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Einheitliche Ladegeräte für Handys: Die Schlinge um Apples Hals zieht sich zu



Das EU-Parlament hat die Einführung einheitlicher Ladegerätes für Handys, Tablets und andere kleine und mittlere Elektrogeräte gefordert. Die EU-Kommission solle dafür bis Juli dieses Jahres «regulatorische Massnahmen» ergreifen, heisst es in einer Entschliessung, die am Donnerstag in Brüssel mit breiter Mehrheit angenommen wurde.

Die Debatte über einheitliche Ladegeräte wird auf EU-Ebene seit vielen Jahren geführt. 2009 einigte sich die EU-Kommission mit den Herstellern in einer Absichtserklärung auf einheitliche Standards.

Heute haben die meisten Smartphones und Tablets entweder einen Micro-USB- oder einen USB-C-Anschluss. Mit Apple setzt jedoch eines der führenden Unternehmen auf eine Sonderlösung und verkauft für das iPhone und weitere Mobilgeräte seine eigenen Ladegeräte, die auf einem proprietären Standard, bzw. Schnittstelle («Lightning»), basieren.

Laut Gerüchteküche soll auch die für Herbst 2020 erwartete nächste iPhone-Generation eine Lightning-Buchse zum Aufladen per Kabel und für den Datentransfer aufweisen.

50 Millionen Tonnen Elektroabfall, pro Jahr

Die Europa-Abgeordneten erklärten, dass freiwilligen Vereinbarungen mit der Branche zwar geholfen hätten, «aber keine zufriedenstellenden Ergebnisse in Bezug auf die Einführung eines einheitlichen Ladegeräts» brachten. Zudem lief die Vereinbarung der EU-Kommission mit den Herstellern 2014 aus. Ein Nachfolgeabkommen gibt es bislang nicht.

Dem EU-Parlament geht es neben dem Konsumentenschutz auch um die Umwelt. Jährlich würden weltweit über 50 Millionen Tonnen Elektroabfall anfallen, unterstrichen die Abgeordneten. Dieser «unnötig grosse ökologische Fussabdruck» könne auch dadurch verringert werden, dass «die Verbraucher nicht länger verpflichtet sind, mit jedem neuen Gerät ein neues Ladegerät zu kaufen».

(dsc/sda/afp)

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