DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Wer kann Kylian Mbappé stoppen? Niemand, wenn er mal in Fahrt ist.
Wer kann Kylian Mbappé stoppen? Niemand, wenn er mal in Fahrt ist.
Bild: AP

In 9 Sekunden übers ganze Feld – so unfassbar schnell ist Kylian Mbappé

Kylian Mbappé ist der wohl schnellste Fussballer der Welt. Das musste gestern auch Ex-Weltmeister Deutschland auf beeindruckende Art und Weise erfahren. Ist der Franzose gar schneller als Usain Bolt?
17.10.2018, 14:0818.10.2018, 08:57

Es ist ja nicht so, als hätten die Deutschen es nicht gewusst. Vor dem Nations-League-Knüller gegen Frankreich wurde Julian Draxler gefragt, wie sein PSG-Kollege Kylian Mbappé zu stoppen sei. Die Antwort: «Wenn er den Platz zum Durchstarten hat, ist es nahezu unmöglich, ihn mit seinen gefühlt 300 PS wieder einzuholen. Kylians grösste Waffen sind die Geschwindigkeit und der Abschluss. Beide darf man ihn nicht nutzen lassen, indem man sehr kompakt verteidigt.»

Leichter gesagt als getan. Mbappé erwischte beim 2:1-Sieg der Franzosen zwar nicht seinen besten Tag. Aber immer, wenn er am Ball war, ging ein Raunen durchs Publikum. Die 78'000 Zuschauer im ausverkauften Stade de France wussten, dass jederzeit etwas Grosses passieren könnte. 

Zwei-, drei Mal liess Mappé sein Können dann auch aufblitzen. Wie Schulbuben liess der 19-jährige PSG-Stürmer seine Gegenspieler Mats Hummels, Niklas Süle oder Matthias Ginter aussehen, wenn er sie jeweils im Vollsprint überholte. Besonders augenfällig war das in der 8. Minute, als Mbappé in neun Sekunden von einem Strafraum zum anderen flitzte:

Mbappé spielt seine ganze Geschwindigkeit aus. 
Video: streamable

So schnell wie Bolt – oder schneller?

119 Meter lang ist das Feld im Stade de France: Mbappé kam in den neun Sekunden also gut und gerne 90 Meter weit – macht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h. Zum Vergleich: Usain Bolt kam bei seinem 100-Meter-Weltkrekord auf ein mittleres Tempo von 37,5 km/h.

Mbappés Spitzenwert soll gar bei 44,7 km/h liegen, gemessen beim 3:1-Sieg gegen Lille im Dezember 2017. Kein Wunder, forderten in den sozialen Medien nicht wenige ein Rennen zwischen den beiden Super-Sprintern. Wieso nicht in «Tschuttschuhen» auf dem Rasen? Bolt hat ja Ambitionen, Profifussballer zu werden …

Wer würde das Sprint-Duell von Sechzehner bis Sechzehner – in Fussballschuhen, mit Hochstart – gewinnen?

Trotz seiner Überlegenheit beim Speed hielten die Deutschen Mbappé gestern meist gut in Schach. Die beste Chance vergab das Supertalent, als es in der 52. Minute Süle abschüttelte, alleine vor dem Tor aber an Manuel Neuer scheiterte.

Mbappé trocknet Süle ab, kommt aber nicht an Neuer vorbei.
Video: streamable

Auf den ersten 30 Metern soll auch Timo Werner schneller sein als Usain Bolt. Das hört man zumindest immer wieder. Ganz anders als bei Mbappé stach dessen Antritt aber während des ganzen Spiels nie richtig ins Auge. Immer wieder wurde der Leipzig-Stürmer von den französischen Verteidigern im Sprint gestellt – wie übrigens auch Flügelflitzer Leroy Sané.

Woran lag's? Sind die französischen Verteidiger einfach viel schneller als die deutschen Abwehrrecken? Oder ist Mbappé vielleicht doch noch eine Spur schneller als Werner und Sané? Wir lassen Zahlen sprechen: Werners Topspeed in der letzten Bundesliga-Saison betrug «nur» 35,03 km/h. Das reicht nie und nimmer, um an Mbappé vorbeizuziehen.

Die jährlich höchsten Transfersummen seit 1980

1 / 42
Die jährlich höchsten Transfersummen im Fussball seit 1980
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das ist der moderne Fussball

Alle Storys anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Abschiedstränen, Kunstschüsse und Schmankerl – 9 Aufreger des Fussball-Weekends

Trotz Länderspielpause gab es an diesem Fussball-Wochenende einiges zu sehen – aus den Nationalmannschaften oder Klubs in den tieferen Regionen. Das waren die Aufreger des Wochenendes

Für Fussballzwerge wie Andorra gibt es kaum jemals etwas zu holen, wenn Mannschaften wie Vize-Europameister England zu Besuch kommen. So auch dieses Mal. Mit einem verhältnismässig gnädigen 5:0 setzen sich die «Three Lions» am Samstag in den Pyrenäen durch.

Den Spielern Andorras ist dies natürlich auch bewusst, doch immerhin nehmen sie einzigartige Erfahrungen mit. Und dass sie ab hohen Niederlagen den Humor nicht verlieren, beweist Ildefons Lima Sola. Der 41-Jährige postet nach dem Spiel ein …

Artikel lesen
Link zum Artikel