Frankreich
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Der Kirchenschatz der Notre Dame
http://www.notredamedeparis.fr/visites-2/le-tresor/

Unbezahlbare Kunstwerke: Der Kirchenschatz der Kathedrale. Bild: notredamedeparis.fr

Diese Schätze überlebten den Brand der Notre-Dame – und diese gingen verloren



Entsetzt mussten die Pariser am Abend des 15. April zusehen, wie immer höhere Flammen aus dem Dach der Notre Dame schlugen. Die berühmte Kathedrale, noch vor dem Eiffelturm die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der französischen Hauptstadt, wurde vom Feuer schwer beschädigt. Immerhin konnten die Fassaden und die beiden Glockentürme gerettet werden; die Hauptstruktur des Bauwerks blieb weitgehend intakt.

Wie indes die Bilanz bei den unbezahlbaren Kunstgegenständen aussieht, die Teil der Kathedrale sind oder in ihr aufbewahrt werden, wird sich wohl erst in den nächsten Tagen genauer zeigen. Soviel ist aber derzeit sicher: Der Kirchenschatz der Notre Dame hat das Inferno unversehrt überstanden.

Gerettete Objekte

Es waren Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, die die wertvollen Objekte aus dem Anbau der Kirche holten. Ohnehin erreichte das Feuer diesen Anbau offenbar nicht.

Der ursprüngliche Kirchenschatz, dessen älteste Bestände aus dem Jahr 1343 stammten, war einer der reichsten in ganz Frankreich, bevor er während der Französischen Revolution 1789 zerstört wurde. Kein einziges Objekt aus diesem alten Schatz überstand die Wirren der Revolution. Mehrere Reliquien, die angeblich von der Passion Christi stammen, waren jedoch in der Sainte Chapelle aufbewahrt worden und entgingen der Vernichtung. Sie wurden 1804 in die Notre Dame gebracht und bildeten die Grundlage für den neuen Kirchenschatz.

Dies sind die bedeutendsten Objekte aus dem Kirchenschatz:

• Christi Dornenkrone

Die wichtigste Reliquie des Kirchenschatzes ist die Couronne d’épines (Dornenkrone), die Jesus angeblich kurz vor seiner Kreuzigung aufgesetzt wurde. König Louis IX. (1214-1270) erwarb sie 1237 vom Kaiser in Konstantinopel und brachte sie 1239 nach Paris, wo sie zunächst in der Notre Dame aufbewahrt wurde, bevor sie in die eigens errichtete Sainte Chapelle kam. Nach der Revolution kam die Reliquie zurück in die Kathedrale. Seit 1896 wird die Dornenkrone in einer kostbaren Hülle aus Kristall und Gold aufbewahrt.

Dornenkrone Kirchenschatz Notre Dame
http://www.notredamedeparis.fr/spiritualite/spiritualite-et-liturgie/veneration-de-la-sainte-couronne-depines/

Die Dornenkrone in ihrer Hülle. Die Reliquie ist übrigens nur eine von mehreren, die den Anspruch erheben, das Haupt Christi gekrönt zu haben. Bild: notredamedeparis.fr

Schrein der Dornenkrone, Kirchenschatz, Notre Dame
http://www.notredamedeparis.fr/visites-2/le-tresor/chasse-de-la-sainte-couronne-depines-dessinee-par-viollet-le-duc/

Der Schrein, in dem die Reliquie aufbewahrt wird. Bild: notredamedeparis.fr

• Das Büssergewand von Louis IX.

Der französische König, der später heiliggesprochen wurde, brachte die Dornenkrone barfuss und im Büssergewand nach Paris. Dieses Kleidungsstück gehört ebenfalls zu den Schätzen, die in der Notre Dame aufbewahrt wurden. Das Gewand wurde kurz nach dem Ausbruch des Brands aus der Kirche geholt.

Büssergewand von Louis IX., Kirchenschatz Notre Dame
http://templier-sud-ouest.over-blog.com/2016/03/la-tunique-de-saint-louis.html

Bild: templier-sud-ouest.over-blog.com

• Holz und Nagel vom Heiligen Kreuz

Ein Splitter vom Kreuz, an dem Jesus Christus starb, und ein Nagel, der angeblich den göttlichen Leib durchbohrt hatte, sind ebenfalls Teil des Kirchenschatzes.

Holz und Nagel vom Kreuz Christi, Kirchenschatz Notre Dame
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Reliquaire_du_Clou_et_du_Bois_de_la_Croix.jpg

Das Reliquiar mit dem Nagel und dem Stück Holz vom Heiligen Kreuz. Solche Reliquien gibt es allerdings zuhauf. Bild: Wikimedia

• Monstranz von Sainte Geneviève

Die Monstranz stammt aus der ehemaligen Kirche Saint Geneviève, die kurz nach ihrer Fertigstellung während der Revolution profanisiert wurde und heute als Panthéon bekannt ist. Seit 1894 befindet sie sich im Kirchenschatz.

Monstranz von Sainte Geneviève, Kirchenschatz Notre Dame
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paris_(75004)_Cath%C3%A9drale_Notre-Dame_Tr%C3%A9sor_Ostensoir_de_Sainte_Genevi%C3%A8ve.jpg

Ursprünglich befand sich die Monstranz im heutigen Panthéon. Bild: Wikimedia

Neben dem eigentlichen Kirchenschatz sind auch weitere wertvolle Kunstgegenstände unversehrt geblieben oder konnten rechtzeitig gerettet werden:

• 16 Kupferstatuen

Ein glücklicher Zufall rettete die 16 Kupferstatuen bei der Turmspitze. Sie wurden nur vier Tage vor dem Brand in einer aufwändigen Aktion von der Turmspitze geholt, um sie in Südfrankreich restaurieren zu lassen. Die Statuen stammen aus dem Jahr 1860 und stellen die zwölf Apostel und die vier Evangelisten dar.

16 Kupferstatuen Notre Dame
https://www.la-croix.com/Culture/statues-Notre-Dame-Paris-envolent-etre-restaurees-2019-04-11-1301015118

Kurz vor dem Brand von der Turmspitze geholt: Die Kupferstatuen der Apostel und Evangelisten. Bild: la-croix.com

• Altarverzierung

Die Altarverzierung konnte in Sicherheit gebracht werden. Sie umfasst unter anderem ein Kreuz mit sechs Kerzenleuchtern, und zwei grosse Kerzenhalter. Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, twitterte ein Bild, auf dem einige der geretteten Gegenstände zu sehen sind:

• Gemälde

Zu den geretteten Kunstwerken zählen einige Gemälde, darunter «La Vierge de Piété» von Lubin Baugin, «Vierge à l’enfant» und «La Vierge noire de Czestochowa».

• Glocken

Die Glocken der Kathedrale befinden sich in den beiden vom Feuer verschonten Glockentürmen und nahmen daher keinen Schaden. Bekannt ist vor allem die Glocke «Emmanuel», die den Ruf geniesst, die wohlklingendste Glocke Frankreichs zu sein. 1944 läutete sie, um das Ende der deutschen Besetzung zu verkünden. Sie ist mit ihrem Gewicht von 23 Tonnen zugleich die grösste der zehn Glocken der Kathedrale.

Der Emmanuel ist die größte der zehn Glocken an Notre-Dame zu Paris.
Von Author: Tristan Nitot - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=109845

Die grösste Glocke der Notre Dame bringt 23 Tonnen auf die Waage. Bild: Wikimedia/Tristan Nitot

• Sakristei

Die Sakristei, in der wertvolle Goldschmiedearbeiten aufbewahrt werden, blieb vom Feuer verschont. Die Feuerwehrleute liessen diese Kunstgegenstände deshalb an ihrem Ort.

Teilweise gerettete Objekte

• Rosetten

Die drei riesigen Rosetten der Kathedrale, die die Blumen des Paradieses darstellen, wurden im 13. Jahrhundert konstruiert und danach mehrmals restauriert. Das Glasfenster auf der Westseite hat einen Durchmesser von 10 Metern, jenes auf der Südseite misst 12,9 Meter und das grösste auf der Nordseite sogar 13,1 Meter. Vermutlich haben zumindest die Nord- und Südrosette den Brand überstanden, wenn sie auch völlig verrusst wurden.

• Orgel auf der Westempore

Die Hauptorgel von Aristide Cavaillé-Coll, die erst zwischen 2012 und 2014 aufwändig restauriert wurde, befindet sich auf der Westempore; sie ist mit ihren knapp 8000 Pfeifen eine der grössten und bekanntesten der Welt. Konstruiert wurde sie von 1863 bis 1868, wobei ältere Teile aus dem 18. Jahrhundert und noch ältere Pfeifen weiterverwendet wurden. Es ist noch unklar, wie stark die Orgel beschädigt wurde. Der stellvertretende Bürgermeister Emmanuel Gregoire sagte, sie sei nahezu unbeschädigt. Andere Quellen bezeichneten sie als stark beschädigt.

Hauptorgel Notre Dame
https://de.wikipedia.org/wiki/Orgeln_der_Kathedrale_Notre-Dame_de_Paris#/media/File:Grandes-Orgues,_Notre-Dame_de_Paris.jpg

Die prachtvolle Orgel von Cavaillé-Coll. Bild: Wikimedia

• Der Altar

Der Altar ist vermutlich zumindest zum Teil erhalten geblieben. Das Kreuz und die Statuen – die Figurengruppen stellen die Kreuzabnahme und die Grablegung dar – erscheinen auf Aufnahmen nach dem Brand noch intakt.

• «Les grands Mays»

Zwischen 1630 und 1707 stiftete die Zunft der Goldschmiede der Notre Dame jedes Jahr zum 1. Mai ein Gemälde zu Ehren der Jungfrau Maria. Von diesen grands Mays genannten Gemälden waren derzeit 13 in den Seitenkapellen des Längsschiffs ausgestellt. Hinzu kamen zwei weitere Gemälde, die im Hauptschiff ausgestellt waren. Die Gemälde sollen laut dem französischen Kulturminister Wasserschäden aufweisen. Möglich ist auch, dass der Rauch sie verschmutzte. Sie sollen zur Restauration ins Louvre-Museum gebracht werden.

Zerstörte Objekte

• Die Turmspitze

Die erste Turmspitze wurde 1250 konstruiert, aber Ende des 18. Jahrhunderts entfernt. Die heutige Turmspitze, die nun dem Brand zum Opfer fiel, wurde 1860 im Zuge der grossen Restauration der Kathedrale aufgesetzt. Die 96 Meter hohe Spitze bestand aus etwa 500 Tonnen Holz und 250 Tonnen Blei.

epa07510183 Flames on the roof of the Notre-Dame Cathedral in Paris, France, 15 April 2019 (issued 16 April 2019). A raging fire that tore through Notre-Dame Cathedral in central Paris was extinguished, the city's fire service announced on April 16, around 15 hours after it first broke out. The blaze brought its towering spire and roof crashing to the ground, wiping out centuries of priceless heritage central to French culture and history.  EPA/IAN LANGSDON

Die Turmspitze wurde ein Opfer der Flammen. Bild: EPA/EPA

• Reliquien in der Turmspitze

Im Hahn, der auf der Turmspitze thronte, befanden sich drei Reliquien: ein Stück der Dornenkrone, eine Reliquie des heiligen Dionysius und eine der heiligen Genoveva.

• Der «Wald»

Das Balkenwerk des Dachstuhls, auf französisch la fôret («der Wald») genannt, wurde beim Brand vollkommen zerstört. Es handelte sich um ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst. Einige der Eichenbalken wurden beim Neubau des Dachstuhls 1260 wiederverwendet, sie stammten vermutlich aus dem Dachstuhl von 1160/70.

Dachstuhl (fôret) der Notre Dame
http://www.notredamedeparis.fr

Die uralten Balken des Dachstuhls sind unwiederbringlich dahin. Bild: notredamedeparis.fr

Brand in der Notre-Dame

Notre-Dame: Einschätzungen einer Kunsthistorikerin

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    Alle Leser-Kommentare
  • chandler 18.04.2019 09:00
    Highlight Highlight Wo bleiben eigentlich all die Verschwörungstheoretiker bei diesem Brand? ;)
  • V-REX 17.04.2019 23:14
    Highlight Highlight Die Goldreserven der Kirche wurden also gerettet, und obendrein bezahlt auch noch das Volk den Wiederaufbau, wie sie es schon beim Errichten getan haben. Von wegen Seele rein waschen und so.....
    Frage mich was ein Gläubiger dazu sagen würde, wenn man ihn fragt, ob es nicht Gottes Wille war, dass die Kirche abbrannte.
    • Alienus 18.04.2019 07:47
      Highlight Highlight Vorschlag: sich informieren, ob das besagte Gebäude mit Grundstück überhaupt der Kirche gehört!
  • Alienus 17.04.2019 12:41
    Highlight Highlight Hat doch ein Religions-Historiker richtig geschrieben, dass man aus dem Eisen der angeblichen Nagel-Reliquien einen veritablen Panzerkreuzer bauen könnte.
  • Rhabarber 17.04.2019 00:27
    Highlight Highlight Eigentlich ein geniales System.
    Man erfinde eine Religion und entwickle dazu ein Verfahren, mit dem Sünder wieder entsündet werden. Natürlich nur gegen Geld. Et voila: Ablasshandel.
    Damit konnten sich die Reichen jeden Scheiss leisten und sich hinterher wieder freikaufen.
    Der Rest der Völker wurde versklavt, verkauft, verjagt, verbrannt, eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt, missbraucht und auf grausamste Arten ermordet.

    Jubel Jubel ... Was für ein toller Verein.

    Sorry Leute, ihr könnt mich kaputt blitzen. Aber ich hab für diesen Verein nur tiefste Verachtung.

    • MBArocsTrucker 17.04.2019 11:23
      Highlight Highlight Es geht bei der Anteilnahme der meisten auch nicht im geringsten um Religion! Natürlich, die Notre Dame ist eine Kirche, die historischen Gegenstände haben einen christliche Hintergrund. Aber in erster Linie geht es darum, dass ein ein Meisterwerk der Baukunst zerstört wurde. Und es ist traurig ja, sehr traurig sogar. Die Kapellbrücke in Luzern hat auch die ganze Stadt schockiert, ebenso der wunderschöne alte Bahnhof. Die Notre Dame ist noch einmal eine Nummer grösser, sie ist eines der Hauptmerkmale der Stadt.
  • Militia 17.04.2019 00:02
    Highlight Highlight Alles in allem ist es wohl noch glimpflich ausgegangen. Der Hahn der Turmspitze wurde mittlerweile ebenfalls fast intakt in den Trümmern gefunden. "Ausser" etlichen Gemälden und dem Dachstuhl ging also beinahe nichts kaputt, wobei sich der Dachstuhl sogar rekonstruieren lässt. Glück im Unglück!
  • Angelo C. 16.04.2019 23:57
    Highlight Highlight Ein ebenso umfassender wie interessanter Artikel - wie halt bei Daniel Huber gemeinhin üblich.

    Ein fehlendes Detail hört ich auf einer französischen TV- Station : auch die prächtigen, kunstvollen Glasfenster der Kathedrale seien praktisch unbeschädigt. Gewiss ein nicht zu verachtender Faktor, denn diese vollwertig zu ersetzen, wäre wohl ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

    Über die geretteten Reliquien (angebliche Dornenkrone und ein erhaltenes Holzstück vom Kreuz Jesu), bzw. deren unbewiesene Echtheit schweig‘ ich aber mal bewusst 😊.
    • Chrésh Dii-Ahn Parzival 17.04.2019 08:52
      Highlight Highlight Wie auch all die Schweisstücher, die es geben soll...
    • D(r)ummer 18.04.2019 14:22
      Highlight Highlight Ich stand in Istanbul mal vor Mose's-Stab (der, der das Meer teilte)

      Bartstücke, Fussabdrücke, Schmuckstücke und sonstige Dinge von Mohammed hatte es auch.

      Sicherheitsaufkommen? 4 Security's und 2 davon am Handy.


      Der Urknall lässt sich einfacher beweisen, als die Herkunft dieser Gegenstände.
  • My Senf 16.04.2019 23:29
    Highlight Highlight Verstehe die Aufregung und die Breaking news zu einem Feuer nicht.
    Kein einziges Opfer! Und so n Tamtam
    Was interessiert uns Notre Dame in Paris?
    • Aerohead 17.04.2019 08:12
      Highlight Highlight Mich würde eher interessieren, weshalb bei 8 Milliarden Menschen ein paar Opfer interessant sein sollten.
    • My Senf 17.04.2019 08:25
      Highlight Highlight Ebe
  • Nelson Muntz 16.04.2019 23:20
    Highlight Highlight @hellstekerze

    Wie, wann, und überhaupt kann Notre Dame rekonstruiert werden?
    • Mutzli 17.04.2019 10:08
      Highlight Highlight Die hellste Kerze bin ich sicher nicht, aber diese Frage nach Rekonstruktion lässt sich jetzt schlicht nicht beanworten.

      Das wird schlussendlich, wie so ziemlich alles, eine Frage der Politik sein.

      Angefangen bei den Kosten (gehört dem Staat Frankreich, aber wurde unbegrenzt der kath. Kirche ausgeliehen mit der Auflage, diese müsse sich um Instandhaltung kümmern...was diese nicht machte) hin zu wie "authentisch" die Rekonstruktion sein soll.

      Ähnliche Eichen zu finden wäre z.B. möglich aber sehr aufwändig, gleiches gilt für die nötige Expertise.

      Man wirds sehen!
  • Neruda 16.04.2019 22:37
    Highlight Highlight Der Kaiser von Konstantinopel hat sich sicher einen abgelacht, als ihm der dumme Louis das dürre Zeugs aus dem Vorgarten teuer abgekauft hatte 😂
  • Wander Kern 16.04.2019 22:23
    Highlight Highlight Ich finde, all die "LA fôret"-Klugscheisser sollten beim nächsten Huberquizz mit einem Punkt Vorsprung starten dürfen. :)
    • Billy Meier 17.04.2019 06:08
      Highlight Highlight Und ich finde, das Huber-Quiz ist ab sofort mit einer Französisch-Frage zu ergänzen!
    • Daniel Huber 17.04.2019 11:03
      Highlight Highlight Certainement pas!
  • In vino veritas 16.04.2019 22:17
    Highlight Highlight Schön zu hören, dass das meiste gerettet werden konnte! Bei dieser Gelegenheit könnte man diese Schätzte auch auf ihre Authentizität hin überprüfen. Ob dabei etwas "überraschendes" zum vorschein kommt?
    • Neruda 16.04.2019 22:39
      Highlight Highlight Haha da schaut die Kirche schon, dass das nicht auf Echtheit geprüft werden kann, sonst kommt dann plötzlich noch heraus, dass die Dornenkrone aus der heutigen Türkei stammt und nicht aus Palästina 😁
  • Reto32 16.04.2019 21:33
    Highlight Highlight Aber bitte! Es heisst "La forêt", nicht "Le fôret"!
    • Daniel Huber 17.04.2019 11:05
      Highlight Highlight Pardon !
      Danke für den Hinweis, ist korrigiert.
  • ParanoidAndroid 16.04.2019 21:17
    Highlight Highlight C'est la forêt, cher monsieur le Huber.
    • Daniel Huber 17.04.2019 11:09
      Highlight Highlight Vous avez tout à fait raison, cher ParanoidAndroid ! Je viens de corriger cette faute affreuse.
  • real donald trump 16.04.2019 21:16
    Highlight Highlight Schön zu hören dass doch ein Teil gerettet wurde, hebt die Laune doch ein wenig an. Aber wie gestern schon getwittert, ein Löschflugzeug hätte das alles schneller geregelt!
    • MaskedGaijin 16.04.2019 21:50
      Highlight Highlight Wenn die Feuerwehr bewaffnet gewesen wäre hätte sie das Feuer einfach erschiessen können. So sad.
    • In vino veritas 16.04.2019 22:06
      Highlight Highlight Ja genau. Wozu alles mühvoll abbrennen lassen, wenn ein Löschflugzeug den gleichen Effekt hat...
    • real donald trump 16.04.2019 22:27
      Highlight Highlight @MaskedGaijin Wie man so schön: sagt Feuer mit Feuer bekämpfen!
  • dath bane 16.04.2019 20:49
    Highlight Highlight Die Turmspitze bestand aus 250 Tonnen Blei? Wo ist dieses Blei jetzt? Das klingt ungesund.
    • Dr. Zoidberg 16.04.2019 21:09
      Highlight Highlight ziemlich sicher geschmolzen und irgendwohin gelaufen oder getropft. zum verdampfen des bleis dürfte das feuer nicht heiss genug gewesen sein.
    • tösstaler 16.04.2019 21:29
      Highlight Highlight abeglättered ... ab allerspätestens 330°C ...
      vermutlich zur Eindeckung und für Einfassungen von Durchdringungen verwendet, kann problemlos verarbeitet, verfalzt und verformt werden, siehe z.Bsp. Gebäudehülle Theater Winterthur.
    • JoJodeli 16.04.2019 21:37
      Highlight Highlight Mit dem Löschwasser schön in die Kanalisation gespült 😬 auweia
    Weitere Antworten anzeigen
  • amberli 16.04.2019 20:27
    Highlight Highlight Der Wald = la forêt. 😉
    • Daniel Huber 17.04.2019 10:59
      Highlight Highlight Autsch! Merci für den Hinweis, ich korrigiere das gleich 🤦‍♂️
  • Garp 16.04.2019 20:25
    Highlight Highlight Reliquien schmerzen mich nicht, an die glaub ich nicht. Schmerzlich find ich's wenn Kunst und hervorragendes Kunsthandwerk zerstört wird.
    • tösstaler 16.04.2019 21:44
      Highlight Highlight hm, in solchen Fällen gehts vorallem um die historische Handwerkskunst, das religiöse Gedöns kann in solchen Fällen guten Gewissens in die Tonne getreten werden.
      Darum auch sehr schmerzlich, was der idiotische IS in den letzen Jahren alles zerstört hatten.
    • Sama 16.04.2019 22:06
      Highlight Highlight Auch Reliquien sind kunsthistorische und kulturelle Schätze.
    • Wander Kern 16.04.2019 22:20
      Highlight Highlight Dazu zählen Reliquien meist auch (zumindest deren Behältnisse). Zudem muss man nicht an sie glauben, um ihren kulturhistorischen Wert zu erkennen. Sowenig, wie man Pharaonen für gottgleich halten muss, um die Erhaltung von Ramses' Mumie zu befürworten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Annette von Droste Hülshoff 16.04.2019 20:08
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen interessanten Artikel!

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