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Kehrten nach einem Jahr zurück in eine Welt, die nicht mehr die gleiche war: Die Kandidaten von «Eden». 
Kehrten nach einem Jahr zurück in eine Welt, die nicht mehr die gleiche war: Die Kandidaten von «Eden». bild:channel4/screenshot

23 Leute harrten 1 Jahr in der Wildnis aus – für eine TV-Show, die längst abgesetzt war

Für die Reality-TV Show «Eden» setzten sich 23 abenteuerlustige Personen für ein Jahr in die schottischen Hochländer ab – mit dem «Traum» in einer simpleren Welt zu leben. Doch «Eden» wurde ziemlich schnell wieder abgesetzt, ohne dass die Kandidaten davon erfuhren. 
24.03.2017, 11:4326.03.2017, 09:42

Mutterseelenallein in der Wildnis der schottischen Hochländer, meilenweit entfernt von jeglicher Zivilisation und das für ein ganzes Jahr: Mit dieser abenteuerlichen Aufgabe warb der britische TV-Sender Channel 4 für seine neue Reality-Sendung «Eden». 

23 Abenteuerlustige meldeten sich für den Spass an und liessen jeglichen Komfort hinter sich, um ein Jahr lang in den garstigen Wäldern Schottlands zu leben. Das Filmmaterial erstellten vier Crew-Mitglieder und die Kandidaten selbst mit ihren persönlichen Kameras. 

«‹Eden› war ein reales Experiment und wir wussten auch beim Drehstart noch nicht, wie das Ganze enden würde und wie die Kandidaten auf die Isolation reagieren würden.»
Sprecher von Channel 4

Der Traum vom Ausbrechen in eine «simplere» Welt

Das soziale Experiment hätte ein Quotenknüller für Channel 4 werden sollen. Doch soweit kam es nicht. Trotz Sex- und Eifersuchtsszenen, Nahkämpfen und Futterneid sanken die Quoten von Sendung zu Sendung – von 1,7 Millionen Zuschauern auf 800'000. 

Auch von den ursprünglich 23 Kandidaten verliessen 13 während des Drehs die Show. Einer der Teilnehmer, Tom Wah, verliess die Sendung schon im August. Über Twitter verkündete er, dass er gegangen sei, «weil das Ganze nicht so war, wie ich mir das vorgestellt hatte. Was man schlussendlich im TV sah, war ‹bullshit›». 

Channel 4 drehte die Show trotzdem ab. Und unterdessen haben auch die letzten zehn Kandidaten die Wildnis verlassen. 

Womöglich kamen sie freudig zurück in die Zivilisation, um herauszufinden, dass der neue amerikanische Präsident Donald Trump heisst, England nicht mehr Teil der EU sein wird und – am Schlimmsten von allen – dass die Sendung «Eden» nach nur vier Ausstrahlungen eingestellt worden war.

Laut einer Mitteilung von Channel 4 soll «Eden» dieses Jahr noch fortgesetzt werden. «‹Eden› war ein reales Experiment und wir wussten auch beim Filmstart noch nicht, wie das Ganze enden würde und wie die Kandidaten auf die Isolation reagieren würden. Die Fortsetzung folgt gegen Ende dieses Jahres», sagte ein Sprecher von Channel 4. (ohe)

Der Trailer zur Reality-Show «Eden»

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