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Zentralafrika

Dorfbewohner in Zentralafrika bei lebendigem Leibe verbrannt

Behördenvertreter in der Zentralafrikanischen Republik berichten von neuen Gräueltaten: Im Zentrum des Landes hätten mutmassliche Séléka-Rebellen und bewaffnete Kämpfer der Volksgruppe der Peul mehr als ein Dutzend Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt. Bewaffnete machten am vergangenen Samstag im Dorf Dissikou in der Region Kaga Bandoro Jagd auf Einwohner. Mindestens 13 Opfer seien in einem Haus eingesperrt worden, das dann angezündet worden sei, verlautete am Dienstag aus Polizeikreisen.

In der Zentralafrikanischen Republik hatte das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka im März 2013 Staatschef François Bozizé gestürzt. Sein Nachfolger Michel Djotodia, der mittlerweile von Übergangspräsidentin Catherine Samba Panza ersetzt wurde, löste sich Séléka zwar offiziell auf, doch sind die Milizen weiter aktiv.

Der Putsch stürzte das Land in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen, in deren Verlauf bereits tausende Menschen getötet wurden. Fast eine Million Menschen befinden sich auf der Flucht.

Bisher sind rund 6000 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und etwa 2000 französische Soldaten in Zentralafrika im Einsatz, um die Gewalt zu stoppen. Eine Überbrückungsmission der EU soll bis zu 800 Soldaten umfassen. Ab Mitte September soll dann eine knapp 12'000 Mann starke Blauhelmtruppe der UNO in das Land entsandt werden. (sda/afp)



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