DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bezahlte Ferientage

Diese Karte beweist: Wir Schweizer sind Ferienmuffel

04.02.2015, 19:5505.02.2015, 09:27

Wie verwöhnt sind doch die Schweizer: Schon fast beiläufig nehmen wir Listen, Rankings und Statistiken zur Kenntnis, bei denen unser Land mit Spitzenplätzen glänzt. Hohe Lebensqualität, niedrige Arbeitslosigkeit – wir kennen nichts anderes, scheint es fast. 

Bezahlte Ferientage in Europa

In der Schweiz gibt es gleich viel bezahlte Ferientage wie in Rumänien oder Belgien. 
In der Schweiz gibt es gleich viel bezahlte Ferientage wie in Rumänien oder Belgien. Karte: watson/doingbusiness.org

Doch wenn es um bezahlte Ferien geht, fällt unser Land in tiefstes Mittelmass zurück. Nur gerade 20 Tage sind es pro Jahr, als Minimum vom Gesetz vorgeschrieben. Damit sind wir nicht allein: Neben der Schweiz kennen 14 andere Länder ebenfalls 20 Tage als Mindestanspruch. Aber im Vergleich mit unseren Nachbarstaaten fallen wir deutlich zurück: Die Deutschen haben 24 Tage, die Österreicher 25, die Italiener 26 und die Franzosen – zusammen mit den Finnen weltweit Spitzenreiter – sogar 30. 

Weniger Ferien als wir haben in Europa nur gerade die Weissrussen, die Ukrainer und die Bosnier. Sie müssen sich mit jeweils 18 Tagen zufrieden geben. 

Wir sind selber schuld

Natürlich sind die Schweizer nicht ganz unschuldig an diesem betrüblichen Zustand: 2012 schickte das Stimmvolk die Ferieninitiative gnadenlos bachab, die sechs Wochen Urlaub gesetzlich verankern wollte. Im Kanton Appenzell Innerrhoden sagten damals über 80 Prozent Nein. 

In Nordamerika oder Ostasien gibt es wenig bezahlte Ferientage. 
In Nordamerika oder Ostasien gibt es wenig bezahlte Ferientage. Karte: doingbusiness.org

Arme Amerikaner

Auch weltweit zeigen die Zahlen, die von der World Bank Group 2014 neu zusammengetragen wurden, grosse Unterschiede: Die erzkapitalistischen USA kennen gar keine gesetzlich vorgeschriebenen bezahlten Ferientage (auch wenn viele Unternehmen ihren Beschäftigten nach fünf bis zehn Berufsjahren drei Wochen Urlaub gewähren). Nicht viel besser ergeht es den Kanadiern, die gerade mal auf zehn Tage kommen, oder den Chinesen. 

Wahre Ferienchampions sind dagegen – neben den bereits erwähnten Franzosen und Finnen – ausgerechnet einige Krisenländer wie Libyen oder der Jemen. Aber auch die Malediven kommen auf 30 Tage – dabei, so könnte man denken, wohnen die Leute dort ja ohnehin schon in einem Urlaubsparadies. (dhr) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Scorsese-Tochter ist Film-Waffen-Spezialistin und hat klare Worte für den Fall Baldwin
Seit über dreissig Jahren sorgt Cathy Scorsese dafür, dass bei Filmdrehs keine Unfälle mit Waffen passieren. Dass Alec Baldwin eine Kamerafrau mit einer geladenen Waffe erschoss, passt für sie zu den Entwicklungen in Hollywood.

Regisseur und Produzent Martin Scorsese hat bis heute fünf Mal geheiratet und ist Vater von drei Töchtern. Und eine davon, Cathy, gehörte schon oft zu seinem Team. Cathy Scorsese ist verantwortlich für Filmrequisiten. Und hat eine Spezialausbildung in Schusswaffen-Sicherheit. Die Faszination für alles Blutige packte sie mit acht Jahren. Damals begleitete sie ihren Vater zu einer Vorstellung von «Mean Streets» und fragte ihn, wie es möglich sei, dass all das Blut im Film so schön gespritzt und geflossen sei und so realistisch ausgesehen habe.

Zur Story