Aargau
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GE-Kahlschlag: 684 Mitarbeiter verlieren im Aargau ihre Stelle



Der US-Konzern General Electric (GE) baut in der Schweiz etwas weniger Stellen ab als ursprünglich geplant. Die Pläne des Unternehmens sehen nach Abschluss des Konsultationsverfahrens nun einen möglichen Abbau von höchstens 1200 Stellen vor, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Zuvor sollten 1400 von insgesamt 4500 Jobs bei der Restrukturierung der Kraftwerkssparte dem Rotstift zum Opfer fallen.

Der Anfang Jahr lancierte Austrittsplan von GE hat aber offenbar bereits zu einer Reihe von Abgängen geführt. Durch die natürliche Fluktuation und Mitarbeiter, die neue Stellen gefunden hätten, betrage die tatsächliche Anzahl der verbleibenden betroffenen Stellen höchstens noch 684, wie das Unternehmen betont. Dabei spiele der interne Stellen- und Beratungsservice eine wichtige Rolle.

ARCHIVBILD ZUM REDUZIERTEN STELLENABBAU VON GENERAL ELECTRIC IN DER SCHWEIZ, AM MONTAG, 18. JUNI 2018 - Sitz der Alstom Schweiz (General Electric) in Birr AG, am Sonntag, 5. Juni 2016. Im Januar 2016 hatte der Industriekonzern Alstom angekuendigt, in der Schweiz aufgrund eines Sparprogramms bis zu 1'300 Stellen abzubauen. Dies stehe im Zusammenhang mit der Uebernahme der Alstom-Energiesparte durch den US-Konzern General Electric im November 2015. Am Montag 6. Juni 2016 will Alstom informieren, wie viele Stellen vom Sparprogramm betroffen sind. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Sitz der General Electric in Baden. Bild: KEYSTONE

Hoffen auf bessere Marktaussichten

Als «positiv» bewertet werde, dass wichtige Funktionen und Ressourcen in Baden AG und Birr AG erhalten blieben, hält der Aargauer Regierungsrat in einer Stellungnahme vom Montag fest. Damit blieben die Chancen gewahrt, dass bei einer Verbesserung der Marktaussichten im Aargau wieder Stellen geschaffen werden könnten.

GE wolle rund 40 Millionen Franken in den Standort Birr investieren. Auch wenn die Verlegung der Arbeitsplätze von Oberentfelden AG ins Birrfeld für die Gemeinde im Suhrental einen herben Verlust bedeute, sei die Stärkung und der Ausbau des Standorts Birr ein deutliches Zeichen, dass die im Aargau bestehenden Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze langfristig im Kanton erhalten blieben.

Industriestandort «empfindlich getroffen»

Man bedaure, dass es trotz allen Bemühungen zu dieser Massenentlassung im Geschäftsbereich Power von General Electric kommt. «Dieser massive Abbau von Stellen trifft den Industrie- und Forschungsplatz Aargau empfindlich», wird Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann (SP) in der Stellungnahme zitiert. Für die vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden und deren Familien sei dies «eine schwierige und belastende Situation».

Der Regierungsrat nahm nach eigenen Angaben zur Kenntnis, dass GE seine soziale Verantwortung als Arbeitgeberin wahrnehmen wolle. Die von einem Stellenverlust betroffenen 684 Mitarbeitenden würden durch die Dienstleistungen der Regionalen Arbeitsvermittlungszentren unterstützt.

Soziale Härtefälle vermeiden

Im Rahmen des Sozialplans seien unter anderem Brückenmodelle für ältere Arbeitnehmende und die Verlängerung der Kündigungsfrist bei erfolgloser Stellensuche vorgesehen.

Der Regierungsrat erwarte, dass GE alles daran setzt, soziale Härtefälle zu vermeiden und dass im Einzelfall grosszügige Lösungen getroffen würden. Oberstes Ziel müsse es sein, für möglichst viele betroffene Mitarbeitende neue Arbeitsplätze zu finden. (whr/sda)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dave123 18.06.2018 13:10
    Highlight Highlight Das Gebäude im Bild ist nicht in Birr, sondern in Baden
    8 0 Melden
    • Willi Helfenberger 18.06.2018 13:30
      Highlight Highlight Dank für den Hinweis. Habe die Bildlegende entsprechend angepasst.
      3 1 Melden
  • Chääschueche 18.06.2018 12:44
    Highlight Highlight Die restlichen gingen vermutlich schon von selbst...

    13 0 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.06.2018 14:13
      Highlight Highlight Wie sie richtig dem Artikel entnehmen konnten.
      "Durch die natürliche Fluktuation und Mitarbeiter, die neue Stellen gefunden hätten, betrage die tatsächliche Anzahl der verbleibenden betroffenen Stellen höchstens noch 684, wie das Unternehmen betont."
      Da sehen sie die vorzüge eines liberalen Arbeitsmarktes, Kündigungen werden leichter ausgesprochen, dafür findet man auch wieder schnell arbeit.
      6 14 Melden
    • Chääschueche 18.06.2018 22:03
      Highlight Highlight "Natürliche Fluktuation"
      Wers glaubt. Jeder der konmte hat die Kündigung noch in der selben Woche eingereicht. Aber du fällst natürlich auf dieses PR Zeugs rein. :)

      2 1 Melden

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