DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wird Astrazeneca jetzt in der Schweiz zugelassen? US-Studie zeigt 79 Prozent Wirksamkeit



Die Ergebnisse der lang erwarteten US-Studie mit dem Oxford-Astrazeneca-Impfstoff Covid liegen vor. Und sie sehen gut aus: Die Impfung sei sowohl sicher als auch hochwirksam.

Der Impfstoff war in der klinischen Studie in den USA zu 79 Prozent wirksam bei der Vorbeugung von Covid-19. Und: Er verhinderte zu hundert Prozent einen schweren Krankheitsverlauf.

epa09085734 A nurse prepares to administer the AstraZeneca COVID-19 vaccine at the Southern Hospital in Warsaw, Poland, 20 March 2021. Poland has received a new batch of 65,000 coronavirus vaccine doses from the Anglo-Swedish firm AstraZeneca, with a further 72,000 expected next week.  EPA/Leszek Szymanski POLAND OUT

Gute Resultate für den Astrazeneca-Impfstoff. Bild: keystone

An der Studie nahmen den Angaben zufolge 32'449 Probanden teil, von denen zwei Drittel geimpft wurden. Rund 20 Prozent der Teilnehmer waren 65 Jahre oder älter und rund 60 Prozent hatten Vorerkrankungen wie Diabetes, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung erhöhen. Ein erhöhtes Thrombose-Risiko wurde bei den 21'583 Probanden, die mindestens eine Impfdosis erhielten, nicht festgestellt.

Ein besonders Augenmerk wurde in der Studie auf Thrombosefälle gelegt. Dies, nachdem mehrere europäische Länder die Impfungen mit dem Vakzin vorübergehen ausgesetzt hatten. Ein erhöhtes Thrombosen-Risiko konnte in der Studie allerdings nicht nachgewiesen werden.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Die Untersuchungsergebnisse bestätigten bisherige Erkenntnisse zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs bei Erwachsenen, erklärte die Medizinprofessorin Ann Falsey von der Universität Rochester, die federführend an der Studie beteiligt war. Zum ersten Mal lägen nun aber vergleichbare Ergebnisse zur Wirksamkeit bei Menschen über 65 Jahren vor.

Die fehlenden Daten für die Schweiz?

In der Schweiz ist der Impfstoff von Astrazeneca noch nicht zugelassen. Dem Heilmittelinstitut Swissmedic fehlten zuverlässige Daten aus klinischen Zulassungsstudien, wie Direktor Raimund Bruhin letzte Woche in einem Interview mit den Zeitungen der CH-Media begründete.

Ob die nun vorliegende Studie Swissmedic genügend Daten liefert, wird sich zeigen. Astrazeneca hatte letztes Jahr ein Zulassungsgesuch gestellt. Der Bund hat von dem Impfstoff 5,3 Millionen Dosen bestellt.

Nutzung vorübergehend gestoppt

Nach der EU-weiten Zulassung des AstraZeneca-Impfstoffs Ende Dezember hatten mehrere Mitgliedsländer die Nutzung zunächst für Menschen bis 64 Jahre eingeschränkt, weil für ältere Menschen nicht genügend Daten vorlagen. Erst Anfang März gaben sie das Mittel auf Grundlage neuer Forschungsdaten auch für ältere Menschen frei.

Nach Berichten über Blutgerinnsel im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung hatten zahlreiche Länder die Verwendung des AstraZeneca-Vakzins Mitte März dann ganz gestoppt. Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) bekräftigte nach einer erneuten Überprüfung aber ihre Einschätzung, dass der Impfstoff «sicher und wirksam» sei. Die meisten Länder nahmen die Impfungen mit AstraZeneca daraufhin wieder auf.

In den USA ist der Impfstoff von AstraZeneca noch nicht zugelassen. Das Unternehmen kündigte nun aber an, auf der Grundlage der neuen Studiendaten eine Notzulassung in den USA zu beantragen. (sda/afp/mlu)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

1 / 59
Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
quelle: keystone
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

15 unwiderstehliche Tipps, wie du dir das Kino-Feeling nach Hause holst

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kanadas kultureller Genozid an seinen indigenen Kindern

In Kanada tauchen 215 Kinderleichen auf, eine dunkle Vergangenheit wird wieder Gegenwart: Zeit, sich dem kolonialen Schicksal von über 150'000 indigenen Schülerinnen und Schülern zu widmen.

Es klopft an der Tür. Es ist der Pfarrer, der örtliche Indian Agent oder ein Polizist. Sie sind gekommen, um die Kinder der Indigenen, der Inuit und der Métis zu holen. Der Bus zur Internatsschule fährt an diesem Morgen los. Fährt sie in ihr neues, fremdes Leben abseits ihrer Familien.

Im Norden der Provinz Alberta kämpft Vitaline Elsie Jenner darum, bei ihrer Mutter zu bleiben. Sie schreit und tobt, «Mama, verlass mich nicht!» Dann nimmt sie die Nonne mit.

Dort, wo sie nun hinkommt, darf sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel