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Uno-Chef: Der Jemen steht «am Rande des Abgrunds»



Uno-Generalsekretär António Guterres sieht den Jemen nach rund vier Kriegsjahren «am Rande des Abgrunds». Das Land erlebe die schlimmste humanitäre Krise der Welt, sagte Guterres am Freitag vor Journalisten in New York.

«Aber auf der politischen Seite gibt es Hoffnungszeichen. Wir müssen alles tun, um die Chancen auf Erfolg zu maximieren.» Zuletzt hatten die USA sich dafür eingesetzt, die festgefahrenen Friedensbemühungen für den Jemen neu zu beleben und den Druck auf ihren Verbündeten Saudi-Arabien zu erhöhen.

Im Jemen, dem bitterarmen Land im Süden der arabischen Halbinsel, kämpfen die vom Iran unterstützten Huthi-Milizen gegen Truppen der ins Exil geflohenen Regierung des international anerkannten Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Die Huthis hatten 2014 die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle gebracht.

Daraufhin griff Saudi-Arabien mit Luftangriffen in den Krieg ein und führt seitdem eine Koalition arabischer Staaten an. In dem Konflikt wurden nach Uno-Angaben bereits rund 10'000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten.

Die Lage im Jemen ist katastrophal. Nach Einschätzung der Uno handelt es sich um die schwerste humanitäre Krise weltweit. Bis zu 14 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht, darunter über sieben Millionen Kinder. Mehr als 22 Millionen Jemeniten - drei Viertel der Bevölkerung - benötigen humanitäre Hilfe. (sda/dpa/afp)

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