AfD
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epa07417250 Alternative for Germany (AfD) party co-chairman and top candidate for the European Parliament elections Joerg Meuthen drinks from a stein mug at the Political Ash Wednesday gathering of the Alternative for Germany (AfD) party in Osterhofen, Germany, 06 March 2019. All major German political parties traditionally hold rallies on Ash Wednesday where rhethoric is usually heated and closely watched by the media.  EPA/PHILIPP GUELLAND

Profitierte von illegalen Spenden: AfD-Bundestagsvorsitzender Jörg Meuthen. Bild: EPA/EPA

Wegen illegaler Spenden – AfD muss mehr als 400'000 Euro Strafe zahlen



Wegen illegaler Parteispenden müssen die deutschen Rechtspopulisten eine Strafe von insgesamt 402'900 Euro zahlen. Das entschied die Bundestagsverwaltung am Dienstag in Berlin.

Es geht um Hilfen durch die Schweizer Werbeagentur Goal AG für den heutigen AfD-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und das Bundesvorstandsmitglied Guido Reil in Landtagswahlkämpfen 2016 und 2017. Beide sind Spitzenkandidaten der AfD für die Europawahl im Mai.

Die Alternative für Deutschland wurde im Frühjahr 2013 gegründet. Inzwischen ist die Partei in allen 16 deutschen Landtagen vertreten.

Meuthen sprach von einer «rechtsirrigen Position» und kündigte Widerspruch an. «Unsere komplette Rehabilitierung noch vor der Wahl soll eben verhindert werden.» Er hatte bereits früher angekündigt, seine Partei werde gegen Strafzahlungen notfalls durch alle gerichtlichen Instanzen vorgehen. Sie habe nicht Illegales getan.

Gleichwohl hat der AfD-Bundesvorstand beschlossen, eine Million Euro wegen der drohenden Strafzahlungen zurückzulegen.

Meuthen hatte im März der «Welt» gesagt, er selbst habe Anfang 2016 im baden-württembergischen Landtagswahlkampf von der Schweizer Goal AG Unterstützungsleistungen wie Plakate, Flyer und Anzeigen mit einem Gegenwert von 89'800 Euro erhalten, die die Bundestagsverwaltung als illegale Spenden ansehe.

epa07171935 Alternative for Germany (AfD) politician Guido Reil delivers a campaign speech during his application for the European elections list at the party’s European election convention in Magdeburg, Germany, 16 November 2018 (issued 17 November 2018). The AfD is gathering from 16 to 19 November in Magdeburg, for the election of their candidates for the European elections. European elections will take place for 23 to 26 May 2019.  EPA/CLEMENS BILAN

Wurde ebenfalls von der Goal AG unterstützt: Guido Reil. Bild: EPA/EPA

Im Fall des AfD-Bundesvorstandsmitglieds Guido Reil, der im Jahr darauf im NRW-Landtagswahlkampf ebenfalls von der Goal AG unterstützt wurde, gehe die Bundestagsverwaltung von rechtswidrigen Zuwendungen in Höhe von 44'500 Euro aus.

Die Bundestagsverwaltung erklärte nun, dass «diese geldwerten Zuwendungen von der AfD nicht hätten angenommen werden dürfen». In beiden Fällen sei ein Zahlungsanspruch in Höhe des Dreifachen der unzulässig angenommenen Spendenbeträge festgelegt worden.

Weitere Strafzahlungen könnten auf die AfD wegen Zuwendungen von rund 132'000 Euro aus der Schweiz an den Kreisverband Bodensee der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel zukommen. Deutsche Parteien dürfen keine Spenden von Gönnern annehmen, die nicht EU-Bürger sind. Deshalb untersucht der Bundestag auch diese Spenden für den Bundestagswahlkampf von Weidel. (sda/dpa)

«Schämen Sie sich» - Politiker explodiert bei Curios Rede

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 17.04.2019 06:27
    Highlight Highlight Philip Manow: Die Politische Ökonomie des Populismus, Edition Suhrkamp, Berlin 2018, 176 Seiten

    „Die Populisten ernst nehmen

    Manows Studie richtet sich gegen eine Tendenz in der Populismusdebatte, das Phänomen auf einen Abwehrreflex zurückzuführen, in dem angeblich bloss die kulturelle Rückständigkeit gewisser Schichten zum Ausdruck kommt.
    (Buchbespr. von Franz Derendinger in Journal21.ch, 15.4.19)

    Warum wird das Wort "Populismus" von den Mainstream-Medien wie Watson immer dankbar als Möglichkeit zur Abwertung einer Partei oder eines statements eines Politikers verwendet?

  • Gipfeligeist 16.04.2019 18:59
    Highlight Highlight Alexander Segert, Inhaber GOAL AG. (die Spenden kommen von ihm):

    "Ich kann jeden verstehen, der eine andere Meinung zur merkelschen Flüchtlingspolitik vertritt, aber Angst davor hat, dies zu offen zu sagen, weil er nicht möchte, dass sein Auto angezündet, sein Haus verschmiert und er von den Medien mit der «Rechtsradikalen-Keule» durch den Blätterwald getrieben wird"

    Die Aussage ist paranoid und sugeriert einen vermeintlichen Kampf gegen die Meinungsfreiheit. Solch dunkelbraune Firmen haben wir in der ach so liberalen Schweiz...
    • Wander Kern 16.04.2019 23:26
      Highlight Highlight "Ich kann jeden verstehen, der eine andere Meinung zur merkelschen Flüchtlingspolitik vertritt, aber Angst davor hat, dies zu offen zu sagen [..]"
      Früher nannte man das Feigheit.
    • seventhinkingsteps 16.04.2019 23:33
      Highlight Highlight Und die merkelsche Flüchtlingspolitik ist ja nicht mal sonderlich human.
  • banda69 16.04.2019 18:30
    Highlight Highlight Goal...AfD? Rechtspopulisten? 🤔

    Ist das nicht die Hausagentur der SVP?

    Würde ja passen...AfD, SVP. Ist ja Hans was Heiri. Fehlt nur noch Trump in dem Rechtspopulisten-Trüppchen.
  • Henri Lapin 16.04.2019 18:09
    Highlight Highlight Aus Goal wird Eigengoal
  • wasps 16.04.2019 17:40
    Highlight Highlight Nun sind wohl die Milliardäre an der Zürcher Goldküste gefordert.
  • violetta la douce 16.04.2019 17:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.

«Ähm, ähm, als Persona con grata ...» – neuer AfD-Chef blamiert sich beim ersten Interview

Am Samstag wurde bei der AfD ein neuer Parteivorsitzender gewählt. Dies, weil sich Alexander Gauland zurückgezogen hat. Gewählt wurde Tino Chrupalla, ein 44-jähriger Malermeister und Bundestagsabgeordneter aus Sachsen. Chrupalla teilt sich den Job als Parteichef mit Jörg Meuthen, der am Bundesparteitag am Samstag wiedergewählt wurde.

Gleich am Anschluss zu seiner Wahl stellte sich Chrupalla für ein Interview mit der ZDF-Sendung «Berlin direkt» zur Verfügung.

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