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Samsungs Sero: Dieser TV kann auf Knopfdruck hochkant betrachtet werden. bild: samsung

Samsung hat den Dreh raus und bringt den rotierenden Fernseher

Samsung hat an der Consumer Electronics Show in Las Vegas seine neuen Fernseher vorgestellt. Doch statt des neuen 8K-Topgeräts weckt eine andere Neuvorstellung die Neugier.

Jan Mölleken / t-online



Ein Artikel von

T-Online

Die aus Samsungs Sicht wichtigste TV-Neuvorstellung ist sicherlich der G950TS: Der 8K- Fernseher ist mit rund anderthalb Zentimetern nämlich nicht nur sehr flach, er zeigt auf der Vorderseite auch fast keinen Rand mehr.

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Bei diesem 1,5 cm dicken 8K-Fernseher ist der Rahmen noch 2,3 mm breit. bild: samsung

Das Verhältnis von Bild zu Rahmen betrage rekordverdächtige 99 Prozent, berichtete das Unternehmen auf seiner Presseveranstaltung. «Infinity Screen» wird dieser Bildschirm bei Samsung auch genannt, wer nachmisst kommt auf eine Rahmendicke von 2.3 Millimetern.

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Zumindest aus der Distanz ist der minimale Rahmen kaum mehr auszumachen. bild: samsung

Im wenig erleuchteten Präsentationsraum war das kaum auszumachen. Auch sonst steckt viel beeindruckende Technik in dem neuen Flaggschiff: So soll etwa künstliche Intelligenz Objekte im Bild erkennen, die ein Geräusch machen und den Sound entsprechend mitbewegen.

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bild: samsung

Einen Preis nannte Samsung noch nicht, für die meisten Konsumenten dürfte er vorerst wohl aber deutlich zu teuer sein.

Neu lassen sich Samsung-Fernseher nicht mehr nur per Bixby, sondern auch mit Alexa und dem Google Assistant per Sprache steuern.

Interessante Idee: Fernseher hochkant drehen

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Das optionale Hochkant-Format soll primär junge Nutzer von Snapchat, Instagram oder TikTok ansprechen, die ihr Handy gerne auf dem TV spiegeln. bild: samsung

Witzig ist immerhin die Idee von «Sero». «Sero», so erklärt man während der Präsentation, sei das koreanische Wort für «vertikal». Der Name ist tatsächlich passend, da sich der 43-Zoll-Bildschirm auf Knopfdruck hochkant dreht.

Der Sero im Video:

Der Fernseher kann sein 43-Zoll-Display abhängig von den Inhalten in die richtige Position bewegen.

Damit will Samsung dem Trend begegnen, dass immer mehr Bildschirmzeit am Smartphone verbracht wird. Und viele der so konsumierten Inhalte sind eben auf ein Hochkant-Bildformat zugeschnitten, etwa Instagram, TikTok oder auch die eigene Bildergalerie. Ganz neu ist Sero zwar nicht - in Korea wurde das Gerät bereits im April vorgestellt – aber immerhin kommt es jetzt auch in die restlichen Märkte.

Denn auch dort nutzt die junge Generation hauptsächlich ihr Smartphone. Besitzer von Sero sollen nun also den Bildinhalt ihres Smartphones einfach auf dem Fernseher spiegeln und dort durch die Instagram-Neuigkeiten scrollen. Ob das bei der Zielgruppe ankommt und ob die sich solche Fernseher überhaupt leisten kann, ist zumindest vorsichtig anzweifelbar. Denn mit einem 4K-Display gehört Sero zwar nicht zu Samsungs Oberklasse – günstig wird der bewegliche Fernseher aber sicher nicht sein. In Südkorea kostet der rotierende Fernseher umgerechnet gut 1600 Franken.

The Frame in neuen Grössen

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The Frame kommt 2020 in neuen Grössen. bild: samsung

Der in der Schweiz populäre Bilderrahmen-Fernseher The Frame gibt es 2020 in zwei neuen Grössen mit 32- und 75-Zoll-Diagonale. Bislang war der TV mit Bildermodus in Grössen von 43 bis 65 Zoll erhältlich.

Machtdemonstration mit Micro-LED

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Samsungs Micro-LED-Technik erlaubt modulare TV-Geräte. bild: Jan Mölleken

Dass die Micro-LED-Technik von Samsung viele Vorteile bringt, konnte man auch bei dieser Präsentation wieder bestaunen. Denn anders als herkömmliche LED- oder OLED-Displays können Micro-LED-Bildschirme modular aufgebaut werden. So lassen sich etwa sehr riesige Schirme zusammenbauen, wie Samsung mit einem Display mit über sieben Metern Bilddiagonale demonstrierte.

Oder auch Fernseher, die sich im Betrieb auseinandernehmen und wieder zusammensetzen lassen. Beide Fälle waren allerdings reine Technik-Demonstrationen. Kaufen kann man dies so bislang nicht. Es zeigt allerdings, wofür sich Micro-LED wird einsetzen lassen können, wenn die Technologie erst für den Massenmarkt bereit ist. Das könnte allerdings noch ein paar Jahre dauern.

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