DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Also doch: Cédric Wermuth möchte Ständerat werden

Der Aargauer SP-Nationalrat wurde von seiner Bezirkspartei angefragt, ob er für den Ständerat kandidieren möchte – er hat zugesagt.
09.08.2018, 08:4809.08.2018, 10:12

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst 2019 für den Ständerat kandidieren. Wermuth möchte den frei werdenden Sitz von Ständerätin Pascale Bruderer Wyss verteidigen. Das wollen auch SVP und CVP.

Die Verteidigung des Sitzes werde für die SP «eine grosse Herausforderung», teilte der 32-jährige Wermuth am Donnerstagmorgen auf seinem Facebook-Profil mit. Es brauche eine Kandidatur, welche die Bewegung einen könne und den Anspruch habe, die gesamte Partei in ihrer Breite zu vertreten.

«Nicht meine Person steht im Vordergrund, sondern die Ideen, die wir gemeinsam vertreten», schrieb Wermuth aus Zofingen weiter. Ob der Nationalrat tatsächlich für den Sitz im Ständerat kandidiert, steht noch nicht fest. Zunächst muss die SP Bezirk Zofingen über die Nomination befinden. Die Kantonalpartei wird Ende September entscheiden.

Cédric Wermuth will ins Stöckli.
Cédric Wermuth will ins Stöckli.Bild: KEYSTONE

Der frühere Präsident der Jungsozialisten (Juso) gehört seit Dezember 2011 dem Nationalrat an. Er hatte in den vergangenen vier Jahren als Co-Präsident die SP Aargau geleitet. Wermuth, der als Beruf «Nationalrat» angibt, politisiert im linken Flügel der SP.

Parteiinterne Ausmarchung

Auch Nationalrätin Yvonne Feri aus Wettingen hat ihr Interesse an einer Ständeratskandidatur angekündigt. Die 52-jährige Politikerin hatte im November 2016 für einen Sitz in der Aargauer Kantonsregierung kandidiert. Sie unterlag im zweiten Wahlgang der SVP-Kandidatin Franziska Roth. Bei den letzten Nationalratswahlen erzielte Feri leicht mehr Stimmen als Wermuth.

Für die SP wird es schwierig werden, ihren Sitz im Ständerat zu verteidigen. Die amtierende Ständerätin Bruderer, die sich als Brückenbauerin versteht, hatte den Sitz in der kleinen Kammer 2011 erobert. Damit war die SP Aargau erstmals nach 63 Jahren wieder im Ständerat vertreten.

SVP und CVP treten an

SVP und CVP haben ebenfalls den freien SP-Sitz im Visier. Die SVP wird erneut mit dem 58-jährigen Nationalrat Hansjörg Knecht aus Leibstadt ins Rennen steigen. Die wählerstärkste Partei hatte 2015 versucht, mit Knecht in den Ständerat einzuziehen. Knecht unterlag im zweiten Wahlgang jedoch dem damaligen FDP-Parteipräsidenten Philipp Müller.

Die CVP tritt mit Grossrätin Marianne Binder-Keller an, wie die Partei am Donnerstag mitteilte. Die 60-jährige Politikerin aus Baden und frühere Kommunikationschefin der CVP Schweiz ist Präsidentin der Kantonalpartei. Die CVP scheiterte bislang mit allen Versuchen, den 1995 verlorenen Ständeratssitz zurückzuerobern. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
Töfffahrer stirbt im Kanton Waadt + Velofahrer nach Sturz auf Waldstrasse schwer verletzt

Ein 62-jähriger Töfffahrer ist bei einem Unfall in Chur GR am Samstagnachmittag schwer verletzt worden. Er war bei einer Talfahrt über den Mittelstreifen hinausgefahren. Dabei war er mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert und nach hundert Metern ins Heck eines weiteren Wagens geprallt.

Zur Story