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Erdbeben: Nepal prüft Korruptionsvorwürfe bei Erdbeben-Hilfe



Geld für Erdbeben-Opfer soll in Nepal in die falschen Hände geraten oder in Taschen von Beamten und Politikern verschwunden sein. Nepals Anti-Korruptionsbehörde CIAA überprüft nach eigenen Angaben derzeit Vorwürfe der Unterschlagung und Veruntreuung.

Um welche Summen es sich dabei handelt, konnte ein CIAA-Sprecher am Montag nicht sagen. Es gehe um die Beschaffung von Hilfsgütern und die Auslieferung von Zeltplanen, Nahrungsmitteln und anderer Nothilfe.

Bei dem Erdbeben im April und zahlreichen Nachbeben waren mehr als 9000 Menschen ums Leben gekommen; Millionen Menschen wurden obdachlos.

Bis heute beklagen Betroffene, sie hätten die versprochenen 15'000 Rupien (umgerechnet knapp 143 Franken) Nothilfe der Regierung nicht erhalten. Internationale Hilfsorganisationen erklärten, ihre Arbeit werde wegen Zerstrittenheit der Politiker behindert.

Derzeit sind selbst die Positionen in der nach dem Erdbeben geschaffenen Wiederaufbaubehörde nicht besetzt. Das dazu nötige Gesetz sei noch nicht verabschiedet, sagte Govinda Nepal, Berater des Finanzministeriums. «Das verzögert den Wiederaufbau. Ein wenig Arbeit wurde begonnen, aber solange die Behörde nicht funktioniert, kann nichts vorwärtsgehen.» (sda/dpa)

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