mann definitiv, aber ob er in D, I oder gar UK glücklich wird, das wage ich zu bezweifeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerWeise 11.05.2015 14:12
    Highlight Highlight ein neuer Hakan Yakin ist geboren! schade...

Herr und Frau Mötzli, können wir uns nicht einfach mal freuen?!

Die Schweiz schlägt Serbien hochdramatisch 2:1. Schlagzeilen machen aber die Doppeladler beim Jubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri. Die Gesten waren unüberlegt und unnötig. Aber auch verständlich für Spieler, bei denen sich so viel um Identität und Zugehörigkeit dreht.

Als sich Xherdan Shaqiri nach seinem 2:1 in der 90. Minute gegen Serbien dazu entschied, seine Hände zum Doppeladler zu formen, da wurde er innert Sekunden vom Helden zum Deppen. 

Zumindest für ganz viele Schweizer Fans. Die Freude über den Sieg wurde schnell gedämpft. Dürfen sich Schweizer da überhaupt noch freuen? Das war doch Hochverrat!

Zum Glück, so muss man fast sagen, haben Shaqiri und Xhaka mit dem Doppeladler für einen kleinen Skandal gesorgt. Sonst, man stelle sich vor, hätten …

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