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Eine Übersicht der wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse.
Eine Übersicht der wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse.

Kantone prüfen Ausweitung des Covid-Zertifikats – das schreibt die Sonntagspresse

Covid-Impfung, das Ende der Beschattungsaffäre bei der Grossbank CS und Büffeln in den Sommerferien: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
25.07.2021, 07:0025.07.2021, 16:19

Ausweitung des Covid-Zertifikats

Die Kantone überlegen sich, ob Menschen, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen, Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Stiegen die Infektionszahlen weiterhin an, sei eine Ausweitung der Pflicht zum Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete zu prüfen, sagte Lukas Engelberger, der Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz, der Zeitung «SonntagsBlick».

Betroffen vom Obligatorium wären laut seiner Aussage kleinere Anlässe, sportliche Aktivitäten, Sportanlässe, die Gastronomie oder Besuche in Spitälern und Pflegeheimen. Vom Vorschlag, dass sich nicht geimpftes Pflegepersonal kennzeichnen müsse, hält Engelberger dagegen nichts. Ebenso lehnt er es ab, für die für das Zertifikat nötigen Schnelltests Geld zu verlangen. Kosteten die Tests, sei zu befürchten, dass die Menschen sich weniger testen liessen. Das Bundesamt für Gesundheit plant derweil einen Workshop zur Frage, wie sich mehr Menschen zum Impfen motivieren lassen.

Impfdosen sollen an ärmere Länder weitergegeben werden

Thomas Cueni, Generaldirektor des Internationalen Pharmaverbandes in Genf, fordert, dass reiche Länder überschüssige Impfdosen sofort ärmeren Ländern zur Verfügung stellen müssten. «Wir kommen nicht aus der Pandemie heraus, wenn nicht alle geimpft sind», sagte er zur «SonntagsZeitung». Die Verteilung der Impfstoffe sei das Problem, nicht deren Herstellung.

Cueni sitzt im Koordinationsausschuss der Covax-Initiative und kritisiert auch die Schweiz. Sie habe die Lieferung von vier Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs versprochen, aber bisher nicht umgesetzt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weist die Kritik zurück. Der Bundesrat habe den Entscheid am 30. Juni getroffen, seither liefen die Arbeiten mit den involvierten Partnern. Stossend ist für Cueni auch, dass gewisse Länder Jugendliche Impfen, während in anderen Staaten nicht einmal Impfstoff für Vulnerable verfügbar ist. Laut BAG würden mit dem Verzicht auf die Impfung für Jugendliche verschwindend wenige Dosen verfügbar.

Schweizer zieht es wieder vermehrt ins Ausland

Touristinnen und Touristen aus Europa kommen wieder in die Schweiz und retten für viele Ferienorte die Sommersaison. Die erhoffte Erholung bleibt aber aus, weil es Schweizer wieder vermehrt an die Meeresstrände zieht, wie die «SonntagsZeitung» gestützt auf Umfragen bei Reisebüros, Tourismusregionen und Camping-Anbietern schreibt.

Laut Schweiz Tourismus verbringen heuer rund 10 Prozent weniger Schweizer Gäste die Ferien im eigenen Land als 2020. Davon sind die verschiedenen Regionen jedoch unterschiedlich betroffen. Im Wallis und im Berner Oberland verzeichnet man deutlich weniger Hotelbuchungen von Schweizer Gästen als vor einem Jahr. In Graubünden, Appenzell, dem Toggenburg und der Innerschweiz gibt es dagegen eine leichte Steigerung. Grösste Gewinner der Sommersaison sind Anbieter vor Ferienwohnungen und Campingplätzen.

Aussergerichtliche Vereinbarung bei der CS

«NZZ am Sonntag»: Die Credit Suisse hat sich in der Affäre um die Beschattung von Iqbal Khan, damals Chef der internatioalen Vermögensverwaltung der CS, und Personalchef Peter Goerke mit allen Parteien mit einer aussergerichtlichen Vereinbarung geeinigt. «Die Sache ist abgeschlossen», sagte eine Sprecherin der CS der «NZZ am Sonntag».

Wie viele Personen an der Einigung beteiligt sind und ob Entschädigungen bezahlt werden, ist nicht bekannt. Die Parteien sollen sich unter Konventionalstrafe zum Schweigen verpflichtet haben. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft bestätigte die Beilegung des Verfahrens ebenfalls. Wegen der im Herbst 2019 bekannt gewordenen Beschattungsaffäre musste der damalige CS-Konzernchef Tidjane Thiam gehen; sein Nachfolger wurde Thomas Gottstein. Iqbal Khan wechselte zur Grossbank UBS.

Zunahme von Cyber-Attacken

Der Bund meldet im ersten Halbjahr 2021 eine Zunahme der Online-Angriffe um 85 Prozent, wie die Zeitung «SonntagsBlick» schreibt. Gingen im zweiten Halbjahr 2020 beim Nationalen Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) 5542 Meldungen über Cyber-Vorfälle ein, waren es im ersten Semester 2021 10'294.

Die Steigerung hängt einerseits mit einem vereinfachten Meldeverfahren zusammen. Zudem gab es im laufenden Jahr wiederholt Angriffswellen, etwa in den Bereichen Phishing und Fake Sextortion. Diese zogen eine grosse Zahl von Meldungen nach sich. Laut dem Experten Nicolas Mayencourt hat sich die Zahl der Angriffe während der Corona-Pandemie vervielfacht. Dass viele Menschen im Homeoffice arbeiten, bietet den Cyberkriminellen Angriffsfläche. Vielerorts existierten keine Sicherheitskonzepte, sagt Mayencourt.

Geldstrafe für Astra-Mitarbeiter

Zwei ehemalige Mitarbeiter des Bundesamtes für Strassen (Astra) sind wegen ungetreuer Amtsführung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das berichten die «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte, dass die Strafbefehle rechtskräftig seien; das Bundesamt für Strassen bestätigte, dass die Strafbefehle zwei ehemalige Astra-Mitarbeiter betreffen.

Das Verfahren drehte sich um Bestechungsvorwürfe im Zusammenhang mit Bauarbeiten an der Simplon-Passstrasse. Die Ermittlungen waren nach Hinweisen aus der Baubranche 2015 aufgenommen worden. Bei der Sanierung der Simplon-Passstrasse war auffällig oft gleiche Baufirma zum Zuge gekommen. Die Aufträge betrafen den Bau von Tunnels und Galerien und hatten einen Wert von rund 150 Millionen Franken. Das Verfahren gegen eine dritte involvierte Person wurde eingestellt, bei einer vierten Person läuft das Verfahren noch.

Fedpol sucht Mitglieder von Terrorzelle

Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) sucht im Zusammenhang mit dem Attentat in Wien vom November 2020 acht Staatsangehörige von Nordmazedonien. Sie werden im «Bundesblatt» aufgefordert, ein Zustelldomizil und eine Rechtsvertretung zu melden. Warum die acht Männer gesucht werden und ihnen das rechtliche Gehör gewährt wird – so zitiert die «NZZ am Sonntag» aus dem «Bundesblatt» – gibt das Fedpol aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt.

Laut Medienberichten gehören die acht Personen in ihrer Heimat zu Terrorzellen, gegen die im Zusammenhang mit dem Anschlag in Wien ermittelt wird. Der Attentäter von Wien hatte Kontakte in die Schweiz; zwei in Winterthur festgenommene Schweizer sassen vorübergehend in Untersuchungshaft. Beim Attentat am 2. November 2020 in Wien waren vier Menschen getötet worden. Über 20 Personen wurden teilweise schwer verletzt.

Jugendliche sind oft gestresst

Aufholen für die Schule, Verwandtenbesuche, Lerncamps: Laut einer von der «SonntagsZeitung» veröffentlichten Studie von Pro Juventute fühlen sich ein Drittel der Neun- bis 15-Jährigen in der Schweiz gestresst, und das vor allem, weil ihnen kaum Freizeit bleibt. Mädchen sind mit zunehmendem Alter stärker betroffen.

Untersucht wurden 1000 Kinder aus 50 Schulklassen in der ganzen Schweiz, noch vor dem Beginn der Coronavirus-Pandemie. Kinder brauchten Zeit, über die sie selbst bestimmen könnten und in der sie auch einmal nichts tun müssten, liess sich eine Sprecherin von Pro Juventute im Artikel zitieren. Laut der Erziehungswissenschafterin Margrit Stamm steht hinter dem Büffeln in den Ferien die Sorge der Eltern, dass die Kinder den Anforderungen nicht genügen. Müssten die Kinder auch in den Ferien lernen, könnten sie irgendwann den Schulverleider bekommen, warnt sie. Kinder hätten ein Recht auf Ferien.

Bund prüft Handy-Alarm-System

Der Bund prüft mit den Kantonen, ob bei Katastrophen in der Schweiz via Handy alarmiert werden soll. Es geht um die so genannte «Cell Broadcast»-Technologie. Dabei werden SMS an alle Handys innerhalb einer Funkzelle verschickt. Vor sechs Jahren hatte der Bund noch auf dieses Alarmsystem verzichtet.

Damals hätten noch nicht alle Handys «Cell Broadcast» empfangen können, sagt ein Vertreter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (Babs) der «NZZ am Sonntag». An Stelle des Alarms via Handy wurde das heute eingesetzte Alertswiss-System aufgebaut. Alarmiert wird bei Katastrophen auch mit Sirenen und dem Notfallradio, das auf UKW-Technologie basiert. Bei der Notfall-Alarmierung deckte ein interner Prüfbericht des Verteidigungsdepartements Mängel auf. Das Babs wehrt sich gegen die Vorwürfe und spricht von einer sehr komplexen Aufgabe. Neue Möglichkeiten seien in Evaluation. (sda)

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