Demokratieabbau in Ungarn unterminiert laut Bericht Werte der EU

04.11.16, 01:56

Der fortschreitende Demokratieabbau in Ungarn stellt nach Ansicht der Internationalen Vereinigung für Menschenrechte (FIDH) die EU als Wertegemeinschaft in Frage. Die Angriffe unterminierten die Demokratie in Ungarn, aber zugleich auch die Grundwerte der EU.

Seit 2010, als die rechts-konservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban an die Macht gelangte, würden Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit in Ungarn «anhaltend attackiert», heisst es in einem Bericht der Organisation, der am Freitag veröffentlicht wurde. «Wenn dagegen nichts unternommen wird, ist das gesamte EU-Projekt einer Wertegemeinschaft in Frage gestellt», erklärte FIDH-Generalsekretär Dan Van Raemdonck.

Unter anderen hat die Orban-Regierung das Verfassungsgericht entmachtet, die Staatsanwaltschaft, Finanzaufsicht und Wettbewerbsbehörde einer strikten politischen Lenkung unterworfen und in die Medienlandschaft eingegriffen.

Verschiedene Institutionen der EU kritisieren deshalb regelmässig die Regierung in Budapest. Eine Änderung ihres Verhaltens hat das bislang nicht bewirkt. (sda/dpa)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen