Coronavirus
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Eine Coiffeuse bei der Arbeit am Samstag, 14. Maerz 2020 in Bellinzona. Der Bundesrat verordnete am Freitag, 13. Maerz 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie weitereichende Einschraenkungen des oeffentlichen Lebens und der Kanton Tessin wird ab Montag neue kantonale Richtlinien erlassen, welche oeffentliche Einrichtungen, die nicht unbedingt notwendig sind, verbieten will. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Coiffeure gehören zu den ersten Corona-Opfern: Sie mussten ihre Läden schliessen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Das sind die grössten Verlierer des Corona-Lockdowns

Die Schweiz steht seit drei Wochen praktisch still. Immer deutlicher zeigen sich die negativen Folgen. Zahlreiche Menschen und Unternehmen werden die Krise nicht schadlos überstehen.



Alain Berset hatte wenig Erbauliches zu vermelden. «Im Moment scheint es illusorisch, dass wir auf den 20. April hin viel ändern können», sagte der «Oberkommandierende» im Kampf gegen das Coronavirus der «SonntagsZeitung». Damit erteilte er Forderungen aus SVP und Wirtschaft eine Absage, nach Ablauf der vom Bundesrat gesetzten Frist zur Normalität überzugehen.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Seit drei Wochen befindet sich die Schweiz nun in der «ausserordentlichen Lage», in der das öffentliche Leben und weite Teile der Wirtschaft weitgehend stillstehen. Während viele von uns im Homeoffice arbeiten und Post oder Detailhandel eher zu viel als zu wenig Arbeit haben, zeichnet sich immer mehr ab, dass der Lockdown auch zahlreiche Verlierer hervorbringen wird.

Schulen

Der Fuenftklaessler Oscar arbeitet fuer die Schule, waehrend seine Mutter Nicole, Journalistin, Homeoffice macht, am Mittwoch, 18. Maerz 2020 am Esstisch ihrer Wohnung in Bern. Oscar ist via das iPad der Schule ueber einen Chat mit den Lehrern und den Mitschuelern verbunden. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Ehrgeizige Eltern sorgen dafür, dass ihre Kinder auch zu Hause lernen. Andere nicht. Bild: KEYSTONE

Sämtliche Schulen in der Schweiz sind geschlossen, gelernt wird zu Hause. Dabei könnten Kinder aus bildungsfernem Milieu – häufig mit Migrationshintergrund – unter die Räder kommen. «Sorgen bereiten uns Kinder, die in schwierigen Familienverhältnissen leben», sagte die Zürcher Regierungsrätin Silvia Steiner, oberste Erziehungsdirektorin des Landes, dem «Tages-Anzeiger».

Eine der «NZZ am Sonntag» vorliegende Studie besagt, dass fast jeder fünfte Schüler neun oder weniger Stunden pro Woche für die Schule arbeitet. «Die Schere zwischen leistungsstarken und schwachen Schülern wird sich weiter öffnen», fürchtet Andrea Lanfranchi, Professor an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik. Eine andauernde Schliessung wird diesen Effekt verstärken.

Lernende

Ein Lehrling bei der Arbeit an der Maschine im Unterricht an der Abteilung Lehrwerkstaette fuer Moebelschreiner an der baugewerblichen Berufsschule Zuerich, aufgenommen am 4. Maerz 2003. (KEYSTONE/Gaetan Bally) : FILM]

Lehrabschlüsse und Lehrstellensuche könnten dieses Jahr zum Problem werden. Bild: KEYSTONE

Rund 70'000 Lernende müssten bis im Sommer ihre Abschlussprüfung machen. Bund, Kantone und Wirtschaft einigten sich im März darauf, dass sie stattfinden sollen. Das grösste Problem dürfte der praktische Teil werden, weil viele Lehrbetriebe schliessen mussten. Ein allgemein gültiges Konzept ist nicht in Sicht. Silvia Steiner fürchtet «einen Flickenteppich von Lösungen».

Ähnlich problematisch dürfte die Lehrstellensuche werden. Wegen des Lockdowns sind viele Schnupperlehren gestrichen worden. Teilweise werden die Schulabgänger mit Durchhalteparolen vertröstet. Als mögliche Lösung wird erwogen, die Vergabe der Lehrstellen auf den Herbst zu verschieben. Unter der Ungewissheit leiden auch in diesem Fall schwächere Schüler.

Arbeitnehmer

ARCHIVBILD ZUM RUECKGANG DER ARBEITSLOSIGKEIT IN DER SCHWEIZ, AM FREITAG, 7. APRIL 2017 - [Gestellte Szene] Eine Mitarbeiterin des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums RAV, rechts, beraet am Schalter eine Frau, links, aufgenommen am 11. November 2014 in RAV Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Die Corona-Krise sorgt für Hochbetrieb auf den Arbeitsämtern. Bild: KEYSTONE

Die Corona-Krise führt zu einer Explosion der Kurzarbeitsgesuche: Bis Freitagabend wurde für 1,3 Millionen Angestellte Kurzarbeit angemeldet. Das entspricht einem Viertel der Beschäftigten in der Schweiz. Sie erhalten in einem solchen Fall noch 80 Prozent ihres Lohnes. Teilweise gleicht der Arbeitgeber die Differenz aus. Viele Arbeitsämter sind mit der Flut der Gesuche überfordert.

Die Kurzarbeit soll eigentlich Entlassungen verhindern, doch auch die Zahl der Arbeitslosen steigt stark an. Seit Mitte März mussten sich 26'000 Personen arbeitslos melden. Von amerikanischen Verhältnissen ist die Schweiz weit entfernt. Aber auch in diesem Fall gilt: Je länger die Wirtschaft stillsteht, umso mehr wird sich das Problem verschärfen, trotz Kurzarbeit.

Selbständige

Eine Kategorie fällt bislang durch alle Maschen: Selbständig Erwerbende, die nicht vom bundesrätlichen «Arbeitsverbot» betroffen sind, mangels Kundschaft aber auch nichts mehr verdienen. Dazu gehören Taxifahrer, Physiotherapeuten oder freischaffende Fotografen. Bundesrat Guy Parmelin will diese Woche eine Lösung für sie präsentieren. Sonst droht das Sozialamt.

Gewerbler

Gartentische, Stuehle und Baenke vor geschlossenen Restaurants am Kleinbasler Rheinufer in Basel am Mittwoch, 25. Maerz 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Viele Betriebe müssen trotz Schliessung Miete bezahlen. Bild: KEYSTONE

Beizer, Coiffeusen, Lädelibesitzer: Sie alle mussten am 16. März schlagartig zumachen. Für ihre Angestellten gibt es Kurzarbeit. Sie selber profitieren auch davon, wenn auch in bescheidenem Ausmass. Ein echtes Problem für sie sind Vermieter, die trotz leerer Kassen auf der Bezahlung des vollen Mietzinses beharren. Es sind Zustände, die an das England von Charles Dickens erinnern.

Linderung verschafft der vom Bund verbürgte Notkredit zu null Prozent Zins. Doch viele können schon in guten Zeiten kaum Reserven bilden. Sie wissen nicht, wie sie den Kredit je zurückzahlen sollen. Es droht eine Pleitewelle. Der ETH-Ökonom Jan-Egbert Sturm fordert deshalb im CH-Media-Interview vom Bund die Zahlung von Beiträgen à fonds perdu. Also faktisch Subventionen.

KMU

Die Schweizer Wirtschaft dürfte wegen des Coronavirus im ersten Halbjahr 2020 in eine Rezession schlittern. Davon gehen die Ökonomen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) aus. (Archiv)

Der weltweite Handel ist eingebrochen. Das spüren die Schweizer Wirtschaft und besonders die KMU. Bild: dpa

Die Corona-Krise betrifft nicht nur den Dienstleistungssektor. Ein Beispiel sind die Industrie-KMU, die vom «Frankenschock» 2015 hart getroffen wurden und teilweise von der Substanz leben mussten. In letzter Zeit gab es eine gewisse Entspannung. Nun aber trifft sie der Corona-Hammer mit voller Wucht, mit beschädigten Lieferketten und einer absehbaren weltweiten Rezession.

Der Dachverband Swissmechanic warnt vor Liquiditätsengpässen und beklagte die schlechte Zahlungsmoral insbesondere von Grosskunden. Viele KMU haben bereits Leute auf die Strasse gestellt. Probleme haben auch Start-ups, die mangels nennenswerten Umsatzes die Anforderung für Bundeskredite nicht erfüllen. Für sie werden Lösungen gesucht.

Events

Ein Hauch von Afrika weht durch die Gassen der Winterthurer Innenstadt anlaesslich des traditionellen Afropfingsten am Samstag, 18. Mai 2013, in Winterthur. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Zu den «Opfern» von Corona gehört das Afro-Pfingsten-Festival in Winterthur. Es wurde abgesagt. Bild: KEYSTONE

Besonders hart trifft die Krise die Bereiche Kultur, Sport und Entertainment. Alle Live-Events mit Zuschauern sind verboten, was nicht nur die Veranstalter, sondern unzählige Beschäftigte an den Rand des Ruins bringt. Und die Aussichten sind nicht positiv. Die unerfreulichsten Szenarien gehen davon aus, dass es dieses Jahr gar keine Events mit Publikum mehr geben wird.

Die hoch subventionierten Einrichtungen (Museen, Opernhäuser, Theater) werden es überstehen. Der Bund hat Hilfsgelder für Kultur und Sport in Aussicht gestellt, aber viele Häuser, Vereine oder Festivals könnten von der Bildfläche verschwinden. Freischaffende Künstler sind in ihrer Existenz bedroht, und manche ambitionierte Sportlerin könnte ihren Traum von Olympia begraben.

Die Liste liesse sich verlängern. Zu erwähnen sind etwa die Kitas oder die ohnehin schlecht bezahlten Reinigungskräfte, denen es nun dreckig geht. Letztlich hängt alles von den Fallzahlen ab. «Das Virus gibt das Tempo vor», sagt Gesundheitsminister Berset. Vor dem Coronavirus sind wir alle gleich, weshalb es kaum eine Branche gibt, die nicht in irgendeiner Form betroffen ist.

Eines aber zeichnet sich ab: Die wirtschaftlichen Folgen werden nicht die Grossverdiener oder die Hochqualifizierten besonders hart treffen, sondern die sozial Schwachen. Das Online-Magazin «The Wire» bezeichnet Corona als «Ungleichheits-Virus». Für die USA trifft dies besonders zu, aber auch wir werden nicht verschont werden, wenn es nicht bald zu einer Entspannung kommt.

Der deutsche Sozialwissenschaftler Stefan Sell spricht von einer «Hierarchie der Not». Diese sieht gemäss der «Zeit» etwa so aus: «Am oberen Ende richten sich die Denkarbeiter im Homeoffice ein und hadern mit der Qualität der Videokonferenzen. Und am unteren Ende wissen viele nicht, wie sie ihre Miete bezahlen sollen.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Meier (1) 08.04.2020 13:03
    Highlight Highlight Ein wichtiger Aspekt wurde hier nie angesprochen: einige der Firmen sind bereits jetzt marode, bekommen einen Kredit, machen damit einfach 1-2 Jahre später Konkurs. Wäre ja nicht so schlimm, den Kreditausfall zahlt die Allgemeinheit, wie viele der Hilfen im Moment wegen Covid19. Aber sie reissen durch ihre Dumpingmargen/Berechnungen auch noch gesunde Betriebe mit in den Abgrund, welche diese Firmen nun noch einmal 2 Jahre länger an der Backe haben.
    Also doppelt verloren, Kredit und u.U. noch "gesunde" Betriebe.
  • DerSeher 07.04.2020 08:51
    Highlight Highlight "aus bildungsfernem Milieu – häufig mit Migrationshintergrund – unter die Räder kommen."

    Die selben Personen kann man auch auf der Raststätte Würenlos betrachten. 300 Personen (letzten Samstag, accr. Aargauer Polizei) mit ihren geleasten Karren die sich einen Dreck um Corona bzw. die entsprechenden Regeln kümmern. Von dem her hält sich mein Mitleid da stark in Grenzen...
    • Woichbinistvorne 08.04.2020 13:35
      Highlight Highlight @DerSeher: Genau wegen solchen unbedachten Sprüchen muss sich jeder Schweizer für den weit verbreiteten Rassismus schämen.

      Kann man Bildungsstand oder Nationalität am Fahrzeug erkennen? Ist Frau Sommaruga dumm, weil sie sich ihren Mini Cooper 2018 vom Bund hat bezahlen lassen und sich üblicherweise mit dem Tesla von D. Leuthard chauffieren lässt? Hat Ueli Maurer, wegen seinem dem vom Bund bezahlten Viano, Migrationshintergrund?.
      Ist Viola Amherd die einzige intelligente Schweizerin im Bundesrat, weil sie einen Prius fährt und den bewusst selbst bezahlt hat?
  • Schneider Alex 07.04.2020 05:46
    Highlight Highlight Coronavirus zeigt: Wahlbedarf ist riesig!

    Die Mobilitäts-, Konsum- und Aktivitätseinschränkungen zeigen deutlich, welch grosser Anteil der Wahlbedarf in unserer westlichen Gesellschaft unterdessen eingenommen hat. Unsere Gesellschaft funktioniert grundsätzlich auch ohne grosse Wahlbedarfsdeckung weiter. Probleme gibt es natürlich hauptsächlich für jene, die in Wahlbedarfsbereichen tätig sind.
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 07.04.2020 01:19
    Highlight Highlight Und hier sind die, nebst vielen anderen, grössten Gewinner.
    Benutzer Bild
  • Noblesse 06.04.2020 22:06
    Highlight Highlight Hr. B: bei med. Masseuren, Physios, Taxi usw. müssen Sie nicht die Leute als Verlierer betiteln. Fordern Sie doch bitte den Staat auf, diesen auch 4000.-- zu überweisen. Danke!
  • Heijho 06.04.2020 21:25
    Highlight Highlight Corona-na-na-na-na-na-na-na-na it's really bad man!!!
    • Millbo 08.04.2020 09:45
      Highlight Highlight Walulis :)
  • Yogabaer 06.04.2020 21:06
    Highlight Highlight Na ja, ich würde Mal sagen die Toten haben wohl am ersten Verloren. Danach könnt ihr ja die Schulen nennen..
  • beaudulac 06.04.2020 20:41
    Highlight Highlight ich sage dazu nur, dass sich zu viele (mittelgrosse) betriebe am topf bedienen. ich arbeite in einem betrieb, in dem ich 80% arbeite und 20% „kurzarbeit“ schreiben soll. quasi in der direkten supply chain (gleisbaubetrieb) aller schweizer eisenbahnen. alle sollen verkürzt arbeiten, weil gewisse aufträge der sbb (noch lange nicht alle aufträge und in der sog. meterspur läuft alles, wie geplant) aufgeschoben (nicht storniert) wurden. die firmenleitung macht auch schon darauf aufmerksam, dass ferien in der zweiten jahreshälfte evtl doch geschoben werden. wo ist da die solidarität der arbeitgeber?
  • Woichbinistvorne 06.04.2020 20:39
    Highlight Highlight Am härtesten hat es bisher die Blumenhändler getroffen. Zuerst mussten sie schliessen aber Migros, Coop, usw. konnten noch über eine Woche Blumen anbieten. Dann die ungewisse Zeit mit laufenden Rechnungen, danach der Schwindel mit den Krediten resp. dem variablen Zinssatz. Kürzlich wurde die Selbstbedienung und Zahlung per Kässeli untersagt und Ende letzter Woche mussten sogar noch Blumenfelder schliessen. Meine Mama (86) liebt Blumen und bekam bisher jede Woche frische Schnittblumen oder Topfpflanzen von mir. Ab jetzt wird Stayhome trist für sie und schuld ist der Bundesrat.
    • Locutus70 07.04.2020 02:49
      Highlight Highlight @Woichbinistvorne - Es gibt mittlerweile einige Blumenläden, die Pflanzen und Blumen ausliefern.
    • Woichbinistvorne 07.04.2020 06:19
      Highlight Highlight Auf Lieferservice umzuspringen ist aufwändiger als man denkt und viele Kunden möchten florale Produkte vor dem Kauf gerne sehen. Natürlich kann man mit einer guten Kamera, Bildern und Homepage etwas erreichen, was aber recht schwierig ist. Letztlich geht es nicht um einen Anpassungs-Wettbewerb, sondern um die Vermeidung von Infektion und diese Gefahr ist in einem Blumengeschäft per se eher geringer als im Supermarkt. Bei den ganzen Verboten geht es scheinbar eher um Willkür. Diese Leute kämpfen um ihre berufliche Existenz, was Stück für Stück verboten wird.
    • Frausowieso 08.04.2020 10:37
      Highlight Highlight Es tut mir leid, aber wenn jemand in so einer Situation fehlende Blumen als Hauptproblem sieht, dann kann ich das nicht ernst nehmen. Blumen sind etwas schönes, ohne Frage, aber sie sind ein unwichtiges Luxusprodukt. Niemand braucht Blumen. Die Floristen tun mir sehr leid, aber die Kunden sollen aufhören zu jammern. Schuld ist auch nicht der Bundesrat, sondern das Virus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • plaga versus 06.04.2020 20:24
    Highlight Highlight Die Gesellschaft wird eine andere sein... Sagen viele. Ich glaube erst daran, wenn wir in zwei Jahren zurückblicken und genau das hoffentlich in positiver Weise feststellen können.
    Eher trifft ein, dass alle sofort wieder drauflos malochen werden und die Pandemie ganz schnell vergessen werden.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.04.2020 21:12
      Highlight Highlight Ich ging gerade die "seven thinking steps" durch. Fazit: They are dreamers. They dream du, nei..., diese vielen Sagenden.
    • Sarkasmus x pi und die Wurzel daraus 06.04.2020 21:57
      Highlight Highlight Bsp. Grosskonzerne, ganz vorne Banken; Die in ca. 12 bis 18 Monaten wieder exorbitante Bonis und Dividenden auszahlen werden?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 07.04.2020 02:41
      Highlight Highlight Nicht ganz neu, aber solche hochintelligenten Vorträge bleiben von der Masse nach wie vor unbeachtet und daher wird sich nie etwas ändern. Die Ironie ist, dass alle wie ein Zahnrädchen weiterfunktionieren werden, weil sie ihren Status Quo bewahren wollen und schlicht nicht zu Veränderungen bereit sind. Genau dies sickert auch ganz klar deutlich aus vielen Kommentaren hier hervor, die eindringlichst fordern, die Massnahmen aufzuheben.
      Play Icon
  • superzonk 06.04.2020 20:05
    Highlight Highlight Es wäre sehr gut, wenn der Bundesrat subito etwas betreffend der Mietzinse machen würde. Und zwar nicht nur betreffend institutioneller oder grosser Vermieter, sondern generell. Glücklich ist, wer einsichtige Vermieter hat. Meine Frau (Kleinverdienerin) hat das Pech, chinesische Vermieter zu haben. Antwort: Wir müssen auch unsere Rechnungen und die Hypothek bezahlen. 50% generell oder sie sollen die anteilsmässigen monatlichen Fixkosten ausweisen. Das ist die Miete für die Lockdown-Monate. Kredite aufnehmen um die Miete zu zahlen ist der hinausgeschobene Tod.
    • p4trick 06.04.2020 22:07
      Highlight Highlight Was wäre denn die Lösung des Problems aus deiner Sicht? Dass alle Vermieter freiwillig auf 3 Monats Miete verzichten, weil sowieso alle restlos in Geld schwimmen?
    • superzonk 07.04.2020 08:42
      Highlight Highlight @p4trick. Ich habe nichts von freiwillig auf 3 Monate verzichten geschrieben. Ich schrieb, dass ein Ansatz wäre, 50% zu zahlen während des Lockdowns (das sind wohl zwei maximal drei Monate). Das wäre gemeinsame Solidarität. Schliesslich ist ein Mietvertrag eine Partnerschaft auf Zeit. Im Mietzins ist seit dem ersten Tag an ebenfalls eine Risikokomponente enthalten. Zudem kalkuliert niemand so knapp, dass er mit der Miete nur die Hypothek begleichen kann. Falls das kein Weg ist, die effektiven Kosten ausweisen. Ich will nichts gratis.
    • Frausowieso 08.04.2020 10:42
      Highlight Highlight Und wer zahlt den Vermietern den Ausfall? Sie können ja genau so wenig dafür. Ich finde die Denkweise irgendwie stossend. Ich verstehe den Ansatz, dass man eine Lösung sucht und finde es super, wenn Vermieter freiwillig die Miete reduzieren. Das können jedoch nicht alle tun. Ein Vermieter betreibt ja schlussendlich ein Geschäft, in dem er Raum zur Verfügung stellt. Er ist genau so von den Erträgen abhängig, wie jeder andere Geschäftstreibende auch.
  • Megabyte 06.04.2020 19:49
    Highlight Highlight lernende!!!! SAY IT LOUDER FOR THE PEOPLE AT THE BACK!!! mier chömed nöd klar mitem dehei lerne lollll help usssss
    • Heijho 06.04.2020 21:30
      Highlight Highlight Wirsch äs überlebe. De best lehrstoff isch schlussendli d Praxis 😌
    • Admir Stöckli 06.04.2020 22:10
      Highlight Highlight Saufen geht offenbar noch...
    • Megabyte 06.04.2020 22:28
      Highlight Highlight wieso denn diese blitze?? sind dadd lernende, oder einfach leute die weiterhin sagen "ach, ihr packt das schon". Gewisse, inklusive mir, haben nicht mal onlineschule!! wie sollen denn bitteschön QV "normal" weiter durchgeführt werden, wenn NICHTS normal ist! LG, eine Lernende im Detailhandel (wohlbemerkt, keine praktische erfahrung mehr seit lockdown)
    Weitere Antworten anzeigen
  • teXI 06.04.2020 19:24
    Highlight Highlight Es trifft leider immer die die es am nötigsten haben... Aber bestimmt werden alle "gerettet". Wie man das bei den Flugzeugen und den Bänklis so gemacht hat...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.04.2020 21:16
      Highlight Highlight Der Unterschied ist Systemrelevanz. Es ist auch reichlich naiv zu glauben, man täte etwas Gutes, wenn man dieses System bewirtschaftet. Es heisst nicht umsonst Human Resources. Lösung: Die Ressourcen wären zu verknappen. Wollen aber scheinbar viele nicht. Bummer!
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 06.04.2020 19:18
    Highlight Highlight Also praktisch alle, ausser Bundesräte und Gewerkschaftler. :-(
  • Inspektor 06.04.2020 18:40
    Highlight Highlight Wenn's bumst dann rumsts...
  • Antichrist 06.04.2020 18:39
    Highlight Highlight Es gibt nur einen Verlierer und das ist der Steuerzahler. Der finanziert nämlich, dass all die oben genannten ihr Geld sofort verbraten, statt Reserven zu bilden.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.04.2020 21:19
      Highlight Highlight Es setzt noch etwas weiter vorn an: Die Verlierer sind die Minderjährigen. Die dürfen den Mist später alle ausbaden. So geht das seit Generationen. Aber ooooh, jöööö, herzig, Bebés... De Fusht ims Fräsi chumt shpöter ims Läbe. Und ausbaden müssen's nicht die Parents. Ausser sie sind Ü65 und damit Risikogruppe. 😛
  • Lukeros 06.04.2020 18:36
    Highlight Highlight Und wer sind die Gewinner?

    In unserem Betrieb arbeiten wir, unter Berücksichtigung der neuen Regeln, normal weiter. Interessanterweise sind so wenig Mitarbeiter (total ca. 380) wie noch nie krank...
    • plaga versus 06.04.2020 20:19
      Highlight Highlight Was nun? Was ist interessant?
    • Sarkasmus x pi und die Wurzel daraus 06.04.2020 21:55
      Highlight Highlight Zwischen den Zeilen lesen wäre angebracht.... Dies nur ganz kurz nebenbei....
  • Klaus07 06.04.2020 18:29
    Highlight Highlight Und jetzt einen Artikel über die Gewinner der Coronakrise. Zum Beispiel Hedgefonds die auf sinkende Kurse spekuliert haben und Millionen- Milliardengewinne eingefahren haben.
  • lilie 06.04.2020 18:22
    Highlight Highlight Es wird hart werden für alle, aber besonders für die Kleinen und die sozial Schwachen.

    Deshalb nochmals mein Aufruf: Bitte seid euch nicht zu schade, wenn ihr in finanzielle Not geratet, mit eurem Vermieter zu sprechen (beruflich und/oder privat)!

    Die Miete ist ein grosser Happen, und wenn ihr für die Dauer der Krise eine Entlastung von 25 oder 50% der Miete aushandeln könnt, ist das ein wichtiger Puzzlestein in der Bewältigung!

    Redet mit euern Vermieter! Ich bin sicher, die meisten werden euch entgegenkommen und gerne ihren Beitrag leisten!
    • a-n-n-a 06.04.2020 19:04
      Highlight Highlight Und falls jemand eine Briefvorlage braucht, hier eine des MV Ostschweiz:

      https://www.mieterverband.ch/mv-os/news/2020/Corona_Kulanz.htmls
    • YBforever 06.04.2020 19:10
      Highlight Highlight Der Hammer folgt dann noch im Herbst, wenn die Krankenkassen gnadenlos das Messer der Prämienerhöhung in unseren Körper rammen! Und an der Kreditrückzahlung wird noch Jahre später das Volk leiden und viele werden verbluten. Dann wiederum kommt unser Sozialstaat zum Tragen und aus diesem Sumpf gibt es kein Entrinnen!
    • teXI 06.04.2020 19:29
      Highlight Highlight Oder mit anderen Worten... Einfach auf den nächsten abwälzen? Wenn das alle machen, fehlt auch denen das Geld... Egal wo man spart, gehts an den nächsten. Vielleicht fragt man sich mal warum hier Internationale Unternehmen wie Fifa, Google,usw. hausen... und warum! Dann würde man schnell erkennen wo der Bund was aushandeln könnte. Könnte und möchte ist aber meistens nicht das Gleiche
    Weitere Antworten anzeigen
  • farbarch1 06.04.2020 17:59
    Highlight Highlight Der Autor dieses Artikels scheint ein Herz für die Kleinen Unternehmen zu haben. Die grossen scheinen ihm nicht der Rede Wert: Swiss zum Beispiel.
    • Sarkasmus x pi und die Wurzel daraus 06.04.2020 22:13
      Highlight Highlight Aha, da kann ich nicht nicht darauf antworten!
      Die Swiss, sprich Lufthansa, hat im 2019 einen Betriebsgewinn von 578 Millionen in der Schweiz gemacht. (Quelle: newsmarket.com) Da erwarte ich, wie von jedem grossen Unternehmen das man Rückstellungen macht damit man nicht gleich nach gefühlten 3 Sekunden in einer Krise den Bund anpumpen muss! So ganz legere nach dem Motto Gewinn in den eigenen Sack, Schulden schaut ja easymässig der Bund! Das geht nicht!! Wo sind die Rückstellungen? Ah ja sorry, wir habens für exorbitante Löhne in der Chefetage und für die Aktionäre gebraucht.
    • farbarch1 07.04.2020 07:21
      Highlight Highlight @Sarkasmus Ist schon eine Grosse Zahl gemessen an einem Coiffeursalon. Nur sagt diese Zahl soviel wie nichts, wenn man sie nicht ins Verhältnis zum Umsatz setzt. Zumindest sollte man erwähnen, wie gross denn die täglichen Verluste sind während des kompletten Grounding und wie viel bezahlte Tickets erstattet werden müssen.
  • -thomi- 06.04.2020 17:59
    Highlight Highlight https://www.nzz.ch/video/nzz-standpunkte/die-schweiz-im-wuergegriff-von-corona-ld.1549929

    Bevor Ihr drauf los blitzt. Bin überhaupt nicht mit allem einverstanden. Aber nehmt Euch mal die Zeit und hört da mal rein, auch wenn er "nur" ein Ökonom ist. Denkanstösse gibt es allemal, und wir wollen ja gerade jetzt nicht in unserer Filterblase dahinsiechen ;-)
  • PC Principal 06.04.2020 17:47
    Highlight Highlight Weil wie jeder weiss Grosskonzerne böse sind dürfen sie in so einer Liste nicht genannt werden.
    • Silent_Revolution 06.04.2020 18:45
      Highlight Highlight Grosskonzerne erleiden je nach Sparte natürlich auch grosse Einbussen oder stehen gar komplett still gehören aber bestimmt nicht auf die Liste der grössten Verlierer, da sie dank ihrer Rücklagen nicht diejenigen sind, die pleite gehen werden und über erhöhte Marktanteile bei Wiedereröffnung verfügen. Je nach Bereich profitieren sie gar während der Krise.

      Gerade im Bereich der Nahrungsmittelindustrie machen im Moment die Grossen ein Riesengeschäft und die kleinen Lädeli, Produzenten gehen ein.

      So wie ein Wirtschaftssystem den Grossen ausserhalb von Krisen dient, dient es ihr während Krisen.
    • philosophund 06.04.2020 18:55
      Highlight Highlight Z.B. TX Gruppe (Tamedia usw), welche Dividenden auszahlt und gleichzeitig Kurzarbeit anmeldet...
  • N. Y. P. 06.04.2020 17:36
    Highlight Highlight Dabei könnten Kinder aus bildungsfernem Milieu – häufig mit Migrationshintergrund – unter die Räder kommen.

    Ja, wir alle wissen, was gemeint ist.
  • blueberry muffin 06.04.2020 17:32
    Highlight Highlight Ach Gottchen und denkt erst an die Tochtergesellschaften?!

    Was sollen die armen Töchtergesellschaften tun, nachdem ihre Unternehmen gestorben sind?!
  • fools garden 06.04.2020 17:31
    Highlight Highlight Es trifft praktisch immer die Schwächsten am stärksten, hingegen sind sie selten Jene die am lautesten jammern.
    Wie aktuell gerade Englands Fussballmillionarios, die scheinbar nicht fähig sind auf einen Teil "30%" ihres Einkommens zu verzichten.
    Shame on you guys.
    • Silent_Revolution 06.04.2020 17:59
      Highlight Highlight Ein soziales System muss unabhängig von Krisen entstehen, damit es in Krisen fair zu und her geht.

      Ihr könnt euch nicht von Lobbyisten regieren lassen und dann erwarten, dass die Massnahmen die Schwächsten schützen.

      Jetzt von Fussballprofis oder Superreichen zu erwarten, dass sie plötzlich von sich aus sozialistische Umverteilung anstreben oder auf ihre Vertragsrechte verzichten ist irgendwie lächerlich.
    • Vanessa_2107 06.04.2020 19:10
      Highlight Highlight Die Schwächsten wissen sich halt leider auch nicht zu wehren. Ja das ist traurig.
    • YBforever 06.04.2020 19:13
      Highlight Highlight Sehr guter Kommentar! Englands Fussballer sind so was von ekelhafte Mitmenschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • elco 06.04.2020 17:30
    Highlight Highlight Zu Beginn hiess es, es hängt von den Plätzen in den Intensivstationen ab, damit das Gesundheitswese nicht kollabiert. Nun da dies keine Problem darstellt, hängst es neuerdings von den Fallzahlen ab. Cleverer Schachzug. Fragt sich nur für wen und für was.
    • nur Ich 07.04.2020 10:49
      Highlight Highlight "Nun da dies kein Problem darstellt..." Der ist gut. Es ist eben momentan kein Problem, weil die Massnahmen wirken. Natürlich hängt es WEITERHIN von den Fallzahlen ab, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Je höher die Fallzahlen, desto mehr Kranke mit schwierigem Verlauf, die schlimmstenfalls in der Intensivstation behandelt werden müssen. Das ist doch nicht wirklich so wahnsinnig schwer zu verstehen...
  • Dean002 06.04.2020 17:28
    Highlight Highlight Krass. 1/4 auf Kurzarbeit und dementsprechend 20% weniger vom vorherigen Gehalt... das wird sicher Impact haben. Und bei uns (IT Bude) laufen wir über Budget / Vorjahr.... gebe meinem Coiffeur wenn er wieder auf hat einfach mal 50Fr Trinkgeld. Denke bei den Geschadeten darf man wirklich grosszügig sein in Zukunft!
  • WDuong 06.04.2020 17:26
    Highlight Highlight Also alle
  • Chris69 06.04.2020 17:22
    Highlight Highlight Also die ganze Welt ausser die Grosskonzerne? Ist jetzt doch gar etwas einfach diese Liste. Etwas mehr Differenzierung hätte ich gewünscht
    • tr3 06.04.2020 18:22
      Highlight Highlight Dein erster Satz fasst es eben schon gut zusammen. Was aber hier definitiv zu kurz kommt - worüber wir aber zwangsläufig noch nicht viel stichhaltiges sagen können - sind die psychologischen Langzeitfolgen aufgrund der Isolation. Die Gesellschaft wird eine Andere sein, soviel scheint mir klar.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 06.04.2020 21:44
      Highlight Highlight "Psychologische Langzeitfolgen" wegen ein paar Wochen leichter Einschränkungen? Naja, in einem Land, das vor Prinzen und Prinzessinen geradezu überläuft, dürfte das wirklich ein Problem werden.

      Es bleibt zu hoffen, dass bei denen wenigstens noch etwas hängen bleibt von wegen Rücksichtnahme und Abstand halten. Aber selbst das ist ein frommer Wunschtraum. Es wird genau so weitergehen wie zuvor. So wie es z.B. nach realen Katastrophen auch der Fall ist. Du unterschätzt das menschliche Gehirn in seiner Anpassungsfähigkeit gewaltig. Andernfalls hätte es die Menschheit nicht bis hierher überlebt.
    • tr3 07.04.2020 00:43
      Highlight Highlight Echt jetzt, werden wir uns anpassen? Was für eine Erkenntnis.

      Es geht übrigens nicht um die Schweiz. Und am Ende werden es auch nicht nur ein paar Wochen gewesen sein. Diese Geschichte wird sich im kollektiven Bewusstsein der Menschheit einbrennen und wird Folgen haben, welche wir noch in Jahrzehnten spüren werden.
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  • Nelson Muntz 06.04.2020 17:18
    Highlight Highlight Eine Liste mit denen die nich verlieren, wär massiv kürzer
  • blueberry muffin 06.04.2020 17:18
    Highlight Highlight Ich dachte juristische Personen waeren nicht echt - aber jetzt liest man hier sie sterben! Q.Q
  • blueberry muffin 06.04.2020 17:17
    Highlight Highlight Wie, auch Unternehmen? Ich meine, Tote und so, boring, aber UNTERNEHMEN?! Ohmigod
    • Name_nicht_relevant 07.04.2020 09:27
      Highlight Highlight Eigentlich kannst du es so sehen, es ist wie im Krieg. Solange es dich nicht trifft und du dein Hab und Gut verteidigen kannst, sind Menschen die Sterben und du nicht kennst egal. So ist der Mensch.

Auch die Schweiz hat einen Fall «George Floyd» – und er ist nicht minder dramatisch

Der Fall erinnert an die Tötung von George Floyd. 2018 starb der Nigerianer Mike Ben Peter bei einer Polizeikontrolle in Lausanne. Sechs Polizisten hatten sich während der brutalen Verhaftung auf den Mann gestürzt. Mit fatalen Folgen. Nun warten die Polizeibeamten auf ihren Prozess.

Eine Welle der Empörung brandete im März 2018 durch Lausanne. «Black lives matter» skandierten 500 meist dunkelhäutige Demonstrierende in den Gassen der Westschweizer Metropole. Nicht nur die Proteste weisen Parallelen zum Fall von George Floyd auf. Wie beim Gewaltexzess eines Polizisten in den USA starb auch in Lausanne ein dunkelhäutiger Mann bei einer brutalen Verhaftung.

In der Nähe des Lausanner Bahnhofs führen Polizeibeamte am Abend des 28. Februar 2018 eine Aktion gegen Drogenhandel …

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