Gefühle
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Ausgang in den Stadtkreisen 4 und 5 in Zuerich im Maerz 2011.  (KEYSTONE/Ueli Christoffel)

Belästigungen kommen im Zürcher Nachtleben vor – «Luisa» soll helfen. Bild: KEYSTONE

«Luisa» ist da – aber in den Clubs benutzt das Codewort gegen sexuelle Belästigung niemand

Seit Februar ist in Zürich das Projekt «Ist Luisa da?» angelaufen, das Frauen in Nachtclubs Soforthilfe bei sexueller Belästigung leisten soll. Eine erste Bilanz zeigt: es erfüllt seinen Zweck nur halb.

20.02.18, 10:33 21.02.18, 03:27


«Ist Luisa da?» Mit dieser Frage sollen sich Frauen ans Clubpersonal wenden können, wenn sie belästigt werden. Das Personal bringt die betroffene Person daraufhin sofort an einen sicheren Ort, von dem aus zum Beispiel ein Taxi oder die Polizei gerufen werden kann. Soweit zumindest die Theorie. 

Das Projekt «Luisa» gibt es seit Anfang Februar in elf Zürcher Nachtclubs. Olivia Deppe ist Mitinhaberin des «Minirocks» und Eventmanagerin im «Plaza». Beide Clubs sind beim «Luisa»-Projekt dabei. «Wir haben uns dem Projekt angeschlossen, weil wir mit beiden Betrieben ein Zeichen gegen sexuelle Gewalt in jeglicher Form setzen wollen», sagt Deppe. Plakate auf den Toiletten oder am Eingang machen die Gäste darauf aufmerksam. Ziel ist es, mit «Luisa» konkrete Soforthilfe bei sexueller Gewalt leisten zu können. Doch funktioniert das?

In den beiden Clubs, in denen Deppe arbeitet, wurde bisher nicht nach Luisa gefragt. Auch Marco Diener, Geschäftsführer des «Spacemonki» berichtet, dass «Luisa» in seinem Club noch nie zum Einsatz gekommen sei. 

Ursprünglich hat der Frauen-Notruf in Münster mit «Luisa» im deutschsprachigen Raum begonnen. facebook

Auch der Schwulen-Club «Heaven» macht beim Projekt mit. Das Angebot richte sich aber auch dort an Frauen. «Als Gayclub verstehen wir uns nicht als reiner Männerclub und es ist kein Geheimnis, dass sich Frauen bei uns wohlfühlen und reichlich vertreten sind», sagt Marco Uhlig, Geschäftsleiter vom «Heaven». Allerdings sei es auch hier noch zu keiner Verwendung von «Luisa» gekommen. 

Im Dynamo kann man noch nicht abschätzen, ob das Angebot  genutzt wird: «Ob es in der Praxis tatsächlich angewendet wird von den Betroffenen, oder ob sich potenzielle Übergriffe reduzieren, wird sich zeigen», sagt Vera Egloff. Luisa habe aber ohnehin schon etwas bewirkt. «Wir selber verstehen das Projekt vor allem als Sensibilisierung auf das Thema. Diese Sensibilisierung finden wir wichtig und deshalb unterstützungswürdig. Alleine, dass erneut darüber diskutiert wird, ist ein Erfolg, sagt Egloff. 

Ein Blick nach Winterthur, wo es das Projekt schon länger gibt, bestätigt den Verdacht, dass Luisa eher als Kampagne, denn als Soforthilfe funktioniert. «Das Angebot wurde in Winterthur bis anhin nahezu nicht genutzt», sagt Kajo Böni vom «Salzhaus». Was aber nicht heisse, dass die Kampagne wirkungslos sei. 

Umfrage

Findest du Luisa sinnvoll?

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2,373 Votes zu: Findest du Luisa sinnvoll?

  • 56%Total, das braucht es auch an anderen öffentlichen Orten.
  • 28%Die Idee ist zwar gut, aber leider nicht wirklich umsetzbar.
  • 15%Nein, das braucht es nicht.

«Die Kampagne wird sexuelle Belästigungen im Nachtleben leider nicht beseitigen können. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass das Bewusstsein der Partybesuchenden gestärkt wird. Einerseits, dass Frauen wissen, dass sie sich in Situationen in denen sie sich nicht wohl fühlen Unterstützung beim geschulten Personal holen können. Andererseits, dass Männer für das Thema sensibilisiert werden oder gar ihr eigenes Handeln hinterfragen», so Böni.

«Luisa» regt zum Nachdenken an und würde grundsätzlich als richtig empfunden – auch von männlichen Gästen, so Deppe. «Negatives Feedback war sehr selten. Es gab vereinzelt die Meinung von Frauen, die das Projekt Luisa als unnötig empfanden, weil sie sich in solchen Situationen selber zu helfen wüssten», sagt sie gegenüber watson. 

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mai Siegenthaler 20.02.2018 17:52
    Highlight Wenn Drogen im Drink landen, kann man schnell nicht mehr nach Luisa fragen. Meiner Meinung nach ist es eine gute Kampagne aber kein echter Schutz sobald man aus dem Club draussen ist. Ausserdem werden auch Männer sexuell belästigt. Nach wem sollen die fragen?
    24 5 Melden
    • outdoorch 20.02.2018 22:41
      Highlight Vorschlag: Ist Kevin weg?
      10 0 Melden
  • Charles-Louis Joris (1) 20.02.2018 17:02
    Highlight HHabe nichts dagegen einzuwenden.
    Dass aber Luisa gerade in Clubs und Discos noch nie beanspruht wurde, zeigt allerdings auch, dass die öffentliche Wahrnehmung nach Weinstein und Spacey von der juristisch und gesellschaftlich problematischen wenn nicht gar gefährlichen #metoo-Pranger-Kampagne vollkommen überdreht wurde - etwas kritisch dagegen einzuwenden kam einem sexistischen Tabubruch gleich. Zu sagen, dass auch viele Frauen aufgegeilt auf Aufriss aus sind, wurde und wird mit Zeigefingererektionen abgstraft.
    27 9 Melden
    • chicadeltren 20.02.2018 22:51
      Highlight Auf Aufriss aus sein und sexuelle Belästigung sind schon nicht ganz das Gleiche...
      4 8 Melden
  • LuckyLuke 20.02.2018 16:51
    Highlight Was ist der Witz an einem Codewort das alle kennen?
    Kann man ja direkt sagen was ist
    37 3 Melden
    • Tikvaw 20.02.2018 17:05
      Highlight Wie andere schon mehrmals gesagt haben:
      Direktheit, Klarheit, Einfachheit, Kürze.
      9 6 Melden
  • paterpenn 20.02.2018 16:11
    Highlight Wie wäre es mit: "hey, ich werde belästigt und brauche hilfe" ?
    28 3 Melden
  • SeineEminenz 20.02.2018 15:32
    Highlight In zürich sind die damen so arrogant und abgehoben, dass der normalo mann mit durchschnittsgehalt sich gar nicht getraut eine anzusprechen. Der arrogante Blick ist stärker als 10 Luisas.
    Zur dieser these komme ich, weil ich in clubs ausserhalb von der der stadt zürich eher mit den Damen ins Gespräch und mehr kommen kann.
    30 19 Melden
    • Dageka 20.02.2018 19:03
      Highlight Es zwingt dich niemand, in Zürich ins Vior oder Kaufleuten zu gehen. Es gibt viele andere Clubs.
      13 4 Melden
    • Knety 20.02.2018 21:20
      Highlight Ich war zwar noch nie in einem Zürcher Club im Ausgang, ich habe Zürcherinnen aber immer als stilvoll und charmant wahrgenommen.
      5 12 Melden
  • fabsli 20.02.2018 15:17
    Highlight Cool wäre, wenn LUISA wirklich mal da wäre und für etwas Ordnung sorgen würde.
    48 3 Melden
  • Roland Strauss 20.02.2018 15:14
    Highlight Dass man Luisa in einem Gay-Club proklamiert ist geradezu absurd. Wo sollte Frau sicherer vor sexueller Belästung sein, als gerade dort?
    18 16 Melden
    • Tikvaw 20.02.2018 17:00
      Highlight - In den meisten Gay-Clubs sind auch Hetero-Männer/Frauen herzlich willkommen.
      - Es gibt keinen "Sex-Test" am Eingang.
      - Die meisten Homos haben auch Hetero Freunde die ebenfalls immer wieder mal mitkommen.
      - Nicht jeder Gay-Club besteht aus Darkroom, Kabinen oder Sauna, in dem es nur um das Eine geht.
      - Es ist vielleicht "sicherer" aber, dass bedeutet halt nicht, dass es nicht trotzdem vorkommen kann und es deshalb gut ist, wenn so etwas schon vorher "eingerichtet" wurde.
      21 4 Melden
  • Wolf2000 20.02.2018 13:53
    Highlight Ich denke in der heutigen Zeit von Pudernasen , Lovoo und Tinder ist das nicht mehr nötig da e Jede mit jedem usw....ironie off.
    7 14 Melden
  • Karl33 20.02.2018 13:16
    Highlight Vielleicht sind sexuelle Belästigungen halt viel seltener, als sie in den Medien beschwört werden.
    91 59 Melden
    • chicadeltren 20.02.2018 22:54
      Highlight Der Pograbscher ist auch sexuelle Belästigung, deswegen muss man aber nicht gleich im Taxi abhauen. Man kann von der Aktion also kaum auf die Häufigkeit der Ereignisse schliessen.
      6 1 Melden
  • Pinhead 20.02.2018 13:03
    Highlight In den 90er Jahren machten wir noch Witze wie: „Alle reden von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.. Wenn das nicht bald losgeht, kündige ICH!“ 😂 Geht heute leider nicht mehr...😒
    67 23 Melden
  • architekt 20.02.2018 12:28
    Highlight Können sich denn Männer auch nach Luisa erkundigen?
    52 8 Melden
    • flausch 20.02.2018 13:40
      Highlight ja
      34 5 Melden
  • Olmabrotwurst 20.02.2018 12:21
    Highlight Ist es wirklich so Schlimm bei euch in Zürich oder wird es übertrieben dargestellt? Ich streite nicht ab das es nicht passiert, dass Frauen belästigt werden.
    32 21 Melden
    • elmono 20.02.2018 14:25
      Highlight Gibt schon richtig aufdringliche Leleks.
      12 1 Melden
  • Dogbone 20.02.2018 12:05
    Highlight Das erfüllt doch seinen Zweck nicht nur halb. Ich bin mir sicher, bereits die Signalisierung des Clubs bleibt nicht wirkungslos. Zudem werden vermutlich nicht andauernd Frauen deart belästigt, dass sie sich grad bedroht fühlen. Meistens wird eine Frau das selber, bzw. mit ihren Kolleginnen/Kollegen lösen können. Der Defi in der Turnhalle wird ja auch nur sehr selten benötigt aber wenn, dann sind alle froh darum.
    Alle sollten da mitmachen. Kostet nix und stört ja auch niemanden.
    122 3 Melden
    • hasvergässe 20.02.2018 21:31
      Highlight Srry falscher Blitzer. Natürlich ein Herz für deinen Text. Lg hasvergässe
      5 0 Melden
  • w'ever 20.02.2018 11:57
    Highlight ist es auch schon vorgekommen, dass sich eine dame in einem club nach luisa erkundigt hat, auf einen herr gezeigt hat, dieser dann rausgeworfen wurde, obwohl er nichts getan hat?
    60 88 Melden
  • Hardy18 20.02.2018 11:54
    Highlight Man könnte jetzt meinen, die Club warten richtiggehend darauf das jemand belästigt wird. Das doch ein gutes Zeichen das davon nicht gebraucht gemacht wird.
    54 8 Melden
    • BlueRose 20.02.2018 14:19
      Highlight Ich glaube es geht um Eigenschutz und nicht dass man jemand rauswerfen soll.
      Da kann man gleich nem Security sagen.
      Luisa ist da um der bedrängten Person aus der Situation zu helfen. Sichern Heimweg. Taxi anrufen und sich wegschleichen.
      Wenn man Angst hat, Schutz suchen.
      Und niemand anprangern.
      So verstehe ich Luisa!
      7 0 Melden
    • BlueRose 20.02.2018 17:08
      Highlight Sorry hätte @w'ever gehen sollen
      1 0 Melden
    • Hardy18 20.02.2018 18:24
      Highlight Das schön das du es so verstehst.
      1 1 Melden
    • Hardy18 20.02.2018 19:18
      Highlight 😉
      1 0 Melden
  • rauchzeichen 20.02.2018 11:43
    Highlight find ich blöd. was ist denn der zweck? eine statistische erhebung, wann, wo und wieoft frauen sich belästigt fühlen? denn zu viel mehr nutzt es nicht.

    die „erziehung“ der frauen zu codewörtern, die nur klappen wo man sie kennt, ist einfach nur dumm. man muss klartext reden! man muss verurteilen, blossstellen, diskutieren! die rückständigen teile der gesellschaft bekehrt man nicht mit guter ausdrucksweise, etikette und weglaufen. man muss ihr ego derartig zerstören, dass sie selbst herausfinden, was selbstreflektion ist. und lisa schadet da mehr als zu helfen.
    12 39 Melden
  • j0nas 20.02.2018 11:29
    Highlight Das Nottelefon an vielen Brücken wird auch selten benutzt und ist trotzdem eine gute Sache.
    438 1 Melden
  • Pain in the Ass 20.02.2018 11:22
    Highlight Was wurde denn erwartet? Es ist ja nicht so, dass täglich in jedem Club Frauen sexuell missbraucht werden. In den allermeisten Fällen handelt es sich um harmlose sexuelle Belästigungen, z.B. weil ein Perversling unerlaubt grabscht oder ein Betrunkener nicht merkt wann mit dem Flirt schluss ist. Dafür braucht es kein Luisa. Luisa ist erst dann sinnvoll, wenn die Situation bedrohlich wird. Das ist aber äusserst selten der Fall.
    59 104 Melden
    • Fox Devil Wild 20.02.2018 11:30
      Highlight "Harmlose sexuelle Belästigung" - merkst du selber hoffentlich. 🤤
      150 55 Melden
    • Tartaruga 20.02.2018 11:34
      Highlight Ich ja. Weil der perversling seine Hände nur auf die Brüste, den Hintern legt und nicht loslässt, braucht man nicht weiter hilfe. Ist ja nicht so dass er ausserhalb des Clubs weitermacht... *ironie off*
      61 29 Melden
    • P. Meier 20.02.2018 13:54
      Highlight Schönes Beispiel von Auslegung sexueller Belästigung. Für die eine Seite ist unerlaubtes Grapschen noch harmlos, während die andere Seite bei unangebrachtem Flirten schon das Überfallkommando inkl. Careteam fordert. Jede Frau muss selber entscheiden, wie sie die Situation einstuft und ob eine Zurechtweisung ausreicht oder Unterstützung durch das Personal nötig ist. Aber da bisher kaum nach Louisa gefragt wurde, scheint das effektive Problem weniger gravierend zu sein, als es durch Berichte den Anschein hat.
      15 2 Melden
    • Pain in the Ass 20.02.2018 14:49
      Highlight Ähm ja, natürlich lässt er nicht los. Es ist ja nicht so, dass diese Grabscher sich in der Memge verstecken und kurz grabschen... *Ironie off* siehst du, das kann ich auch ;-)

      @Sissi: Man sollte schon zwischen Missbrauch und Belästigung unterscheiden können. Ich (Mann) wurde auch schon begrabscht oder lästig angebagert, aber war deswegen nie in Gefahr. Solche Frauen wie du setzen vermutlich einen harmlosen Flirt gleich mit einer Vergewaltigung. Man muss nicht gleich wegen jedem Deppen da draussen den Notstand ausrufen.
      18 13 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 20.02.2018 11:19
    Highlight Gerne weiter beobachten.
    Andere Frage, weshalb richter sich das Konzept eigentlich explizit nur am Frauen? Natürlich, sie sind überwiegend die Opfer, das hilft der Minderheit von männlichen Opfer ja aber auch nicht.
    Man kann doch auch einfach einen Mann "an einen sicheren Ort bringen".
    66 9 Melden
    • Yo_Mo 20.02.2018 12:29
      Highlight Ist der Louis da? funktioniert sicher auch ;)
      23 1 Melden
  • Magicoman 20.02.2018 11:16
    Highlight Und wieso gilt dasselbe nicht für uns Männern? Wieso haben wir kein Codewort?
    51 19 Melden
    • axantas 20.02.2018 11:31
      Highlight Männer werden nicht belästigt. Wenn Frauen grabschen, ist das einfach harmlose Anmache. Sie dürfen Männern auch einfach in den Hintern kneifen, wenn sie jemanden einen "geilen Kerl" finden.
      100 56 Melden
    • Snowy 20.02.2018 11:33
      Highlight Wie oft wurdest Du schon von Frauen sexuell belästigt in einem Club?

      Deswegen.
      42 106 Melden
    • Snowy 20.02.2018 11:43
      Highlight @axantas: Obwohl ironisch geschrieben.. eigentlich hast Du recht. :-)
      23 39 Melden
    • grumpy_af 20.02.2018 11:43
      Highlight Frag doch nach Louis.
      65 2 Melden
    • Triumvir 20.02.2018 11:43
      Highlight Ganz einfach: Wenn sich ein Mann gegen - mutmassliche - sexuelle Belästigung nicht selber wehren kann, dann ist er echt ein kümmerliches, weinerliches ziemlich armes Würstchen. Da hilft dann auch kein Codewort mehr ;-P
      14 71 Melden
    • mein Lieber 20.02.2018 11:48
      Highlight axantas, leider habe ich diese Erfahrung auch schon machen dürfen, und das mit 40. Erst eine Ohrfeige von mir UND meiner Frau haben die Grabscherin dazu bewogen ihre Finger von mir zu lassen. Manche können eben einfach nicht mit einem klaren Nein umgehen.
      25 8 Melden
    • Magicoman 20.02.2018 11:55
      Highlight Und wieso wird heute alles auf sexuelle Belästigung reduziert? Wie ist es wenn einer gegenüber Dir im Club gewalttätig wird? Ich bleibe dabei und fordere ebenfalls ein Codewort für Männern!
      27 5 Melden
    • axantas 20.02.2018 12:09
      Highlight Ich habe extra nur "grabschen" geschrieben. Belästigung geht nicht, klar. Aber versucht mal als Mann bei der Security wegen so einer Anmache vorstellig zu werden.

      Jede Wette: ihr werden ausgelacht oder fliegt aus dem Club - nachdem ihr von der Frau als Spassbremse angepisst wurdet...

      Und wenn du nach "Louis" fragst, grumpy_af, fliegst du wegen inakzeptablem Verhalten auch gleich raus.
      18 12 Melden
    • Maragia 20.02.2018 13:24
      Highlight @Snowy: Wie oft wurdest du von Männern sexuell belästigt?
      Was für eine doofe Argumentation!
      10 19 Melden
    • Snowy 20.02.2018 13:37
      Highlight Bewege mich seit ca 15 Jahren in verschiedensten Szenen/Musikrichtungen/sozialen Schichten/Religionen und in ca. 25 Ländern im Nachtleben... noch kein einziges Mal hab ich auch nur davon gehört dass ein Mann von einer Frau in einem Club sexuell belästigt wurde...das Umgekehrte erlebt man leider fast jeden Abend.

      Nun...ich weiss, man sollte nicht von sich, resp seinem Umfeld aus auf die Allgemeinheit schliessen, aber dass Männer,welche durch Frauen in Clubs sexuell belästigt werden ein grosses Problem sind,kann ich mir schlicht nicht vorstellen. Lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
      19 35 Melden
    • Maragia 20.02.2018 14:25
      Highlight Habe auch noch nie erlebt, dass eine Frau sexuell belästigt wurde. Das heisst aber nicht, dass diese Problem nicht existiert, genau so anders rum bei den Männern!
      15 5 Melden
    • Snowy 20.02.2018 17:06
      Highlight Du hast es noch nie erlebt und alle Menschen, die ich kenne, welche im Nachtleben arbeiten haben es auch noch nie erlebt...

      Ziemlich sicher ist dies auch der Grund, warum LUISA explizit für Frauen in die Welt gerufen wurde...;-)
      3 7 Melden
  • Panna cotta 20.02.2018 11:12
    Highlight Gute Idee - aber wozu braucht es ein Codewort? Einfacher ist doch gleich Klartext: "Der Typ dort belästigt mich!"
    298 24 Melden
    • rauchzeichen 20.02.2018 11:36
      Highlight pscht, du kannst doch nicht offenheit und ehrlichkeit erwarten? überforder die menschen nicht gleich, sie haben gerade erst knapp erkannt, das gewaltverbrechen feige sind.
      55 12 Melden
    • Charles-Louis Joris (1) 20.02.2018 17:07
      Highlight Eigentlich haben Sie recht. In gewissen Situationen aber, wenn Horden von - sagen wir mal kulturfernen - Testosteronbomben patrarchalischer Herkunft gerade wie am besagten Kölner Sylvester 15/16 eine Person umringen, kann ein Codewort durchaus Sinn machen
      6 10 Melden
    • rauchzeichen 20.02.2018 19:39
      Highlight inwiefern hilft ein codewort, das sagen wir grosszügigerweise 50% der bevölkerung kennt, mehr als ein universalverständliches hilfe? ist ja schon kuul und so, ein superlässiges codewort zu haben, es schafft einfach keine vorteile. es ist klassische problembewirtschaftung, etwas, worin demokratien immer schon stark waren. schade um den eigentlich möglichen fortschritt...
      3 0 Melden
  • just sayin' 20.02.2018 11:11
    Highlight ich finde den grundgedanken gut - nur weiss ich nicht recht warum mann/frau das kind nicht gleich beim namen nennt.

    zum barmitarbeitenden: "ich fühle mich bedroht/bedrängt"
    zum date: "stop"
    60 5 Melden
    • Snowy 20.02.2018 11:32
      Highlight Das eine schliesst das andere ja nicht aus.. aber vielleicht gibt´s Situationen wo das Date oder der Belästiger noch neben der Frau steht und diese sich nicht getraut direkt zu sein.
      47 15 Melden
    • Teiwaz 20.02.2018 11:46
      Highlight @Snowy: Dann macht ein allgegenwärtig bekanntes 'Codewort' die Sache ja nicht besser.
      37 3 Melden
    • rauchzeichen 20.02.2018 11:48
      Highlight also findest du den grundgedanken nicht gut... ;)

      2 7 Melden
    • Roman h 20.02.2018 12:01
      Highlight @Snowy
      Man will es nicht direkt sagen weil er noch neben der Frau steht, also verwendet man ein codewort über das überall berichtet wird und es im Club sogar Plakate hat.
      Die Chance das er das codewort also nicht kennt ist sehr klein.
      Daher bringt das codewort nicht viel
      37 3 Melden
    • Snowy 20.02.2018 13:22
      Highlight @Roman, Teiwaz: Stimmt.

      Mit gefällt die Kampagne wegen der Sensibilisierung trotzdem. :-)
      10 4 Melden
    • Snowy 20.02.2018 13:25
      Highlight Weil man dann der Bardame/Security nicht zuerst erklären muss, was genau Sache ist, sondern mit "Ist Luisa da" reagiert diese/r umgehend und führt Dich an einen sicheren Ort... alles weitere kann da besprochen werden.

      Kann je nach Situation schon sehr hilfreich sein.
      19 1 Melden
    • rauchzeichen 20.02.2018 15:06
      Highlight krass, sowas von 21. jahrhundert, wenn erst beim codewort für sexuelle belästigung reagiert wird, nicht aber wenn sie um hilfe schreit. ich finde es traurig, wie solche dinge unsere kommunikationskultur immer weiter weg von offener, ehrlicher kommunikation tragen. vielleicht hilft dieses konkrete beispiel einigen frauen, soziologisch gesehen macht die aktion aber null sinn. luisa wird vielleicht höchstens von denen benutzt, die eigentlich lernen sollten, sich selbst abzugrenzen.
      2 3 Melden
    • mostlyharmless 20.02.2018 21:03
      Highlight @rauchzeichen: Offene, ehrliche Kommunikation in einem Club mit einer mit ihrem Job beschäftigten Person ist nicht ganz so einfach.
      2 0 Melden
  • Snowy 20.02.2018 11:09
    Highlight War (positiv) überrascht als im Wochenende LUISA Plakate auch in Clubs antraf, wo man sie vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte (z.B. im Klaus).

    Auf jeden Fall als Sensibilisierungsmassnahme für beide Geschlechter sinnvoll.
    37 14 Melden
    • mille_plateaux 20.02.2018 12:15
      Highlight Das Klaus macht alles mit, was mit wenig Arbeit übernommen werden kann und halbwegs zum Image des pseudodionysischen Hipsterschuppen passt. Da ist mir die Initiative einiger (noch) kleinerer Betriebe, eigene Sensibilisierungskampagnen zu starten, doch sympathischer (bspw. Royal Baden, Kraftfeld). Das wirkt ehrlich und nicht bemüht aufgesetzt.

      Natürlich ist alles besser als nixmachen.
      8 3 Melden
    • Snowy 20.02.2018 13:42
      Highlight So so, das Klaus macht alles mit was mit wenig Arbeit übernommen werden kann... ??

      Klaus wird gerade mit soviel Herzblut geführt/gemacht (auf allen Ebenen) wie man es sich von einem Club nur wünschen kann (meine Meinung).

      Aber offensichtlich kann man es nie allen Leuten recht machen.
      5 8 Melden
    • mille_plateaux 20.02.2018 14:59
      Highlight Trotz unserer Meinungsverschiedenheit: Darum läuft der Laden. Meinen Geschmack trifft er nicht, dafür Deinen. Die Vielfalt macht’s. Und auch wenn ich mich dort drin noch nie wirklich wohlgefühlt habe, ist er ein weiteres Mosaiksteinchen, der das Zürcher Nachtleben etwas spannender macht (gilt gleichermassen für Vior und Photobastei, Jade und Damm, Bellevue und Umbo, Kauf und Blau!)
      2 0 Melden
    • Snowy 20.02.2018 17:09
      Highlight Schön gseit.
      0 0 Melden
  • grind 20.02.2018 11:05
    Highlight ggf übersehe ich etwas, aber ich verstehe nicht wieso es ein codewort braucht, und die betroffene person nicht einfach zum türsteher sagen kann:"hey, diese person da belästigt mich"
    36 7 Melden
    • öpfeli 20.02.2018 11:49
      Highlight Der Name Luisa ist schneller gesagt als ein Satz. Durch die lautr Musik versteht man ja öfters kein ganzer Satz. Vielleicht soll es auch die Hemmschwelle senken. Viele Betroffene schämen sich ja
      30 3 Melden
    • mille_plateaux 20.02.2018 12:21
      Highlight Gerade im Nachtleben kann’s zu sehr unübersichtlichen, verworrenen Situationen kommen. Menschen unter Drogeneinfluss (insbesondere „aggressiver“ Substanzen wie Alkohol und Kokain) sind nicht nur unzurechnungsfähig, sondern auch unberechenbar.
      Es geht darum, betroffenen Personen einen unkomplizierten, sicheren und niederschwelligen Ausweg aus einer Stresssituation zu ermöglichen.
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  • ChefS 20.02.2018 11:00
    Highlight Wieso erfüllt es seinen Zweck nur halb? Vielleicht ist die fast nicht existente Nutzung auch ein Zeichen dafür, dass es doch nicht so schlecht um das Verhalten des männlichen Geschlechts steht, wie allgemein verbreitet wird..
    Und um nicht falsch verstanden zu werden: Ich finde das Projekt „Luisa“ absolut gerechtfertigt. Doch die Aussage „nicht Zweck erfüllend“ bedeutet für mich, dass von einem grundsätzlichen Fehlverhalten der Männer ausgegangen wird, was aber eine sehr gefährliche und vor allem auch nicht korrekte Verallgemeinerung darstellt.
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    • Elderwand 20.02.2018 13:32
      Highlight Wie man aus «Nicht zweck erfüllend» ein «alle Männer verhalten sich grundsätzlich falsch» herausinterpretieren kann ist mir mehr als schleierhaft.

      Da interpretiere ich deinen Kommentar eher als eine generelle Gekränktheit in deinem Mann-Sein durch das schiere Ansprechen sexueller Belästigung.

      Wieso fühlen sich so viele Männer immer gleich beleidigt, wenn man über sexuelle Belästigung spricht? Muss denn in jeder Diskussion riesig angeschrieben werden «es sind selbstverständlich nicht ALLE Männer gemeint!»?

      Quelle: Bin Mann und nicht beleidigt.
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    • ChefS 20.02.2018 15:40
      Highlight Nein überhaupt nicht, ich bin weit davon entfernt, gekränkt zu sein. Trotzdem stelle ich dir gerne die Gegenfrage: Wie interpretierst du „nicht Zweck erfüllend“? Muss das Wort also jeden Abend benutzt werden, damit es seinen Zweck erfüllt?
      Mir ist es sehr viel lieber, wird es nie benutzt, was somit für seltenere Vorfälle der sexuellen Belästigung und somit für ein doch nicht so schlechtes Klima in unserer Gesellschaft spricht.
      Dies - und nur dies - wollte ich mit meinem Kommentar aussagen.
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    • Elderwand 20.02.2018 18:53
      Highlight «Nicht Zweck erfüllend» muss hier nicht interpretiert werden. Der Zweck der Kampagne ist es, Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Wenn dieser Zweck nicht erfüllt ist, dann heisst das, dass die METHODE nicht funktioniert oder noch nicht genügend angekommen ist bei den belästigten Frauen und NICHT dass es weniger sexuelle Belästigung gibt, als angenommen, wie von dir impliziert. Das ist ein Denkfehler.
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  • thefreshgandalf 20.02.2018 10:49
    Highlight Man könnte auch ein Projekt für Männer machen. Frauen könnten Sexuell belästigt werden. Männer verprügelt. Ich glaube jeder hat schon einmal eine Schlägerei im Ausgang gesehen und nicht jeder Mann kann/will sich wehren.
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  • Bruno S. 88 20.02.2018 10:40
    Highlight Warum braucht es überhaupt solch einen codierten Satz? Verstehe ich nicht ganz. Die Security sollte so oder so helfen. Egal ob man nun nach Luisa fragt oder direkt um Hilfe bittet!
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    • Snowy 20.02.2018 11:34
      Highlight Das eine schliesst das andere ja nicht aus.. aber vielleicht gibt´s Situationen wo das Date oder der Belästiger noch neben der Frau steht und diese sich nicht getraut direkt zu sein.
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    • Knety 20.02.2018 11:51
      Highlight Da ja jetzt jeder weiss was mit Luisa gemeint ist, kann man es wirklich gleich direkt ansprechen.
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    • SemperFi 20.02.2018 12:59
      Highlight Der Sinn ist sicher der Code an und für sich, der beim Personal (wenn es denn geschult ist) eine klare, reflexartige Handlung auslösen soll. Wenn man das anders formuliert gibt es immer die Möglichkeit von Missverständnissen, Unklarheiten oder Fehlinterpretationen.
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Wann ist es okay geworden, sein Wort nicht mehr zu halten?

«Ich komm dann später. Vielleicht.»

Letztens auf Instagram hab ich sie wieder gesehen: die grafisch einwandfreie Aufforderung, freitagabends doch einfach zuhause zu bleiben nach einer anstrengenden Woche. «Selfcare first» lautet die ungeschriebene Regel des Instaversums.

Hauptsache, man tut sich selbst etwas Gutes, während man ein Klatschheft im Schaumbad liest. Hinter mir die Schaum, äh, Sinnflut! Und was die anderen wollen: auch egal.  

So sehr ich diese Einstellung auch begrüsse – langsam hat sie spürbar negative …

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