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In eigener Sache: watson-Reportage über zwangsverheiratete Kosovarin preisgekrönt



Die Stiftung Medienpreis Aargau/Solothurn hat die Reportage über das Schicksal der zwangsverheirateten Kosovarin Luana prämiert. watson-Reporterin Rafaela Roth hat den renommierten und mit 3000 Franken dotierten Journalistenpreis am Montagabend im Oltner Stadttheater entgegengenommen.

Die Reportage «Luana – wie sie ihren Vergewaltiger im Kosovo heiraten und in die Schweiz holen musste» erzählt die Geschichte einer jungen Kosovarin, die sich in der Schweiz von ihrem Ehemann trennen muss, um Entrechtung, häuslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch zu entgehen, was sie nicht nur in rechtliche Schwierigkeiten, sondern auch in Konflikt mit dem Ehrbegriff und den Geschlechterrollen ihrer Heimatkultur bringt.  

Das Bezirksgericht Lenzburg hatte den Ehemann Luanas der mehrfachen Vergewaltigung schuldig gesprochen, das Aargauer Obergericht hob den Schuldspruch später nach dem Grundsatz in dubio pro reo auf. 

Lukas Mäder, Produzent von Radio SRF und Juror in der Kategorie Online, begründete den Jury-Entscheid in seiner Laudatio damit, dass Roth mit allen Stil- und Recherchemitteln der klassischen Reportage das tragische Schicksal einer jungen kosovarischen Frau inmitten der Schweizer Gesellschaft einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht habe. Damit habe Roth nicht nur Luana eine Stimme gegeben, sondern allen Frauen, die in der Schweiz im teils gewalttätigen Spannungsfeld zwischen ihren Heimatkulturen und der modernen Welt leben.

Mit dem Zitat des englischen Essayisten Matthew Arnold «Journalismus ist Literatur in Eile», bezeichnete Mäder Roths Reportage, die auch mit ihren eigenen Schwarz-Weiss-Bildern illustriert war, als «fast schon literarischen Text», dem man die Eile, sollte er in einer solchen verfasst worden sein, auf keiner Zeile anmerke. (team watson)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schubidubidubid 26.04.2016 09:08
    Highlight Highlight Gratulation!
    Aber: OLTNER und nicht oltEner. Danke, ich mag euch trotzdem, ihr Züricher.
    • Laurent 26.04.2016 09:11
      Highlight Highlight merci schubidubidbubid, ist korrigiert :D
  • L Gandi 26.04.2016 08:58
    Highlight Highlight Stark gemacht. Gratuliere herzlich!
  • lily.mcbean 26.04.2016 08:02
    Highlight Highlight Bravo Frau Roth! Mehr als verdient❤
  • opwulf 26.04.2016 07:51
    Highlight Highlight So geht Journalismus! Congrats, absolut verdient!

    "The press is not primarily there to amuse and entertain, not to emphasize the trivial and the sentimental, not to simply "give the public what it wants"--but to inform, to arouse, to reflect, to state our dangers and our opportunities, to indicate our crises and our choices, to lead, mold, educate and sometimes even anger public opinion." - JFK, presidental speech to the press, 1961
  • Sveitsi 26.04.2016 05:37
    Highlight Highlight Gratulation! :-)
  • Spooky 26.04.2016 00:41
    Highlight Highlight Ich gratuliere herzlich!
  • Pjotr 25.04.2016 23:09
    Highlight Highlight Gratulation Frau Roth! Ich lese deine Artikel über wichtige Themen fast immer gerne. Sehr verdiente Auszeichnung also!
  • 's all good, man! 25.04.2016 21:59
    Highlight Highlight Bravo Rafaela! Das war ja wirklich eine sackstarke Reportage - wohlverdient also. Gratulation!
  • kEINKOmmEnTAR 25.04.2016 21:55
    Highlight Highlight Gratulation, ist der Chefetage vielleicht ein Denkanstoss dass man endlich mit diesen reisserischen Titeln aufhört, ich kommt mir zum Teil vor wie auf 20 Minuten.

Von Zimbabwe bis Taiwan: Der Schweizer Frauenstreik sorgt international für Reaktionen

In der ganzen Schweiz streiken zehntausende Frauen, um auf Frauenrechte und Gleichberechtigung aufmerksam zu machen. Die nationale Aktion findet auch im Ausland viel Beachtung und Unterstützung. So tweeten, posten und schreiben Menschen von Thailand bis Zimbabwe über den Schweizer Frauenstreik.

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(leo)

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