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Karte des Rassismus in den USA, basierend auf einer Auswertung der Google-Suchen nach dem Wort Nigger.

In den roten Gebieten liegt die «Nigger»-Quote deutlich über dem Durchschnitt, in den grünen klar darunter. quelle: PLos one

Rassismus-Karte der USA: Hier googeln die meisten Amerikaner nach dem N-Wort



Polizeigewalt gegen Schwarze, Krawalle in Baltimore: Die USA werden derzeit aufs Heftigste mit ihrer dunklen Seite konfrontiert. 50 Jahre nach der Unterzeichnung der Bürgerrechtsgesetze und sieben Jahre nach der Wahl des ersten schwarzen Präsidenten zeigt sich, dass das Verhältnis zwischen Weiss und Schwarz weit entfernt ist von Normalität.

Nun zeigt eine neue Studie, in welchen Teilen des Landes der Rassismus gegenüber Afroamerikanern besonders virulent ist. Die Ergebnisse sind aufschlussreich, wie obige Karte zeigt: Die höchste Konzentration an Rassisten findet man nicht in den einstigen Sklavereistaaten im Süden, sondern entlang der Appalachen im Nordosten. Dort befinden sich die kriselnden einstigen Bergbau- und Industriezentren in den Staaten Ohio, Pennsylvania und West Virginia. Westlich des Mississippi dagegen liegt der Anteil der Rassisten deutlich unter dem Durchschnitt.

Krawalle in Baltimore

Die Autoren der Studie verwendeten einen innovativen Ansatz. In Umfragen outet sich kaum jemand als Rassist, in der Anonymität des Internet dagegen werden solche Gefühle ungehemmt ausgelebt. Folglich stützten sich die Forscher auf Suchdaten von Google nach jenem Ausdruck, der in US-Medien für gewöhnlich als N-Wort umschrieben wird. Also Nigger. Die Variante «Nigga» wurde herausgefiltert, weil sie häufig im popkulturellen Kontext verwendet wird.

Nicht jede Suche nach dem N-Wort muss auf Rassimus hindeuten. Zwei Aspekte lassen jedoch gemäss der Washington Post vermuten, dass die Ergebnisse ein akkurates Bild wiedergeben. So liegt in jenen Regionen, in denen «Nigger» besonders häufig gegoogelt wird, auch die Sterberate der Afroamerikaner über dem Durchschnitt. «Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass eine starke Verbreitung von rassistischen Einstellungen zu einer schlechten Gesundheit und wirtschaftlichen Lage der schwarzen Einwohner beitragen kann», heisst es in der Studie.

Ihre Ergebnisse entsprechen zudem einer Untersuchung der Humboldt State University in Kalifornien. Diese hat die Zahl der homophoben und rassistischen Tweets in den USA ausgewertet. Die entstandene Karte ist weitgehend deckungsgleich mit der nun veröffentlichen Google-Auswertung.

Polizeigewalt gegen Schwarze

«Justice For All March» in Washington

Proteste gegen Polizeigewalt in den USA

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