Schweiz
SBB

Bahnstreik in Frankreich führt zu TGV-Ausfällen in der Schweiz

Bild: Reuters
Frankreich

Bahnstreik in Frankreich führt zu TGV-Ausfällen in der Schweiz

14.06.2014, 19:4014.06.2014, 19:41

Ungeachtet eines Appells von Präsident François Hollande zur Beendigung des Arbeitskampfs haben die Beschäftigten der französischen Staatsbahn SNCF ihren Streik am Samstag fortgesetzt. In und um Paris fuhr nach Angaben des Unternehmens nur etwa jeder dritte Zug.

Betroffen waren auch die TGV-Verbindungen mit der Schweiz. Auf der Strecke Paris-Lausanne verkehrten bloss drei von vier Zügen, wie SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt zur Nachrichtenagentur sda sagte. Auf der Strecke Paris-Zürich waren fünf von sieben Zügen unterwegs.

Ebenfalls eingeschränkt war am Samstag der TGV-Verkehr zwischen Paris und Genf, wo nur jeder zweite Zug verkehrte. Die Verbindungen von Genf nach Marseille, Nizza oder Montpellier fielen gänzlich aus. Nach Italien und Spanien fuhr nur etwa jeder dritte Zug.

Der Streik sorgt seit Dienstagabend für erhebliche Behinderungen im Bahnverkehr in Frankreich. Die Gewerkschaften protestieren gegen eine geplante Bahnreform, über welche die Nationalversammlung ab Dienstag beraten will.

Die Reform sieht unter anderem vor, dass die SNCF und der Schienennetzbetreiber RFF unter ein gemeinsames Dach kommen. Die Gewerkschaften fürchten Stellenstreichungen und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Präsident Hollande hatte am Freitag ein Ende des Streiks gefordert. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Tradingsucht nimmt zu: «Die Schulden gehen in die Hunderttausende»
Trading-Sucht nimmt zu. Wie man sie erkennt und wieder davon loskommt, erklärt uns Domenic Schnoz, Leiter des Zentrums für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte bei der Schweizerischen Gesundheitsstiftung Radix.
Herr Schnoz, Börsenhandel ist zum Volkssport geworden. Oder drastischer ausgedrückt, zur Volksdroge. Ihre Fachstelle behandelt Menschen mit Geldspielsucht – und damit auch tradingsüchtige Personen. Nimmt das Problem zu?
Domenic Schnoz: Wir stellten in den letzten fünf, sechs Jahren eine deutliche Zunahme von Menschen fest, die ein Geldspielproblem mit Trading haben. Für uns aus therapeutischer, psychologischer Sicht sind die Mechanismen bei Tradingsüchtigen vergleichbar mit denen von klassischen geldspielsüchtigen Menschen, die ein Problem mit Casino-Spielen wie Roulette, Slot Machines, Poker usw. haben.
Zur Story