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Hier sollen ab Sommer 2021 pro Jahr 500'000 Teslas vom Band laufen.
Hier sollen ab Sommer 2021 pro Jahr 500'000 Teslas vom Band laufen.Bild: AP

Bau deutscher Tesla-Fabrik unter Beschuss – Gericht stoppt Waldrodung

17.02.2020, 13:1917.02.2020, 15:26

Der Bau der deutschen Gigafactory, in der ab Sommer 2021 Teslas vom Band laufen sollen, droht in Verzug zu geraten. Grund dafür ist das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, das die laufenden Rodungsarbeiten auf dem dafür vorgesehenen Gelände gestoppt hat. Damit entsprach das Gericht einem Antrag des Umweltverbands Grüne Liga Brandenburg.

Aktuell gilt damit ein Rodungsverbot für den Rest der rund 92 Hektar Kiefernwald, der für die erste Bauphase der Fabrik abgeholzt werden muss. Das Gericht muss nun prüfen, ob die Ausnahmegenehmigung der Behörden rechtens ist, da noch gar keine offizielle Baugenehmigung vorliegt. Laut BBC News habe das deutsche Umweltministerium Tesla erlaubt, auf eigenes Risiko mit den Standortvorbereitungen zu beginnen.

Die deutsche Gigafactory, die einmal 300 Hektar umfassen und 12'000 Personen beschäftigen soll, ist seit ihrer Ankündigung ein Brennpunkt zwischen Umweltaktivisten und wirtschaftlich interessierten Parteien geworden. Der Umweltverband kritisiert unter anderem, dass das Gelände nicht wie üblich im Sommer zwei Monate lang nach geschützten Tierarten durchsucht wurde. Stattdessen habe man das Areal im Winter für gerade einmal knapp zwei Wochen abgesucht.

Beim Wald handelt es sich um für die Abholzung vorgesehene Monokultur von Kiefern, die auf dem Industriegebiet zur Zwischennutzung gepflanzt wurden. Tesla muss die gleiche Fläche an einem anderen Ort durch Mischwald wiederaufforsten lassen.
Beim Wald handelt es sich um für die Abholzung vorgesehene Monokultur von Kiefern, die auf dem Industriegebiet zur Zwischennutzung gepflanzt wurden. Tesla muss die gleiche Fläche an einem anderen Ort durch Mischwald wiederaufforsten lassen. Bild: AP

Politiker der CDU und FDP wiederum sehen in der Verzögerung einen möglichen Imageschaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Befürchtung: Grosse Firmen werden abgeschreckt und könnten so in Zukunft davon absehen, grössere Investitionen in deutsche Standorte zu tätigen.

(pls, via Reuters)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerHans
17.02.2020 13:52registriert Februar 2016
Die Grüne Liga macht sich damit lächerlich. Diese Monokultur von Kiefern wurde mit dem einzigen Ziel, Kiefern zu ernten, aufgeforstet. Zu dem ist der Boden mit Chemikalien belastet und Tesla dazu verpflichtet die selbe Fläche anderswo mit Mischwald aufzuforsten(Tesla hat schon bekannt gegeben die 3-fache Fläche aufforsten zu wollen). Hier sind einige Ideologen am werk, welche wohl eher Braun als Grün gesinnt sind.
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Heledar
17.02.2020 14:02registriert Juli 2015
Es fehlt im Bericht, das Tesla für jeden gefällten Baum 3 neue pflanzt an einem anderen Ort in der Region, sowie das der Wald welcher gerodet wird, von 30 Jahren gepflanzt wurde um das Holz zu ernten. Also es war immer geplant den Wald zu roden auch ohne Tesla.
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AfterEightUmViertelVorAchtEsser___________________
17.02.2020 15:24registriert August 2017
Wer diese in Reih und Glied gepflanzen Kiefern als Wald bezeichnet, bezeichnet auch Palmölplantagen als Dschungel. 🙄
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