Uber
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
abspielen

Der Uber-Fahrer Kamel filmte heimlich ein Gespräch mit dem Konzernchef Travis Kalanick. Video: YouTube/Bloomberg

«Ich bin pleite deinetwegen» – Uber-Fahrer filmt heimlich Streit mit Chef



Das amerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber gerät immer wieder in Kritik, mitunter auch wegen Dumpinglöhnen. Nun veröffentlichte die Nachrichtenagentur Bloomberg ein Video, das diese Kritik noch weiter anheizt. Darin filmte ein Uber-Fahrer heimlich Travis Kalanick, den Chef des Uber-Konzerns, der zu ihm ins Auto gestiegen ist.

Der Uber-Fahrer Kamel konfrontiert darin Kalanick mit den geplanten Preisreduktionen für den Uber Black Service. Kamel kritisiert, dass Uber den Kampf mit der Konkurrenz auf dem Rücken der Mitarbeiter austrage. Der Konzernchef reagiert harsch auf die Vorwürfe des Fahrers und weist Kamel in die Schranken. 

Hier ein Auszug aus dem Gespräch (ab Minute 4:00):

Travis Kalanick: Wir werden die Anzahl der Uber-Black-Fahrzeuge reduzieren in den nächsten paar Monaten.

Fawzi Kamel: Ich habe das E-Mail gesehen. Ihr erhöht die Standards aber senkt die Preise ...

Kalanick: Wir senken die Preise nicht für Uber Black.

Kamel: Aber generell.

Kalanick: Generell ja, wegen der Konkurrenz. Sonst wären wir bald aus dem Business!

Kamel: Konkurrenten? Ihr habt das Business-Modell in euren Händen, Uber könnte die Preise frei bestimmen, aber ihr entscheidet euch dagegen.

Kalanick: Nein, nein, du verstehst mich nicht. Wir starteten High-End. Wir entschieden uns nicht für Preissenkungen, weil wir wollten, sondern weil wir mussten.

Kamel: Die Leute vertrauen dir nicht mehr! Hast du das Gefühl, die Leute kaufen noch Autos? Ich habe $97'000 verloren, wegen dir! Ich bin pleite, wegen dir! Jeden Tag wird etwas verändert.

Kalanick: Moment, was habe ich bei Uber Black verändert?!

Kamel: Du hast das gesamte Business-Modell verändert. Du hast die Preise gesenkt!

Kalanick: Für Uber Black? Bullshit!

Kamel: Wir sind mit $20 gestartet.

Kalanick: Weisst du was? Einige Leute wollen einfach keine Verantwortung übernehmen für ihren Mist. Sie beschuldigen für alles in ihrem Leben jemand anderen.

Nach dem Erscheinen des Videos entschuldigte sich der CEO kurz darauf bei seinen Mitarbeitern. Er sei beschämt, wie wenig respektvoll er den Fahrer behandelt habe. «Es ist klar, dass dieses Video eine Reflexion meiner selbst ist – und die Kritik, die wir erhielten, erinnert mich stark daran, dass ich mich fundamental ändern muss als Führungskraft und wachsen muss».

Auch die Reaktionen auf Twitter lassen nicht auf sich warten:

Kalanick wird für sein Verhalten harsch kritisiert. 

Das könnte dich auch interessieren:

5 Antworten zu den geheimen Tapes zu Salvinis Parteispenden-Deal mit dem Kreml

Link zum Artikel

Warum wir aufhören müssen, uns selbst auszubeuten

Link zum Artikel

Wenn Kantonswappen ehrlich wären – die komplette Edition

Link zum Artikel

5 Dinge, die verzweifelte Singles tun – und unbedingt lassen sollten

Link zum Artikel

Hast du in Zürich einen Verrückten ins Wasser springen sehen? Wir wissen nun, wer es war

Link zum Artikel

9 absolut clevere Wege, wie Rechtsradikalen und Neonazis schon die Stirn geboten wurde

Link zum Artikel

Dieser Fotograf zeigt Hochzeiten – so wie sie wirklich sind

Link zum Artikel

Trump, Clinton, der Sex-Milliardär – und die Verschwörungstheoretiker

Link zum Artikel

Warum dieser NZZ-Artikel für einen Shitstorm sorgte – und er von Maassen retweetet wurde

Link zum Artikel

BBC-Moderator berichtet über Patrouille-Suisse-Fail – und lacht sich schlapp 😂

Link zum Artikel

Stell dir vor, die App einer Sportliga fordert per Push plötzlich 6000 Dollar von dir ...

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 01.03.2017 14:24
    Highlight Highlight Ein fahrendes Kamel!
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 01.03.2017 12:18
    Highlight Highlight Ein privates Grspräch heimlich Filmen und öffentlich stellen sagt alles über den Charakter des Fahrers.
  • Evan 01.03.2017 10:35
    Highlight Highlight Ob er wohl auch daran denken würde sich zu ändern wenn es das Video nicht gäbe?
    • Herr Hasler 01.03.2017 13:36
      Highlight Highlight Ob er wohl wirklich daran denkt sich zu ändern, oder ober daran denkt seine Kommunikation zu ändern?
    • Evan 01.03.2017 13:54
      Highlight Highlight Danke für die Korrektur.
  • Madison Pierce 01.03.2017 10:23
    Highlight Highlight Der Fahrer hat wohl nicht ganz verstanden, dass er kein Angestellter ist, sondern selbstständiger Unternehmer.

    Sonst könnten zum Beispiel viele IT-Leute über Microsoft jammern: über Jahre haben sie als Partner deren Produkte verkauft, das Cloud-Geschäft aufgebaut und jetzt kommt Microsoft und bietet Office 365 den Endkunden fast günstiger an als den treuen Partnern die Lizenzen.

    Aber es muss weitergehen: entweder man verkauft Office 365 oder man sucht sich einen anderen Partner.
    • Oberon 01.03.2017 13:55
      Highlight Highlight @Madison Pierce
      Leider macht das nicht nur Microsoft so, auch andere Hersteller bauen eigene Cloud Umgebungen und konkurrenzieren so direkt ihre langjährigen Partner. Auch finde ich die Abhängigkeit dieser Abos als problematisch, bei Preiserhöhungen ist man je nach Grösse des Unternehmens fast ausgeliefert.

Kahlschlag bei Ford: Auto-Riese streicht 12'000 Stellen in Europa und gibt sechs Werke auf

Der unter Kostendruck geratene Autobauer Ford setzt in Europa zum Kahlschlag an. Im Rahmen des laufenden Sanierungsprogramms werden bis Ende kommenden Jahres 12'000 Arbeitsplätze abgebaut, wie der US-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Angestrebt würden einvernehmliche Trennungen, hiess es. Um das Europageschäft in die schwarzen Zahlen zurückzuführen, sollen fünf Werke geschlossen und eines verkauft werden.

In Deutschland, wo betriebsbedingte Kündigungen bis 2022 ausgeschlossen ist, läuft bereits …

Artikel lesen
Link zum Artikel