Lateinamerika
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Verbrecher-Bande versetzt ganze Stadt im Süden Brasiliens in Angst und Schrecken



Schwer bewaffnete Verbrecher haben Medienberichten zufolge in der südbrasilianischen Stadt Criciúma mehrere Banken überfallen und die Einwohner in Angst und Schrecken versetzt.

Die Kriminellen hätten in der Nacht zum Dienstag im Zentrum der rund 200 000 Einwohner zählenden Stadt im Gliedstaat Santa Catarina zugeschlagen, meldeten das Nachrichtenportal G1 und andere Medien unter Berufung auf die Polizei. Ein Polizist und ein Wachmann seien durch Schüsse verletzt worden.

Bürgermeister Clésio Salvaro sprach von einem Angriff grösseren Ausmasses und rief die Bürger in sozialen Netzwerken auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. «Die Stadt wird belagert», sagte er. Es habe sich um eine sehr gut organisierte Bande gehandelt. «Die Einwohner werden diese Erfahrung nicht mehr aus den Köpfen bekommen», ergänzte er in einem TV-Interview.

Der nächtliche Überfall habe mehr als eine Stunde gedauert, die Täter seien in acht bis zehn Fahrzeugen geflüchtet.

Den Berichten zufolge drangen die Angreifer in mehrere Bankfilialen ein, sprengten Geldautomaten, legten Feuer, blockierten Strassen, um die Sicherheitskräfte zu behindern und griffen eine Polizeiwache an.

Sie hätten zudem mehrere Angestellte der Stadt, die mit Fahrbahnmarkierungen beschäftigt gewesen seien, als Geiseln genommen und als menschliche Schutzschilde benutzt. Die Opfer seien aber alle unverletzt freigekommen, hiess es. Über die Höhe der Beute sei bislang nichts bekannt. (aeg/sda/dpa)

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