Waffen
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ARCHIVBILD ZUR UEBERPRUEFUNG DER SCHWEIZER MILITAERPOLIZEI DURCH DIE RUSSISCHE FOEDERATION, AM DIENSTAG, 11. SEPTEMBER 2018 - Ein MOWAG Piranha der Militaerpolizei bei einer Uebung  auf dem Gelaende des CONEX 15 Volltruppenuebungsplatzes im Industriegebiet von Muttenz BL am Freitag, 18. September 2015. Vom 16.-25. September 2015 fuehrt die Territorialregion 2 in der Nordwestschweiz und am Jurasuedfuss die Truppenuebung

Der Radpanzer Piranha der Firma Mowag ist ein erfolgreiches Exportprodukt der Schweizer Waffenhersteller.  Bild: KEYSTONE

Das sind die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie



Die Kriegsmaterialexporte der Schweizer Industrie sorgen derzeit für mehr Schlagzeilen als lange zuvor. Der Bundesrat will unter Druck der Rüstungsindustrie künftig Waffenausfuhren in Länder mit inneren Konflikten erlauben; dagegen wendet sich eine überparteiliche Allianz, die in kurzer Zeit über 40'000 Unterschriften gegen dieses Vorhaben gesammelt hat. 

Die Schweizer Waffenschmiede haben in den letzten Jahren nach einem Hoch im Jahr 2011 tendenziell weniger Kriegsmaterial exportiert. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr jedoch wieder an; laut Seco gingen Rüstungsgüter im Wert von insgesamt 446,8 Millionen Franken in 64 Länder. Dies entspricht einem Anteil von 0,15 Prozent an der gesamten Warenausfuhr.

Schweizer Waffenexporte 1998–2017

Waffenexporte 1998-2017
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Quelle: Seco

Die wichtigsten Empfängerstaaten von Rüstungsgütern aus Schweizer Produktion waren Deutschland, gefolgt von Thailand und Brasilien. Deutschland gehört traditionell zu den grössten Abnehmern von Schweizer Kriegsmaterial, besonders von Munition. Viele andere Staaten auf der Liste unten verdanken ihren Rang jedoch einzelnen Grossaufträgen – etwa Thailand, das 2017 Fliegerabwehrsysteme im Wert von 87,6 Millionen Franken orderte. 

Waffenexporte 2017: Die 20 wichtigsten Empfängerstaaten


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Quelle: Seco

Topseller Feuerleitsysteme

Welche Waffensysteme jeweils die Statistik dominieren, hängt wenigstens zum Teil von einzelnen Grossaufträgen ab. Über die letzten Jahre hinweg sind es vornehmlich vier Waffenkategorien, die den Löwenanteil an den Schweizer Waffenexporten ausmachen: Munition, Feuerleitgeräte, Grosskaliberwaffen und Landfahrzeuge. 

Fast 40 Prozent der Waffenexporte entfielen letztes Jahr auf sogenannte Feuerleiteinrichtungen. Das sind Radarsysteme zur Überwachung des Luftraums und zur Steuerung von Luftabwehrkanonen (diese fallen wiederum in eine andere Kategorie, die «Grosskaliberwaffen»). Feuerleitgeräte im Wert von 32,9 Millionen Franken gingen allein nach Brasilien. Spitzenreiter bei diesen Waffen ist die Firma Rheinmetall Air Defence mit den Fliegerabwehrsystemen Skyshield und Skyguard. 

Waffenexporte 2017 nach Sparten

Waffenexporte 2017 nach Sparten
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Quelle: Seco

Der zweite grosse Posten entfiel 2017 auf die Kategorie Munition. Deutschland allein bezog 2017 Munition und Munitionskomponenten im Wert von 78,3 Millionen Franken. Hauptsächlicher Lieferant ist die zu 100 Prozent in Bundesbesitz befindliche Ruag, die grösste Munitionsfabrik für Kleinwaffenmunition in Europa.

Die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie

Alle anderen Kategorien, auch die sonst gut vertretenen Grosskaliberwaffen und Landfahrzeuge (darunter Panzer) fielen dagegen deutlich ab. Bei den Landfahrzeugen fällt besonders der Radpanzer Piranha der Firma Mowag ins Gewicht, von dem in den Jahren zuvor grosse Stückzahlen nach Rumänien und Dänemark gingen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • Eskimo 19.09.2018 09:13
    Highlight Highlight Die Info in der Bildstrecke zum PC21 ist falsch. Dieses Flugzeug ist ein reines Trainingsflugzeug und ist nicht für eine Bewaffnung ausgelegt.
  • mrbios 18.09.2018 23:44
    Highlight Highlight Wie wäre es mit dem Export von Hilfsgütern in Krisengebiete? Ah zu politisch? Sry mein Fehler.
  • dracului 18.09.2018 21:05
    Highlight Highlight Ruag AG, im Bundesbesitz, hat weltweit zahlreiche Tochterunternehmen (Brasilien, Saudi-Arabien etc.) bei denen der Ruag VR die einzige „Kontrollinstanz“ ist. Ob die Schweizerischen Exportbestimmungen in Tochterunternehmen eingehalten werden, ist zwar mündlich zugesichert, aber Transparenz wird verweigert. Ein Umstand den die Politiker weder mit Schweizer Arbeitsplätzen, noch mit der der Schweizer Sicherheitspolitik glaubhaft erklären können.
  • Christian Mueller (1) 18.09.2018 19:56
    Highlight Highlight https://m.srf.ch/news/schweiz/export-von-kriegsmaterial-sieben-infografiken-zu-waffen-exporten-aus-der-schweiz
  • Snowy 18.09.2018 19:15
    Highlight Highlight Zweitwichtigste Waffenexport-Sparte: Munition

    Nix mit High tech.... Argument des Bundesrates "Waffentechnik Know how muss in der CH bleiben" entfällt also.
    • ands 18.09.2018 23:29
      Highlight Highlight Weshalb sollte in Munition kein High-Tech stecken? In panzerbrechenden Sprengköpfen steckt vermutlich ziemlich viel Know-how.
  • wizzzard 18.09.2018 18:50
    Highlight Highlight Gibt es irgendeine Quelle für die Information, dass der PC-21 bewaffnet werden kann? Oder ist das eher eine Verwechslung mit PC-7 oder PC-9?
    • Alnothur 18.09.2018 23:06
      Highlight Highlight Bewaffnen kann man die alle drei. Im Endeffekt kann man jedes Flugzeug bewaffnen, die Frage ist nur womit.
    • bruce 19.09.2018 06:27
      Highlight Highlight Theoretisch kann jedes Flugzeug bewaffnet werden. Der PC-21 hat aber wie die anderen beiden Modelle Aufhängungen für Zusatztanks, welche sehr einfach in Waffenträger umgebaut werden können. Ich weiss aber nicht, ob Pilatus das so anbietet oder der Kunde dies selbst machen muss...
    • wizzzard 19.09.2018 15:41
      Highlight Highlight Nur hat der PC-21 im Gegensatz zu den beiden anderen einen ziemlich ausgereizte Hochleistungsflügel. Bereits die Integration der Zusatztanks war nicht ganz einfach. Also noch einmal: Hat jemand eine Quelle, dass es geht, oder ist alles nur Glauben und Hörensagen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Plöder 18.09.2018 18:00
    Highlight Highlight Interressant wie viel Beschäftigte, dieser Sektor hat.
    Weil immer mit der Argumentation der Arbeitsplatze um sich geschlagen wird.
    • Blister 18.09.2018 22:10
      Highlight Highlight Leider zu wenig. Mit einem stärkeren Rüdstungssektor würde die Schweizer Wirtschaft viel besser da stehen. Schon perfide anderen Leuten die Arbeitslosigkeit zu wünschen und die Allgemeinheit zahlen zu lassen, nur weil moralisches Denunziantentum gerade en vogue ist.
    • gecko25 18.09.2018 23:00
      Highlight Highlight @ Blister. lässt du moralisches Denunziantentum auch sein, wenn von westlichen Waffen traumatisierte Flüchtlinge, Einheimische töten ? Danke für die umgehende Antwort
    • Sauäschnörrli 18.09.2018 23:40
      Highlight Highlight @Blister, ein Mechaniker der einmal einen Panzer montiert hat, wird also nie wieder etwas anderes montieren können? Dann müssen wir umbedingt eine grosse Kampagne starten, dass niemand mehr in die Rüstung wechselt und somit in diese Falle tappt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maricana 18.09.2018 17:50
    Highlight Highlight Der wahrhaftige Exportschlager in diesem Business aus Schweizer Sicht ist und bleibt die "Glückskette".
  • Liselote Meier 18.09.2018 17:22
    Highlight Highlight Dies ist aber nur ein Teil. Den grössten Reibach machen diese Firmen via Lizenzen und da gibt es keinerlei Kontrolle.

    Chile unter Pinochet ein gutes Beispiel. Bund Verbot Kriegsmaterialexporte dorthin. Wurde unterlaufen in dem Chile Mowag Radschützenpanzer und das Schweizer Strumgewehr in Lizenz bauen durfte und auch weiterkaufen durfte.


    • Garp 18.09.2018 19:22
      Highlight Highlight Und das läuft auch in andern Ländern so. Krieg ist und bleibt eines der lukrativsten Geschäfte neben Drogen und Menschenhandel.

Afrika gehen die Esel aus. Der Grund ist zum 🤮

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