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#IfIDieInPoliceCustody: Tod einer Schwarzen in Gefängniszelle sorgt in den USA für Empörung



William Mitchell, 5, of Houston, holds a sign at a rally at the Waller County Jail in Hempstead, Texas, Friday, July 17, 2015, to protest the death of Sandra Bland, who was found dead in the jail. Waller County District Attorney Elton Mathis said there were no cameras in Bland’s jail cell to show if the Illinois woman hanged herself in the lockup as a medical examiner has ruled. Her relatives and supporters dispute the finding.  (Jay Janner/Austin American-Statesman via AP)  AUSTIN CHRONICLE OUT, COMMUNITY IMPACT OUT, INTERNET AND TV MUST CREDIT PHOTOGRAPHER AND STATESMAN.COM, MAGS OUT; MANDATORY CREDIT

Suche nach der Wahrheit: Hinterbliebene und Aktivisten zweifeln an der Version der Behörden. Bild: AP/Austin American-Statesman

In den USA sorgt der Tod einer schwarzen Frau in einer Gefängniszelle für Entrüstung. Die 28-Jährige war am 10. Juli im Bundesstaat Texas festgenommen worden und drei Tage später im Polizeigewahrsam gestorben – nach Behördenangaben nahm sie sich das Leben.

Die Familie der Frau zieht diese Darstellung jedoch stark in Zweifel. Am Montag stimmte die Staatsanwaltschaft nun der Veröffentlichung eines Überwachungsvideos zu. Darauf sei zu sehen, dass bis zum Fund ihrer Leiche niemand ihre Zelle betreten oder verlassen habe.

Die Frau war am 10. Juli bei einer Verkehrskontrolle in Waller County in der Nähe von Houston angehalten worden – sie hatte vor einem Spurwechsel nicht geblinkt. Festgenommen wurde sie wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, weil sie sich gegenüber den Polizisten «streitlustig und unkooperativ» verhielt, wie die Verkehrsbehörde von Texas mitteilte.

Video der Festnahme

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YouTube/Shazzam1294

Von Polizisten zu Boden gedrückt

Die grosse Empörung nach ihrem Tod wurde vor allem durch ein Video von ihrer Festnahme ausgelöst, das im Internet unter dem Hashtag #IfIDieInPoliceCustody (Wenn ich in Polizeigewahrsam sterbe) verbreitet wurde. Darin ist zu sehen, wie die Frau von den Polizisten zu Boden gedrückt wird. «Danke fürs Filmen», ruft sie den Augenzeugen zu, während sie in Handschellen abgeführt wird.

Die 28-Jährige, die bald eine neue Stelle an der Universität in Houston antreten wollte, hatte nach Angaben ihrer Familie in der Vergangenheit an Depressionen gelitten. An die Suizid-Theorie glaubt die Familie trotzdem nicht. Die Schwester der Verstorbenen sagte vor Journalisten, diese Darstellung sei für sie «unbegreiflich». Die Familie zweifelt auch die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung an und verlangt eine neue Autopsie.

In den vergangenen Monaten hatte eine Reihe von Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA zum Teil gewalttätige Proteste und Diskussionen über Rassismus in der Polizei ausgelöst. Ende April wurde die Ostküstenstadt Baltimore von schweren Ausschreitungen erschüttert, nachdem ein junger Afroamerikaner dort im Polizeigewahrsam ums Leben gekommen war. (wst/sda/afp)

Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA: Die Fälle seit Ferguson

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 21.07.2015 11:02
    Highlight Highlight Und das alles während der Amtszeit des ersten schwarzen Präsidenten der USA. Bei Barack Obamas Vereidigung sang Aretha Franklin, die Schwarzen blickten voller Hoffnung auf ihren Präsidenten, aber schon in seiner Antrittsrede sparte Obama das Thema Rassendiskriminierung aus. Dieser Linie ist er treu geblieben. Ja nichts unternehmen, das dem weissen Establishment missfallen könnte! Obama ist eine riesengrosse Enttäuschung.

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