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Stadler Rail will an die Börse – und das schon bald



Der Thurgauer Zugbauer Stadler Rail wagt den Gang aufs Börsenparkett. Der Börsengang soll bereits in den nächsten Monaten über die Bühne gehen – vorbehaltlich des Marktumfeldes. Das Unternehmen von Alt-SVP-Nationalrat Peter Spuhler konkretisiert damit seine bereits angedeuteten Börsenpläne.

Peter Spuhler, bisheriger CEO der Stadler Rail Group, aufgenommen am Mittwoch, 20. September 2017, am Hauptsitz in Bussnang. Wie das Unternehmen mitteilt, uebergibt Peter Spuhler die Funktion des Group CEO per 1. Januar 2018 an Thomas Ahlburg und konzentriert sich auf das Amt des Verwaltungsratspraesidenten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler soll grösster Aktionär bleiben. Bild: KEYSTONE

Aktuell hält Firmenpatron und Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler 80 Prozent an der Firma. Im Rahmen des Börsengangs sollen nun ausschliesslich bestehende Aktien aus seinem direkten und indirekten Besitz angeboten werden, teilte Stadler Rail am Dienstag mit. Spuhler werde nach dem Börsengang weiterhin als grösster Aktionär und Verwaltungsratspräsident von Stadler engagiert bleiben.

Genauere Angaben zum angepeilten Wert beim Streubesitz der Aktien wurden in dem Communiqué keine gemacht. Zuvor war spekuliert worden, dass dieser ungefähr 35 Prozent betragen könnte. Spuhler selbst wolle einen Anteil von etwa 45 Prozent behalten, hatte die «Handelszeitung» berichtet.

Dabei hatte in den letzten Monaten die Gerüchteküche geradezu gebrodelt. Nebst der «Handelszeitung» hatte auch das Online-Magazin «Cash» berichtet, dass Stadler in intensiven Gesprächen mit möglichen Investoren stecke. Der Zeitpunkt des Börsengangs war damals mit April oder Mai angegeben worden.

«Logischer nächster Schritt»

Der geplante Börsengang an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange sei ein logischer nächster Schritt in der Geschichte von Stadler, hiess es in dem Communiqué nun. Er solle helfen, die langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens in den bestehenden Märkten zu stärken und die künftige Entwicklung der Firma zu unterstützen.

Im Zuge des Börsengangs ergibt auch Spuhlers Verzicht auf eine Rückkehr in die Politik Sinn. Diesen hatte der Alt-SVP-Nationalrat vor kurzem damit begründet, dass er weiterhin für die strategische Entwicklung des Unternehmens verantwortlich sei.

Stadler stellt unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahnen, Trams und Zahnradbahnen her. Eine starke Position hat das Unternehmen in Europa, wo es gemäss der Unternehmensberatung SCI Verkehr drittgrösster Hersteller von Schienenfahrzeugen ist. Derzeit arbeiten 8'500 Mitarbeiter für Stadler.

Am Dienstag publizierte das Unternehmen ausserdem seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2018. Stadler erwirtschaftete einen konsolidierten Netto-Umsatz von 2,0 Milliarden Franken, nach 2,4 Milliarden im Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen sowie Abschreibungen (EBITDA) lag bei 208 Millionen Franken nach 245 Millionen im Vorjahr.

2018 setzte sich damit die Erholung beim Umsatz vorerst nicht weiter fort. 2017 war als das Jahr in die neuere Firmengeschichte eingegangen, in dem Stadler Rail die schwierige Situation nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken gemeistert hatte.

Die Firma war 2015 von der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) hart getroffen worden. Damals sackte der Umsatz auf 1,8 Milliarden Franken ab, nach 1,9 Milliarden Franken im 2014 und 2,5 Milliarden Franken im 2013.

4 Milliarden Umsatz bis 2020

Bis 2020 rechnet der Schienenfahrzeug-Hersteller weiterhin mit Erlösen von mehr als 4 Milliarden Franken. Bis dann möchte das Unternehmen seine Produkte kontinuierlich weiterentwickeln, seine Präsenz im europäischen Markt konsolidieren, das Wachstum im Service-Geschäft beschleunigen sowie eigene Lösungen in der Signaltechnik entwickeln, hiess es.

Im Zuge des Börsengangs ergibt auch Spuhlers Verzicht auf eine Rückkehr in die Politik Sinn. Diesen hatte der Alt-SVP-Nationalrat damit begründet, dass er weiterhin für die strategische Entwicklung des Unternehmens verantwortlich sei.

Wie Stadler am Dienstag ausserdem bekannt gab, ist Barbara Egger-Jenzer, die frühere Regierungsrätin des Kantons Bern, in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt worden.

Nebst Egger-Jenzer gehören dem Gremium unter anderem der ehemalige deutsche Bundeswirtschaftsminister Werner Müller, der ehemalige ABB-CEO Fred Kindle oder Christoph Franz, der Verwaltungsratspräsident der Roche Holding an. (awp/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 19.03.2019 11:14
    Highlight Highlight Börsengang? Na dann gute Nacht, Stadler Rail...
  • Pinhead 19.03.2019 09:16
    Highlight Highlight Welche Bank wird den IPO begleiten? Wäre noch interessant zu wissen.
  • Caturix 19.03.2019 07:32
    Highlight Highlight Da freuen sich dann die Chinesen die in Zukunft den Laden übernehmen/plündern werden.
    • Glenn Quagmire 19.03.2019 08:32
      Highlight Highlight So lange PS das sagen hat, wird dies nicht geschehen!

      btw: Spuhler wird somit wohl in der Rangliste der Reichsten einige Plätze gut machen, oder?
    • rodman 19.03.2019 08:54
      Highlight Highlight 1. Sind ausländische "Investoren" schlimmer als CH-Investoren?
      2. Warum sind die Chinesen so schlimm?
      3. Wo haben China in CH/Europa bislang die Läden geplündert?
      4. Spuhler wird gemäss Artikel der grösste Aktionär verbleiben.
    • Stormrider 19.03.2019 09:51
      Highlight Highlight @rodman: Das Problem mit den Chinesen ist, dass nicht eine Privatfirma Anteile kauft, sondern der Staat. Umgekehrt ist dies nicht möglich. Ausländer können in China keine Firmen kaufen. Die Plünderung findet nicht in finanziellem Sinne statt sondern bezieht sich auf die IP welche so eingekauft und nach China transferiert wird. Natürlich kann es billiger sein diese via hacking zu stehlen, aber das ist nicht immer möglich.
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