UNO-Bericht

Afrikanische Extremisten finanzieren sich durch Elfenbein- und Kohlehandel

25.06.14, 07:49
epa04278172 A Picture made available on 24 June 2014 shows Kenyan women carring legal firewoods collected from dead and fallen tree branches from Kibwezi forest on 20 June 2014 in Kibwezi, Kenya. The women collect the woods for burning charcoal and firewoods for selling and self consuption, the forest management issues limited licences to the locals to collect the firewoods to discourage illegal tree cutting. Illegal trade in wildlife and timber products is said to be financing criminal and militia groups threatening security and sustainable development according to a new report from the United Nations Environment Programme (UNEP) and INTERPOL. Somali radical Islamist group al-Shabaab operating in East Africa is estimated to make between 38 and 56 million US dollars per year from illegal trade in charcoal, says the report. The report was released during the launch of the Rapid Response Assessment on Wildlife Trade in the ongoing United Nations Environment Assembly (UNEA)  conference at the UNEP headquaters in Niarobi, Kenya 24 June 2014.  EPA/DANIEL IRUNGU

Für die Verarbeitung von solchen Ästen zu Holzkohle braucht man eine Lizenz. Bild: DANIEL IRUNGU/EPA/KEYSTONE

Der illegale Handel mit Holzkohle und Elfenbein finanziert laut der UNO afrikanische Terrorgruppen. So hat die illegale Jagd auf Elefanten in Afrika mit schätzungsweise 22'000 bis 25'0000 getöteten Tieren jährlich Rekordwerte erreicht.

Teilerträge aus dem dabei erbeuteten Elfenbein würde in die Kassen von Rebellengruppen wie der LRA (Lord's Resistance Army) fliessen, hiess es in dem am Dienstag in Ney York veröffentlichten Bericht. Aber auch der verbotene Handel mit Holzkohle spielt laut den Vereinten Nationen eine wichtige Rolle, etwa für die somalische Terrorgruppe Al-Shabaab, die bis zu 56 Millionen Dollar jährlich auf diesem Weg einnimmt.

Insgesamt schätzt die UNO den jährlichen Gewinn durch illegalen Wildtierhandel sowie durch Umweltvergehen auf bis zu 213 Milliarden Dollar weltweit. (lhr/sda/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen