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EM-Tagesticker

Thierry Henry hat es noch drauf +++ Franzosen in Ungarn rassistisch beleidigt



Liveticker: EM-Tagesticker, 20.06.2021

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Pandev beendet Nationalmannschaftskarriere nach EM
Das letzte EM-Gruppenspiel Nordmazedoniens gegen die Niederlande wird zum Abschiedsspiel für Rekordspieler Goran Pandev. Der Captain des EM-Neulings stellte am Sonntagabend klar, dass er nach der EM seine Karriere in der Nationalmannschaft beenden werde. «Ich glaube, dass es der richtige Moment ist, um zurückzutreten», sagte der 37-Jährige, der zuletzt für Genoa in der Serie A gespielt hat.

Sportlich geht es für Nordmazedonien am Montag in Amsterdam gegen Gruppensieger Niederlande nur noch darum, eventuell doch noch erstmals überhaupt bei einem grossen Turnier zu punkten. Nach den beiden Vorrundenspielen gegen Österreich (1:3) und die Ukraine (1:2) hat der Aussenseiter keine Chance mehr auf die Achtelfinals.

«Jedes Spiel im Nationaltrikot war für mich emotional. Aber natürlich wird dieses Spiel für mich noch einmal speziell», sagte Pandev, der das erste EM-Tor Nordmazedoniens überhaupt gegen Österreich erzielt hat. Ursprünglich wollte der Champions-League-Sieger von 2010 im WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland im Herbst in Skopje noch einmal vor Zuschauern auflaufen. «Das geht aber nicht mehr. Mein Vertrag in Genoa ist ausgelaufen. Ich weiss noch nicht, wie es mit mir weiter geht. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass ich nicht mehr professionell spielen werde», so Pandev.

Der Angreifer ist das Fussball-Idol seines Landes schlechthin. Pandev absolvierte die meisten Länderspiele, schoss die meisten Tore und ist auch als langjähriger Profi in der Serie A der mit Abstand erfolgreichste Profi Nordmazedoniens. (zap/sda/dpa)
epa09279833 Goran Pandev of North Macedonia reacts after the UEFA EURO 2020 group C preliminary round soccer match between Ukraine and North Macedonia in Bucharest, Romania, 17 June 2021.  EPA/Vadim Ghirda / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)
Wenn man merkt, dass heute um 15 Uhr kein EM-Spiel ist:
Bisher war der gewohnte Rhythmus an der Europameisterschaft 15 Uhr, 18 Uhr und 21 Uhr. Drei Spiele waren pro Tag angesetzt. Damit ist es nun leider vorbei, ab heute gibt es keinen Anpfiff am Nachmittag mehr. Die restlichen Gruppenspiele und die K.o.-Spiele werden um 18 Uhr und um 21 Uhr angepfiffen.
Sagnol tadelt die Franzosen: «Selbstgefällig»
Der frühere Internationale Willi Sagnol hat nach dem Ausrutscher von Weltmeister Frankreich beim 1:1 im zweiten EM-Spiel in Ungarn die Einstellung seiner Nachfolger kritisiert. «Vielleicht haben die Spieler nach der Partie gegen Deutschland in der Presse zu viel gelesen und gehört», sagte der frühere Rechtsverteidiger von Bayern München. «Wenn man denkt, dass Talent alleine den Unterschied machen kann, ist das selbstgefällig. Moderner Fussball ist mehr als das.»

Ihm habe auch nicht gefallen, «dass in der ersten Viertelstunde gefühlt immer ein 'Bleu' am Boden lag. Diese Haltung hat die Ungarn beflügelt. Danach sind sie noch mehr in die Schlacht gezogen. Und darauf hat man psychologisch nicht reagiert», sagte Sagnol, der mittlerweile als Nationaltrainer Georgiens tätig ist. Die robuste Spielart der Ungarn könnte zudem den Portugiesen für das entscheidende letzte Gruppenspiel als Vorbild dienen, fürchtete der 44-Jährige: «Das wird ihnen Anregungen geben.» (nih/sda/dpa)
An den fehlenden Chancen liegt es bei Spanien nicht:
Die Spanien enttäuschten an der EM bisher. Mit zwei Unentschieden starteten sie gegen Schweden und Polen und erzielten dabei nur ein Tor. An fehlenden Chancen liegt es aber nicht – 5,83 «Expected Goals» haben sie in den beiden Partien herausgespielt. Nur an der Chancenverwertung hapert es bei Alvaro Morata & Co. gewaltig.
Wie kann man nochmal Spieler nachnominieren?
Thierry Henry, bekannt aus seinen Zeiten bei Arsenal London und dem FC Barcelona sowie dem französischen Nationalteam, ist für die EM in seine Rolle als Co-Trainer der belgischen Nationalmannschaft zurückgekehrt. Diese hatte er bereits zwischen 2016 und 2018 inne. Beim Freistosstraining mit Kevin de Bruyne & Co. hat sich der 43-Jährige selbst versucht. Das Fazit: Thierry Henry ist noch immer weltklasse.
Die besten Spieler des zweiten Spieltags
Jeder Teilnehmer hat an der EM nun zwei Spiele hinter sich. Diese Spieler stachen am zweiten Spieltag in den einzelnen Kategorien heraus:
Martin Braithwaite gab die meisten Schüsse ab, nur ein Tor gelang ihm gegen Belgien nicht.
Gareth Bale glänzte mit fünf Schlüsselpässen und konnte gegen die Türkei auch zwei Treffer vorbereiten.
Etwas überraschend befindet sich Alexander Isak mit sechs erfolgreichen Dribblings an der Spitze der Liste.
Weiterhin konnten Lubomir Satka (Meiste Pässe), Bartosz Bereszynski (Meiste abgefangene Bälle), Mason Mount (Meiste Tacklings) und Nordmazedonien-Goalie Stole Dimitrievski (Meiste Paraden) den Bestwert in der jeweiligen Kategorie erringen.
Die Vorfreude steigt – schafft die Schweiz noch die Achtelfinal-Qualifikation?
Italien kann gegen Wales ihre Siegesserie weiter ausbauen. Die letzten zehn Partien konnten die Italiener alle gewinnen – heute reicht aber auch ein Unentschieden für den Gruppensieg.
Die Schweiz braucht zwingend einen Sieg, um noch eine Runde weiterkommen zu können. Dazu müssen sie gegen die Türkei gewinnen – die letzten beiden Aufeinandertreffen hatten aber kein gutes Ende für die Schweiz.
Gareth Bale als Vorlagengeber
Der walisische Flügelspieler ist der bisher beste Vorlagengeber an dieser Europameisterschaft. Er konnte bereits zwei Tore vorbereiten und führt diese Liste damit an. Der 31-Jährige von Tottenham bereitete beide Treffer im Spiel gegen die Türkei vor. Ein Tor gelang ihm noch nicht – die bisher beste Chance dazu vergab er vom Elfmeterpunkt.
epa09277672 Gareth Bale of Wales celebrates his team's 2-0 lead during the UEFA EURO 2020 group A preliminary round soccer match between Turkey and Wales in Baku, Azerbaijan, 16 June 2021.  EPA/Darko Vojinovic / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)
Trotz Autounfall und langer Trainingspause – Kozlowski wird zum jüngsten EM-Spieler aller Zeiten
Kacper Kozlowski wurde im Spiel gegen Spanien zum jüngsten EM-Spieler aller Zeiten. Der Pole ist gerade einmal 17 Jahre und 246 Tage alt. Damit löst er Jude Bellingham ab, der den Rekord erst eine Woche zuvor aufgestellt hat. Um sich den Traum zu erfüllen, sein Land an der Europameisterschaft zu präsentieren, musste Kozlowski sehr schwere Zeiten überstehen.

Im Januar 2020 war er auf dem Weg zum Training mit seinem Klub Pogon Stettin in einen schweren Autounfall verwickelt. Er war mit zwei Mitspielern unterwegs, doch traf es den damals 16-Jährigen am härtesten. Er brach sich sein Becken und drei Wirbel im unteren Rückenbereich. Infolgedessen konnte er ein halbes Jahr lang nicht trainieren, was in diesem Alter verheerend sein kann. Doch Kozlowski kämpfte sich zurück und ist nun für mindestens vier Jahre der jüngste Spieler, der je in einem EM-Spiel auf dem Platz stand.
Poland's manager Paulo Sousa gives instructions to Poland's Kacper Kozlowski during the Euro 2020 soccer championship group E match between Spain and Poland at Estadio de la Cartuja stadium in Sevilla, Spain, Saturday, June 19, 2021. (Jose Manuel Vidal/Pool via AP)
«L'
Équipe»: Französische Spieler wurden rassistisch beleidigt
Die französische Zeitung «L'Équipe» berichtet, dass einige Spieler der französischen Nationalmannschaft während des Spiels gegen Ungarn in Budapest rassistisch beleidigt wurden. Demnach seien aus einem Block mit ungarischen Fans immer wieder Affenlaute von den Rängen ertönt sein, wenn N'Golo Kanté oder Paul Pogba am Ball waren.

Dies hätten Fotografen im Stadion, die sich in der Nähe des Fanblocks befanden, gehört. Im Rest der Arena waren diese kaum zu hören, aufgrund des Lärms der insgesamt 56'000 Fans. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete zudem, dass auch Kylian Mbappé und Karim Benzema beleidigt worden seien. Dies überrascht insofern nicht, als Portugals Cristiano Ronaldo im ersten Gruppenspiel gegen Ungarn angeblich mit homophoben Beleidigungen belegt wurde.
France's Paul Pogba grimaces after missing a chance to score during the Euro 2020 soccer championship group F match between Hungary and France at the Ferenc Puskas stadium in Budapest, Hungary Saturday, June 19, 2021. (Tibor Illyes/Pool via AP)
Wales für einen Punkt, Italien für die Dynamik
Wales benötigt einen Punkt, um auf jeden Fall in die Achtelfinals zu kommen. Mit einem Sieg gegen das bereits qualifizierte Italien würde es sogar noch den 1. Platz in der Schweizer Gruppe holen.

Bisher ging die Taktik von Wales fast perfekt auf. Gegen die spielerisch stärkeren Schweizer und Türken holten die Waliser mit ihrer Kontertaktik vier Punkte, die sie der K.o.-Runde schon sehr nahebringen.

Es wäre aber leichtsinnig, den Halbfinalisten von 2016 auf seine Kampfstärke und den Sprinter Gareth Bale zu reduzieren. Andere haben ihre Klasse in den letzten Tagen gezeigt, speziell Aaron Ramsey, der Mittelfeldspieler von Juventus Turin, dessen Formstand vor dem Turnier zu reden gab. In den letzten Monaten war er bei den Turinern nur noch spärlich zum Einsatz gekommen.

«Wir sind einfach dankbar, dass er mit uns hier ist», sagte Teamkollege Daniel James von Manchester United. «Er ist absolut brillant, seitdem er hier ist.» Gegen die Türkei bewies Ramsey auch mit seinem Treffer zum 1:0 seine ganze Klasse, die ihm nie abgesprochen wurde, die der 30-jährige frühere Arsenal-Spieler aber auch wegen Verletzungen zu selten zeigen konnte.

Für die Italiener geht es noch darum, sich den Gruppensieg zu sichern und – womöglich noch wichtiger – die positive Dynamik aufrechtzuerhalten. Bleiben sie mit einer voraussichtlich stark veränderten Mannschaft auch gegen Wales ungeschlagen, würden sie ihre Serie auf 30 Partien ohne Niederlage ausbauen und den Rekord ihrer Vorgänger aus den Dreissigerjahren egalisieren. (nih/sda)
epa09277695 Gareth Bale (C) of Wales and teammates celebrate after winning the UEFA EURO 2020 group A preliminary round soccer match between Turkey and Wales in Baku, Azerbaijan, 16 June 2021.  EPA/Darko Vojinovic / POOL (RESTRICTIONS: For editorial news reporting purposes only. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)
Trompeten-Sigi hört auf
Er ist der berühmteste Fan der Schweizer Fussball-Nati: Sigi Michel alias «Trompeten-Sigi». An dieser EM fehlt er allerdings, hauptsächlich wegen einer Schulteroperation nächste Woche. Dem «Blick» sagte Michel, dass deshalb etwas früher als geplant Schluss sei mit seiner Karriere als Anpeitscher:

«Eigentlich wollte ich mich verabschieden, nachdem ich nun 50 Jahre lang bei Welt- und Europameisterschaften sowie vielen anderen Spielen war.» Und: «Es wird immer schwieriger, mit der Trompete ins Stadion zu kommen.» (ram)
Swiss supporter Sigfried Michel, aka Trompeten Sigi or Trumpet Sigi, plays the trumpet prior to the group E preliminary round match between Switzerland and France in the Arena Fonte Nova in Salvador, Brazil, Friday, June 20, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)....RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup.
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Pascal Zuberbühler und Beni Thurnheer schauen die Schande von Istanbul

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