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Weltklimarat drängt zu raschem Handeln für 1,5-Grad-Ziel

08.10.18, 06:52


Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1.5 Grad ist nach Ansicht des Weltklimarats IPCC technisch noch machbar. Sie kann aber nur durch rasches Handeln auf allen Feldern erreicht werden.

Zwei Monate vor der nächsten Uno-Klimakonferenz beschreibt das Gremium in einem Sonderbericht, wie sich zahlreiche Folgen des Klimawandels durch die Begrenzung der Erwärmung auf 1.5 Grad im Vergleich zu einem 2-Grad-Szenario vermeiden liessen.

«Die globale Erwärmung auf 1.5 Grad zu begrenzen, erfordert rasche, weitreichende und beispiellose Veränderungen in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft», hiess es am Montag in einer Mitteilung des IPCC nach einer mehrtägigen Sitzung im südkoreanischen Incheon. Der globale Ausstoss von Kohlendioxid (CO2) müsste demnach von 2010 bis 2030 um 45 Prozent fallen und im Jahr 2050 Null erreichen.

«Eine der Kernaussagen des Berichts ist: Wir sehen derzeit bereits die Konsequenzen von einem Grad Erderwärmung wie mehr Extremwetter, steigende Meeresspiegel, schwindendes arktisches Meereis und andere Veränderungen», sagte der Co-Vorsitzende einer IPCC-Arbeitsgruppe, Panmao Zhai.

Bericht als wichtige Grundlage

Im Klimaabkommen von Paris hatten sich die Länder Ende 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1.5 Grad zu begrenzen. Letzteres hatten vor allem die kleinen Inselstaaten gefordert. Der Sonderbericht des IPCC ist auch Grundlage für die Weltklimakonferenz im Dezember im polnischen Kattowitz.

Die Botschaft des Weltklimarates müsse ein Weckruf für die Schweizer Klimapolitik sein, teilte die Umweltorganisation Greenpeace Schweiz in einer Stellungnahme auf die publizierte Studie am Montagmorgen mit. Das Land sei weit davon entfernt, die Pariser Klimaziele zu erreichen, hiess es weiter. Falls der Bundesrat und das Schweizer Parlament mit zusätzlichen Klimaschutzmassnahmen weiter zuwarteten, handelten sie unverantwortlich und würden untragbare Folgen in Kauf nehmen, warnten die Umweltschützer. (sda/dpa/afp)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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