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Presse um die Jahrhundertwende: Ein Kind mit der Neuen Zuercher Zeitung NZZ vom 4. April 1907. (KEYSTONE/Str)

Keiner zu klein ...: Kommentarwillige NZZ-User werden bei watson eine neue Heimat finden. Bild: KEYSTONE

Willkommen, liebe NZZ-User! Die folgenden 7 Regeln gelten in unserer Kommentarspalte

Die NZZ schliesst die Kommentarsektion in ihrem Online-Angebot weitgehend wegen aus dem Ruder gelaufener Diskussionskultur. Wir heissen die NZZ-Kommentatoren gerne willkommen. Und zwar unter den folgenden Bedingungen.



Bei der «Neuen Zürcher Zeitung» kann online künftig nur noch unter drei Geschichten täglich kommentiert werden. Wie die NZZ am Samstag mitteilte, beschimpften sich die Kommentatoren immer öfter, eine fruchtbar-kontroverse Diskussionskultur sei nicht mehr vorhanden. Als Ausgleich quasi werde sich einmal die Woche ein NZZ-Redaktor direkt mit den UserInnen in einer Diskussion auseinandersetzen.

Allen NZZ-Debattanten sei hiermit angeboten, sich auf watson einzubringen, wir halten die Kommentarspalten weiterhin für alle offen, die unsere 7 goldenen Regeln des Online-Kommentarwesens befolgen (die NZZ-User sprechen wir in dieser Einladung mit «Sie» an, fürderhin gilt auf watson weiterhin das «Du»):

Sie diskutieren zur Sache

Wenn Sie eine News-Geschichte, einen Kommentar, eine Analyse, ein Bild oder ein Video auf watson kommentieren wollen, dann kommentieren Sie inhaltlich exakt diejenige News-Geschichte, diesen Kommentar, diese Analyse, dieses Bild oder dieses Video, unter den, die oder das Sie Ihren Kommentar verfassen. Sie tun dies Ihren Möglichkeiten gemäss in korrektem Schriftdeutsch.

Sie holen nicht zu einem Rundumschlag gegen Russland/USA/China, Freimaurer, die Linken, die Rechten, die Bilderberger oder die CIA aus. Sie bleiben beim zu behandelnden Thema.

Sie weisen Ihre MitkommentatorInnen im Ton freundlich, aber bestimmt in der Aussage darauf hin, wenn diese vom Thema abschweifen und zu Rundumschlägen gegen Russland/USA/China, Freimaurer, die Linken, die Rechten, die Bilderberger oder die CIA auszuholen drohen.

Sie respektieren unsere Anstrengungen

Sie bedenken, dass wir keine hauptberuflichen Moderatoren für unsere Kommentarspalten beschäftigen.

Wir verstehen die Kommentare unserer UserInnen nicht als nötig-üble Beiprodukte, mit denen man den Traffic steigert, sondern als integrativen Bestandteil unseres journalistischen Informationsauftrags. Der beinhaltet auch, die gesellschaftliche und politische Debatte im Land zu begleiten und im besten Fall auch mit ein wenig Erkenntnisgewinn zu bereichern.

Weil wir uns mit diesem journalistischen Debattenverständnis weit aus dem Fenster lehnen, kümmern wir uns konsequenterweise als Redaktion auch selbst um die Moderation der User-Debatten. Diese Aufgabe seriös zu erledigen, nimmt Zeit in Anspruch, die je nach Besetzung der Redaktion nicht immer im gleichen Masse vorhanden ist.

Ein Mann liest am Freitag, 11. April 2003, die Neue Zuercher Zeitung, gegenueber dem NZZ-Sitz, an der Falkenstrasse in Zuerich. Die NZZ-Gruppe ist letztes Jahr mit 50 Millionen Franken in die roten Zahlen abgetaucht. Hauptgruende waren der Inserateeinbruch, die Boersenkrise und der Start der

NZZ-Leser an der Dufourstrasse, Zürich. Bild: KEYSTONE

Sie haben dafür Verständnis und mahnen uns die Freischaltung Ihres Kommentars nicht drei Minuten nach Verfassen desselben acht oder mehr Mal im gleichen Wortlaut an. Das macht nichts einfacher.

Sie verlassen sich im Gegenzug darauf, dass wir Kommentare, die nachts verfasst und deren Rechtschreibung auf akzidentelle akute Trunkenheit schliessen lassen, zurückhalten und Sie so in schwachen Momenten vor sich selber schützen. Sie sind auch nur ein Mensch.

Nachts in der Kommentar-Spalte von watson:

Bild

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Sie respektieren die AutorInnen

Bei erfahrungsgemäss auf watson besonders kontrovers diskutierten Themen kümmern sich die AutorInnen selbst um die Moderation der Kommentare unter ihren Geschichten und setzen sich mit der Meinung und der Kritik der UserInnen auseinander, und zwar unvoreingenommen.

Sie honorieren die Leistung und Anstrengung unserer Journalistinnen und Journalisten. Auch wenn deren journalistisches Endprodukt Ihrer Meinung und Ihrem aktuellen Wissensstand diametral widerspricht, geben Sie diesem Umstand auf sozialverträgliche Art und Weise Ausdruck.

So zum Beispiel lieber nicht:

Video: watson.ch

Sowohl Kritik weltanschaulicher Art als auch Hinweise auf falsche Faktendarstellungen bringen Sie in sachlichem Ton und mit einem Quäntchen Resthumor vor. Sie scheuen sich nicht, dieses auch in Form von Videos, Memes oder Gifs in unsere Kommentarspalte einfliessen zu lassen, auf dass sie – bei allem Ernst in der Sache – formal ein bisschen farbig daherkommt.

An older man reads the NZZ newspaper at Bellevue in Zurich, Switzerland, pictured on July 9, 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein aelterer Mann liest am Bellevue in Zuerich die NZZ, aufgenommen am 9. Juli 2013. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

NZZ-Leser am Bellevue, Zürich. Bild: KEYSTONE

Bei falschen Faktendarstellungen bestehen Sie auf einer transparenten Korrektur und bieten der verantwortlichen Journalistin beziehungsweise dem verantwortlichen Journalisten einen weiteren Austausch per Email an.

Sie gehen nicht automatisch davon aus, dass der/die betreffende JournalistIn im Auftrag von Russland/USA/China, der Freimaurer, der Linken, der Rechten, der Bilderberger oder der CIA arbeitet.

Sie respektieren Ihre Diskussionspartner

Wie unseren Journalistinnen und Journalisten begegnen Sie auch Ihren MitkommentatorInnen mit Respekt. Offensichtliche Neulinge weisen Sie auf die Gepflogenheiten in der watson-Kommentarspalte hin.

Wir glauben als Redaktion daran, dass nur eine Schweiz ein lebenswerter Ort ist, in der sowohl die verschiedenen Bevölkerungsgruppen als auch die wirtschaftlichen und politischen Akteure anständig miteinander umgehen, ihre Interessen transparent in die Diskussion einbringen und zusammen nach Lösungen suchen.

Sie finden das allenfalls naiv, nehmen aber zur Kenntnis, dass unsere Firma so relativ gut funktioniert. Wir sind Frauen und Männer, Alte und Junge, Homo- und Heterosexuelle, Ausländer und Schweizer, Freisinnige und Linke, Städter und Landeier, Federer- und Nadal-Fans. Trotzdem kommen wir morgens alle gerne zur Arbeit, weil wir uns gegenseitig respektieren und nur nach einem Kriterium aussortieren: Arschloch oder Nichtarschloch.

Sie nehmen zur Kenntnis, dass wir es auch in unserer Kommentarspalte so halten und respektieren Ihre Mitkommentatoren unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Nationalität, ihres Alters, ihrer sexuellen Ausrichtung oder ihrer politischen Ansichten. Sie erwarten selbstverständlich Gegenrecht.

Die Neue Zuercher Zeitung (NZZ) auf dem ipad, aufgenommen am 15. April 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

NZZ-E-Paper-Leser, unterwegs. Bild: KEYSTONE

Die Arschlöcher denunzieren Sie konsequent per Meldefunktion und vertrauen darauf, dass wir uns um die kümmern.

Sie tragen zur Qualität von watson bei

Wenn Sie einen Kommentar schreiben, dann beabsichtigen Sie zur Qualität des journalistischen Produkts watson beizutragen. Dazu tragen folgende drei Unter-Absichten bei:

1. Sie möchten eine/n Journalisten/in oder eine/n Mitkommentator/in auf eine falsche Faktendarstellung hinweisen und liefern die Korrektur mitsamt Quellenangabe mit.

2. Sie möchten den Horizont eines/r Journalisten/in oder eines/r Mitkommentatoren/in erweitern und weisen mitsamt Quellenangabe auf Ihr weiterreichendes Spezialwissen hin.

3. Sie möchten eine/n Journalisten/in oder eine/n Mitkommentator/in im Austausch von Argumenten von Ihrer Meinung überzeugen, und tun deshalb Ihre eigene Meinung in Form von Fragen kund (Gut: «Ist meine Angst unbegründet, dass die USR III zu höheren Steuern für den Mittelstand führt?» Schlecht: «Schreibst du Trottel eigentlich im Auftrag von Russland/USA/China, der Freimaurer, der Linken, der Rechten, der Bilderberger oder der CIA?»).

Sie vermeiden so, Journalisten/innen oder Mitkommentatoren/innen zu beleidigen, was beim Überzeugen nicht hilft, sondern setzen sich mit anderen Ansichten auseinander und tragen so zu einer Kommentarspalten-Kultur bei, aus der produktive Debatten entstehen können.

Eine Zeitungsleserin studiert am Sonntag, 17. Maerz 2002 in Bern zum Fruehstueck die erstmals erschienene NZZ am Sonntag. Neben der Sonntagszeitung und dem Sonntagsblick ist die NZZ der dritte deutschsprachige Sonntagstitel der Schweiz. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

«NZZ am Sonntag»-Leserin in Bern. Bild: KEYSTONE

Es spielt für Sie dabei keine Rolle, ob es sich um eine Debatte zu den Beziehungen Schweiz – Europa handelt oder ob Katzen schlechte Entscheidungen getroffen haben.

Sie schreiben nie Zensur

Sie vermeiden es unter allen Umständen, die Redaktion von watson der «Zensur» zu bezichtigen. Wie Sie als NZZ-User wissen, leitet sich der Ausdruck vom lateinischen Wort «censura» ab, das das Amt des Sittenrichters in der Römischen Republik bezeichnete. Zensur ist also per definitionem eine staatliche Massnahme zur Verhinderung der Informations- und Meinungsfreiheit.

Sie verstehen, dass wir Ihren Kommentar deswegen nicht freischalten, weil er gegen einen oder mehrere der Regeln 1 bis 5 dieser Aufzählung verstossen hat und nicht, weil wir die Informations- oder Meinungsfreiheit einschränken wollen, was wir als nichtstaatliche Organisation gar nicht können.

Sie laden die watson-App herunter und registrieren sich

Sie sind bereit, unsere App auf Ihrem Handy oder Tablet zu installieren und sich als User zu registrieren, um in der Kommentarspalte in den Austausch mit unseren UserInnen und JournalistInnen zu treten.

Sie akzeptieren, dass wir ein paar rudimentäre Dinge zu Ihrer Online-Identität wissen wollen. Auch damit wir Sie darauf hinweisen können, wenn sich eine Debatte entwickelt, die Sie interessieren könnte.

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