USA
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A print design with portraits of U.S. President Donald Trump, right, and North Korean leader Kim Jong Un, at a custom t-shirt shop in Hanoi, Vietnam, on Thursday, Feb. 21, 2019. Hanoi is gearing up to host the second Trump-Kim summit scheduled for 27-28 February. (AP Photo/Hau Dinh)

Die zweite Unterredung der beiden Staatschefs findet in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi statt. Bild: AP/AP

Trump trifft erneut auf Kim: Folgt nun die Denuklearisierung Nordkoreas?

Nächste Woche trifft sich der amerikanische Präsident Donald Trump erneut mit dem nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un. Noch ist offen, was die beiden in Hanoi eigentlich besprechen werden.

Renzo Ruf, Washington / schweiz am wochenende



Der erste Gipfel war ein Erfolg, wenigstens in den Augen der beiden Hauptdarsteller. Also steht nächste Woche die Fortsetzung bevor, vor neuer Kulisse. Nachdem sich der amerikanische Präsident Donald Trump und der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un im Juni 2018 in Singapur getroffen haben, findet die zweite Unterredung der beiden Staatschefs am Mittwoch und Donnerstag in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi statt. So weit, so bekannt.

Unklar ist hingegen, was Trump und Kim nächste Woche eigentlich besprechen werden. Die amerikanische Seite beteuert zwar, dass der Gipfel dem Ziel diene, die «komplette Denuklearisierung» der koreanischen Halbinsel voranzutreiben, wie Aussenminister Mike Pompeo am Donnerstag in einem Interview mit dem Fernsehsender NBC sagte. Auf dem Sender Fox Business Network sagte Pompeo, dass die Amerikaner aufs Tempo drückten und hohe Erwartungen an die Nordkoreaner hätten.

So verlief das erste Treffen der beiden Staatsoberhäupter:

Echte Verhandlungen erwartet

Wie dieses Ziel allerdings erreicht werden soll, darüber schweigt sich Washington aus. An einem Hintergrundgespräch mit Journalisten sagte ein anonymer Regierungsmitarbeiter am Donnerstag, dass die amerikanischen und nordkoreanischen Unterhändler derzeit versuchten, bei «mehreren» Themen Fortschritte zu erzielen.

Angeblich werde dabei auch über eine Definition des Begriffes «Denuklearisierung» verhandelt, damit beide Seiten sicher sein können, dass sie im Zusammenhang mit den Abrüstungsbemühungen über das Gleiche sprechen. Solange diese Gespräche noch andauerten, wolle er keine Auskunft über den Inhalt geben, sagte der Regierungsmitarbeiter. Er griff in diesem Zusammenhang auf die diplomatische Formel «Nothing is agreed to until everything is agreed to» – übersetzt heisst das etwa: Nichts ist geregelt, solange nicht alles geregelt ist – zurück.

Der Regierungsmitarbeiter beteuerte zudem, dass es sich bei diesen Vorbereitungsgesprächen um «echte Verhandlungen» handle und dass Nordkorea keine Spielchen treibe. Natürlich wisse er nicht, ob das Regime in Nordkorea bereits die Entscheidung getroffen habe, sich von sämtlichen Massenvernichtungswaffen zu trennen, sagte der Trump-Berater. Aber es bestehe zumindest «die Möglichkeit», dass diese Entscheidung alsbald gefällt werde.

«Ich glaube, er versteht es besser als sonst irgendjemand.»

Donald Trump

Beschleunigt werden soll dieser Prozess, indem die Amerikaner den Nordkoreanern die ökonomischen Vorteile einer Denuklearisierung vor Augen halten. So sprach Präsident Trump diese Woche im Weissen Haus darüber, dass Nordkorea dank seiner geografischen Lage – «Sie haben Russland, China und dann Südkorea. Und es ist genau in der Mitte» – ein unglaubliches Potenzial besitze.

Trump sagte, dass Kim diese Argumentation nachvollziehen könne. «Ich glaube, er versteht es besser als sonst irgendjemand.» Trump sagte während seiner spontanen Ausführungen am Mittwoch zudem, er wäre «nicht überrascht», wenn er während der zwei Tage dauernden Gespräche mit Kim – die in einem ähnlichen Rahmen wie in Singapur ablaufen werden – «eine Lösung» finde.

Solche Aussagen bereiten den Hardlinern in seinem Beraterstab grosses Unbehagen. So befürchtet der Nationale Sicherheitsberater John Bolton, dass Unterhändler Stephen Biegun – der im Auftrag des Aussenministeriums den Hanoi-Gipfel vorbereitet – zu kompromissbereit ist, auch weil Trump nach einem aussenpolitischen Erfolg lechzt. Druck auf Biegun machen ferner das Finanzministerium und das Pentagon, wie einem Artikel der «Washington Post» zu entnehmen ist, weil sie befürchten, dass die Sanktionen gegen Nordkorea gelockert würden. Der anonyme Regierungsmitarbeiter wies diese Kritik am Donnerstag als unbegründet zurück.

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Video: watson/Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 23.02.2019 16:17
    Highlight Highlight Vereinbart wurde ja nicht eine "Denuklearisierung Nordkoreas" sondern eine "Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel"; das ist ein kleiner, aber gewichtiger Unterschied. Wie es die Nordkoreaner verstehen, bedeutet das vermutlich auch ein vollständiger Rückzug aller nuklearisierten Streitmächte (wie zB. USA) aus Südkorea.
  • o'phrainck 23.02.2019 15:19
    Highlight Highlight Wäre schön wenn dann jemand (von den Watson-Pro's) nach der Trömp-Ära sich Zeit nehme und mal Trömps Erfolge und Misserfolge gegenüberstellt. Nicht dass ich Gleichstand erwarte mehr würde mich intressieren ob er überhaubt was erreicht hat.

    Dear Mister Tinfoil-Hat!!
  • Lokutus 23.02.2019 14:41
    Highlight Highlight Wie immer verkennt Trump die Situation zuverlässig. Er glaubt mit Kim einen Kumpel zu haben, der ihm irgendwie gegenüber Russland, China und Japan Vorteile verschaffen könne. Er setzt ähnlich wie im Falle Saudi Arabiens auf einen Despoten. Für sein eingeschränktes Verständnis von Politik ist es halt angenehmer mit Menschen zu verhandeln, die so sind wie er oder wie er gerne sein möchte - Diktatoren und Autokraten. In seiner Dummheit und Verschlagenheit fühlt er sich zu ihnen
    • Lokutus 24.02.2019 12:53
      Highlight Highlight Hingezogen
  • Statler 23.02.2019 14:14
    Highlight Highlight Es wird keine Denuklearisierung geben, weil weder Trump noch Kim dieses Wort aussprechen können...
  • Klaus07 23.02.2019 13:50
    Highlight Highlight Das Land mit den meisten Atomsprengköpfen der Welt will einem anderen Land die ökologischen Vorteile der Denukleanisierung erklären?



  • Sauäschnörrli 23.02.2019 13:11
    Highlight Highlight Wo gibts die Gedenkmünze?
    Meine andere wird ja jetzt alleine nichts mehr wert sein. 😣
  • SR 210 23.02.2019 13:07
    Highlight Highlight Trump wird wieder ein kleines Zugeständnis von Kim erhalten, welches er sich mit viel zu viel Einsatz erkaufen wird um es dann zu Hause in den Staaten als grösster Verhandlungserfolg seit der Gründung der Nation zu verkaufen. Die Demokraten & CNN werden zu recht das ganze kritisieren und banalisieren wohingegen Trump und Fox News das ganze an seine Stammwählerschaft weitertragen und die Polarisierung der amerikanischen Bevölkerung nimmt stetig seinen lauf.
    Alles in allem also business as usual.
    • Chrigi-B 23.02.2019 13:39
      Highlight Highlight Ja soll er die Raketen fliegen lassen oder was? Seit 50 Jahren keine Bewegung in der Sache. Er hatte bis jetzt einige Erfolge zu verzeichnen, mit 0 Zugeständnissen. Keine Raketen mehr über Japan und Guam. Keine Tests mehr. So wo ist genau dein Problem? Zu wenig Krieg?
    • SR 210 23.02.2019 14:32
      Highlight Highlight Nach dem letzten Treffen hat Trump sämtliche Militärübungen mit Japan und Südkorea abgeblasen, er ist also einer von Kims Hauptforderungen in den letzten Jahren nachgekommen. Als Gegenleistung versprach Kim das Ende seiner Atomtest, was jedoch nicht eingehalten wurde, gemäss Geheimdienstberichten aus den USA. Er hat lediglich seinen maroden Berg gesprengt, welcher lange als Testgelände diente. Man geht jedoch stark davon aus, dass dies auch sonst stattgefunden hätte, da die geologischen Gegebenheiten weitere Tests nicht mehr möglich machten.
    • Fabio74 24.02.2019 12:32
      Highlight Highlight @chrigi B im Gleichen Atemzug die Saudis aufrüsten die wohl Blutgeld sei dank die grösste globale Gefahr sind
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Afghanistan Papers: Bericht enthüllt die vernichtende Wahrheit über den Afghanistan-Krieg

Ein heute veröffentlichter Bericht zeigt, wie das amerikanische Volk seit 18 Jahren angelogen wird.

All diese Menschen sind dem Krieg in Afghanistan bisher zum Opfer gefallen, den die USA und Verbündete seit 2001 führen. Und das für nichts, wie ein heute veröffentlichter Insiderbericht belegt. Demnach wurden im zentralasiatischen Land kaum oder keine Fortschritte erzielt.

Obschon der Krieg die USA seit Beginn eine Billion US-Dollar gekostet hat, hat sich die Situation vor Ort kaum verbessert. Dies geht aus den Afghanistan Papers hervor, welche die «Washington Post» heute veröffentlicht hat. …

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