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Terrororganisation IS will hinter Anschlag in Manchester stehen



Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Angriff auf das Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande für sich reklamiert. Einer seiner Kämpfer habe den Anschlag in Manchester verübt, erklärte der IS.

Ein «Soldat» des Islamischen Staates habe eine Bombe platzieren können, meldete die IS-Propagandaagentur Amak am Dienstag im Internet. Zudem wurde mit weiteren Anschlägen gedroht.

Die offiziellen Stellen in Grossbritannien hielten sich derweil bedeckt zu den Hintergründen der Tat. Grossbritanniens Premierministerin Theresa May sagte in London, die Polizei kenne wahrscheinlich die Identität des Täters, wolle aber noch keine Details nennen.

Zudem werde noch ermittelt, ob er alleine handelte oder als Teil eines Netzwerks. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte der Mann einen selbstgebastelten Sprengsatz gezündet. Er starb demnach bei der Explosion.

Am Mittag war ebenfalls bekannt geworden, dass ein 23-Jähriger im Zuge der Ermittlungen zum Anschlag festgenommen wurde. Wie die Polizei mitteilte, wurde der junge Mann in einem südlichen Viertel von Manchester in Gewahrsam genommen.

May hielt am Dienstagmorgen eine Krisensitzung ihres Sicherheitskabinetts ab. Danach sagte sie vor ihrem Dienstsitz: «Es gibt jetzt keinen Zweifel daran, dass die Bevölkerung Manchesters und dieses Landes Opfer eines eiskalten terroristischen Angriffs geworden ist.»

Feiger Angriff auf Kinder

Die Regierungschefin sprach von einem Angriff, der mit «kalter Berechnung» auf die jüngsten Menschen des Landes gezielt habe. Dieser sei besonders widerwärtig und feige, da er auf viele unschuldige, wehrlose Kinder und Jugendliche abgezielt habe.

May bekräftigte, «unsere Werte, unser Lebensstil werden immer gewinnen». Die Ideologie, die zu solcher Gewalt führe, müsse bekämpft werden. Sie sage den Tätern und Terroristen, dass sie nicht gewinnen werden, betonte die Regierungschefin weiter und warnte zugleich: «Wir haben immer noch eine hohe Bedrohungslage.» Angriffe seien weiter sehr wahrscheinlich.

Wahlkampf unterbrochen

May sagte, vor Grossbritannien lägen nun schwierige Tage. Das ganze Land halte zu den Menschen in Manchester und gedenke der Toten und Verletzten. Sie kündigte für den Nachmittag eine weitere Krisensitzung ihres Kabinetts mit Sicherheitsberatern an.

Beim Anschlag wurden 22 Menschen getötet und 59 verletzt. Viele der Verletzten sind May zufolge schwer verletzt und schweben teils noch in Lebensgefahr, darunter Kinder und Jugendliche. Alle Behörden erhielten Unterstützung, um Licht ins Dunkel bringen zu können.

Zu allfälligen Schweizer Opfern liegen bislang keine Hinweise vor, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage mit. Die Schweizer Vertretung vor Ort stehe in Kontakt mit den britischen Behörden.

Anfang Juni wird in Grossbritannien ein neues Parlament gewählt. Der Wahlkampf ist inzwischen unterbrochen worden. Das Attentat ist der schwerste Terroranschlag in Grossbritannien seit den Anschlägen in London im Jahr 2005. (sda/dpa/afp/reu)

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