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Irak: Handyverbot für Iraks Sicherheitsleute nach Anschlag



Nach dem Selbstmordanschlag mit mindestens 119 Todesopfern in einem Einkaufsviertel in Bagdad verschärft Irak seine Sicherheitsvorkehrungen. Oft benutzte gefälschte Sprengstoffdetektoren werden verboten, für Sicherheitsleute an Kontrollposten gilt neu ein Handyverbot.

Der irakische Regierungschef Haider al-Abadi gab am Sonntagabend unter anderem Anweisungen, dass Sicherheitskräfte nicht länger gefälschte Sprengstoffdetektoren einsetzen dürfen, die ein britischer Geschäftsmann vor mehreren Jahren an den Irak verkauft hatte.

Die schwarzen Plastikgeräte haben einen Pistolen-artigen Griff und eine kleine Antenne, mit der angeblich Sprengstoff aufgespürt werden kann. Tatsächlich sind die angeblichen Detektoren jedoch völlig nutzlos, wurden aber dennoch weiterhin von vielen Beamten benutzt. Stattdessen gab al-Abadi den Einsatz anderer Geräte zum Aufspüren von Sprengsätzen in Fahrzeugen in Auftrag.

Sicherheitsleute an Kontrollstellen dürfen zudem künftig während ihrer Arbeit keine Mobiltelefone mehr benutzen. Die Aufklärung aus der Luft soll verstärkt werden, die Koordination zwischen Sicherheitskräften in der Hauptstadt verstärkt und Kontrollposten neu organisiert werden.

Ein Selbstmordattentäter hatte sich am frühen Sonntagmorgen mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto inmitten einkaufender Menschen in die Luft gesprengt. Bei dem Anschlag wurden mindestens 119 Menschen getötet und mehr als 140 weitere verletzt.

Zu der Tat bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat. Vor einer Woche hatte die irakische Armee die IS-Hochburg Falludscha zurückerobert. (sda/afp)

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