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Duch, der ehemalige Folterchef der Roten Khmer, ist tot

02.09.2020, 06:43

Der einstige Folterchef der Roten Khmer in Kambodscha, Kaing Guek Eav alias Duch, ist tot. Er starb in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 77 Jahren in einem Krankenhaus der Hauptstadt Phnom Penh.

Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts, das Duch einst wegen seiner Verbrechen verurteilt hatte. Angaben zu der Todesursache machte der Sprecher nicht.

Kaing Guek Eav im März 2020 vor Gericht in Phnom Penh.
Kaing Guek Eav im März 2020 vor Gericht in Phnom Penh.
Bild: keystone

Duch verbüsste eine lebenslange Haftstrafe. Er war im Jahr 2010 von einem von der UNO unterstützten Kriegsverbrechertribunal in Phnom Penh zunächst zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. In einem Berufungsverfahren wurde daraus dann 2012 eine lebenslängliche Haftstrafe.

Der frühere Mathematiklehrer war unter der Schreckensherrschaft der maoistischen Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 Leiter des berüchtigten Gefängnisses Tuol Sleng in Phnom Penh. Dort wurden bis zu 15'000 Menschen gefoltert und auf einem nahegelegenen «Killing Field» hingerichtet.

Das Foltergefängnis Tuol Sleng ist jetzt eine Museum.
Das Foltergefängnis Tuol Sleng ist jetzt eine Museum.
Bild: X02810

Unter der Herrschaft der Roten Khmer wurden in Kambodscha zwei Millionen Menschen durch Zwangsarbeit, Hungersnöte und Hinrichtungen getötet, ein Viertel der kambodschanischen Bevölkerung. Die Roten Khmer wollten eine reine Agrargesellschaft schaffen und zwangen dafür die Stadtbevölkerung zum Umzug aufs Land. Sie schafften Geld und Religion ab und sagten den Intellektuellen den Kampf an. Der Anführer der Roten Khmer, Pol Pot, starb 1998 im Gefängnis. (sda/afp)

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