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Alle Medaillenentscheidungen vom 29. Juli in Tokio

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Alle Medaillenentscheidungen vom 29. Juli in Tokio
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Wilmaa
Olympiaticker

Lebenslang Gratis-Pizza für Silber-Heldin +++ Sunisa Lee ist die neue Turn-Königin

29.07.2021, 16:56

Liveticker: Olympia-Tagesticker, 29.07.2021

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Gratis-Pizza und Kino
Gewichtheberin Mirabai Chanu hat zusätzlich zu ihrer Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 49 kg noch weitere Geschenke bekommen. Die Pizza-Kette Domino's versprach der Inderin, die die bisher einzige Medaille für ihr Land bei diesen Olympischen Spielen geholt hat, ihr Leben lang gratis Pizza. Die Kino-Kette INOX sicherte ihr am Mittwoch ebenfalls zu, dass sie nie wieder für Tickets zahlen müsse. (nih/sda)
Chanu Saikhom Mirabai of India celebrates on the podium after winning the silver medal in the women's 49kg weightlifting event, at the 2020 Summer Olympics, Saturday, July 24, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Luca Bruno)
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Liu Jias Tochter will Niederlagen der Mama sehen
Die Tochter des österreichischen Tischtennis-Asses Liu Jia hat kein Interesse daran, dass ihre Mutter bei ihren sechsten Spielen besonders gut abschneidet. «Sie hat es überhaupt nicht gekümmert, als ich gewonnen habe», erzählte die 39-Jährige über die zehnjährige Anna, nachdem sie im Einzel vier Siege gefeiert hatte. «Für sie geht es nur darum, dass ich so schnell wie möglich verliere, um wieder nach Hause kommen zu können.» Allerdings ist Liu noch am Sonntag für den Teamwettkampf eingeplant. (nih/sda/apa)
Austria's Liu Jia competes during the table tennis women's singles third round match against Adriana Diaz, of Puerto Rico at the 2020 Summer Olympics, Tuesday, July 27, 2021, in Tokyo. (AP Photo/Kin Cheung)
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40 Jahre Altersunterschied
40 Jahre liegen zwischen dem ältesten Reiter und der jüngsten Teilnehmerin im olympischen Concours complet. Der Australier Andrew Hoy ist 62 Jahre alt und absolviert in Tokio seine achten Spiele. Lea Siegl könnte die Enkelin des dreimaligen Olympiasiegers sein – die Östereicherin ist 22 Jahre jung.
Sand is kicked up as Sweden's Juliette Ramel, riding Buriel K.H., competes in the equestrian dressage individual final at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo. (AP Photo/David Goldman)
Juliette Ramel
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Favoritin gewinnt Tischtennis-Gold
Zum siebten Mal seit der Aufnahme des Tischtennis ins Olympia-Programm 1988 teilen Chinas Frauen Gold und Silber untereinander auf. Den Final in Tokio gewann die Weltranglisten-Erste Chen Meng – sie hatte in der 2. Runde Rachel Moret besiegt – gegen die erst 20-jährige Sun Yingsha, die Weltnummer 2, mit 4:2 Sätzen. Für Chen, die WM-Zweite 2019, ist es der erste grosse Triumph.

Die Japanerin Mima Ito, frische Olympiasiegerin im Mixed, sorgte dafür, dass die Hierarchie im Olympiaturnier respektiert wurde. Sie siegte im Spiel um Bronze. Die beiden nicht chinesischen Spielerinnen, die in einem Olympia-Final standen, waren die Taiwanesin Chen Jing 1996 und die Nordkoreanerin Kim Hyang-Mi 2004. Beide gewannen Silber.

Im Männer-Final vom Freitag werden sich ebenfalls die chinesischen Weltnummern 1 und 2 gegenüberstehen. In den Halbfinals wurden sie hart gefordert. Sowohl Fan Zhendong gegen Lin Yun-Ju aus Taiwan als auch Ma Long, der Olympiasieger 2016, gegen den Deutschen Dimitrij Ovtcharov mussten über die volle Distanz von sieben Sätzen kämpfen. (sda)
China's Chen Meng gestures during the gold medal match of the table tennis women's singles against countrywoman Sun Yingsha at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo. (AP Photo/David Goldman)
Chen Meng
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Mehrkampf-Gold für die USA
Sunisa Lee heisst die neue Mehrkampf-Olympiasiegerin. In einem spannenden Turn-Wettkampf verwies die US-Amerikanerin Rebeca Andrade aus Brasilien und die Russin Angelina Melnikowa auf die weiteren Podestplätze. Lee lag 0,135 Punkte vor Andrade, Melnikowa büsste auf die Siegerin 0,234 Punkte ein. Sie wurde Nachfolgerin von Simone Biles, die auf der Tribüne die Daumen drückte.

Giulia Steingruber zog sich achtbar aus der Affäre. Die Schweizerin schaffte es auf Rang 15 der 24 Finalistinnen und verbesserte sich damit gegenüber der Qualifikation um sieben Plätze. Steingruber totalisierte mehr als vier Punkte weniger als Siegerin Lee – büsste somit im Schnitt an jedem Gerät einen Punkt auf die Goldmedaillengewinnerin ein. (ram)
Sunisa Lee, of the United States, finishes on the uneven bars during the artistic gymnastics women's all-around final at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo. (AP Photo/Ashley Landis)
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Der Sepp aus Österreich
Ein unerwartetes Bild zeigt sich, wenn man auf die Resultate des Golf-Turniers der Männer schaut. Nach der ersten von vier Runden führt ein Österreicher: Sepp Straka. Der in den USA lebende Wiener benötigte auf dem Par-71-Kurs 63 Schläge und damit einen weniger als ein Gegner mit nicht minder schönem Namen: Jazz Janewattananond aus Thailand.

«Es war ein richtig leiwander Tag, eine leiwande Runde. Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben», sagte Straka zur «Kronen-Zeitung.» Und: «Meine Eisen waren heiss, ich habe versucht, aggressiv zu bleiben.» Sein Ziel sei «natürlich» die Goldmedaille. (ram)
epa09375041 Sepp Straka of Austria on the first hole during the first round of the Golf events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Kasumigaseki Country Club in Kawagoe, Japan, 29 July 2021.  EPA/MICHAEL REYNOLDS
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Zverev im Halbfinal gegen Djokovic
In der oberen Tableauhälfte des olympischen Tennisturniers kommt es zur bestmöglichen Halbfinal-Paarung. Der topgesetzte Novak Djokovic wird vom an Nummer 4 gesetzten Alexander Zverev herausgefordert. Der Deutsche setzte sich gegen Jérémy Chardy durch. Zverev schlug den Franzosen in etwas mehr als einer Stunde 6:4, 6:1. Djokovic und Zverev gaben im bisherigen Turnierverlauf bislang keinen Satz ab, der Serbe in vier Partien nur 17 Games, Zverev 23.

Den zweiten Finalisten ermitteln der Spanier Pablo Carreño Busta (6) und Karen Chatschanow (12) aus Russland. Carreño Busta hatte sich gegen den an Nummer 2 gesetzten Daniil Medwedew durchgesetzt, Chatschanow beendete das Turnier von Ugo Humbert. (ram)
Alexander Zverev, of Germany, reacts while playing against Nikoloz Basilashvili, of Georgia, during the third round of the tennis competition at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Seth Wenig)
Alexander Zverev
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Vondrousova Bencics Gegnerin im Final
Im Final um Gold bekommt es Belinda Bencic am Samstag mit Marketa Vondrousova zu tun. Die Tschechin setzte sich im Halbfinal überraschend gegen die an Nummer 4 gesetzte Elina Svitolina aus der Ukraine durch. Vondrousova gewann in 64 Minuten 6:3, 6:1.

Auf die Linkshänderin traf Bencic bislang ein Mal, im April in Miami. Damals unterlag sie der French-Open-Finalistin von 2019 knapp in drei Sätzen. Vondrousova ist zwar nur die Nummer 42 der Welt, aber in Tokio spielt sie gross auf. Sie warf nebst Svitolina auch Topfavoritin Naomi Osaka raus und stoppte mit Kiki Bertens eine dritte Gesetzte. (ram)
Marketa Vondrousova, of the Czech Republic, celebrates after defeating Elina Svitolina, of the Ukraine, during the semifinals of the tennis competition at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Seth Wenig)
Marketa Vondrousova
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Ponti souverän im Halbfinal
Der Schweizer Schwimmer Noè Ponti qualifiziert sich souverän für die Olympia-Halbfinals über 100 m Delfin. Der 20-jährige Tessiner blieb in seiner Paradedisziplin mit 51,24 Sekunden nur neun Hundertstel über seinem eigenen Schweizer Rekord und schwamm damit die fünftbeste Zeit aller Konkurrenten.

Schnellster war der amerikanische Topfavorit Caeleb Dressel, der 50,30 Sekunden den Olympiarekord egalisierte. Der Halbfinal findet in der Nacht auf Freitag statt. (zap/sda)
Ponti disputera les demi-finales du 100 m papillon vendredi
Bild: fxp-fr-sda-rtp
Djokovic deklassiert Nishikori und steht im Halbfinal
Novak Djokovic lässt weiterhin nichts anbrennen: Die serbische Weltnummer 1 zieht mit einem unwiderstehlichen 6:2, 6:0 gegen den Japaner Kei Nishikori in den Olympia-Halbfinal ein. Damit ist der «Djoker» weiterhin auf Kurs in Richtung «Golden Slam», dem Gewinn aller Grand-Slam-Events und dem Olympia-Turnier in einem Jahr. Bislang hat Djokovic erst einmal eine Olympia-Medaille gewonnen, 2008 in Peking holte er Bronze. In der Runde der letzten Vier trifft der Gold-Favorit entweder auf den Deutschen Alex Zverev oder den Franzosen Jérémy Chardy.

Daniil Medwedew, der Zweite der Weltrangliste und Australian-Open-Finalist, scheiterte hingegen mit 2:6, 6:7 (5:7) am US-Open-Halbfinalisten Pablo Carreño Busta (ATP 12). Der Spanier trifft im Halbfinal auf einen weiteren Russen, Karen Chatschanow (ATP 25). (pre/sda)
Novak Djokovic, of Serbia, reacts while playing Kei Nishikori, of Japan, during the quarterfinals of the tennis competition at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Seth Wenig)
Novak Djokovic
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Corona-Infizierte beschweren sich über Quarantäne-Hotel
Wer an Olympia eine Medaille gewinnt, macht sich unsterblich. Wer sich mit Coronavirus infiziert, geht derweil fast vergessen. Mehrere Athleten und Betreuer haben sich beim IOC über die Bedingungen im Quarantäne-Hotel beschwert. Die Zimmer sind klein, bieten zu wenig Tageslicht und sind stickig, weil sich die Fenster nicht öffnen lassen. Als «unmenschlich» bezeichnete die Skateboarderin Candy Jacobs die Zustände. Das IOC zeigt sich davon bedingt beeindruckt. Zwar zeigte Richard Budgett, der Direktor für medizinische Fragen, Verständnis für die Athleten, sagte aber auch: «Es gibt keinen Weg an der Quarantäne vorbei.» (pre/sda)
epa09357960 A photographer takes self portraits of daily life in mandatory hotel quarantine in Tokyo, Japan, 22 July 2021, ahead of the start of the Tokyo Olympic Games.  EPA/JOE GIDDENS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT
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Starke und schwache Schweizer Segler
Die Seglerinnen Linda Fahrni und Maja Siegenthaler überzeugen in der 470-Kategorie auch an ihrem zweiten Wettkampftag. Die Seglerinnen vom Thunersee rücken auf den 4. Zwischenrang vor. Nach einem 8. im ersten schafften Fahrni/Siegenthaler einen 2. Rang im zweiten Lauf – und zwar direkt hinter der zweifachen Olympia-Medaillengewinnerin Hannah Mills (GBR). «Wir sind sehr zufrieden mit dem Tag», resümierte Linda Fahrni. Und Maja Siegenthaler ergänzte: «Erfreulich für uns ist, dass wir auch bei solchen Verhältnissen wie heute nicht nur mit den Besten mithalten, sondern wirklich auch taktisch die richtigen Entscheide treffen können. Früher wären wir an so einem Tag vor allem mit uns selber beschäftigt gewesen.»

Ebenfalls zufrieden mit seiner Leistung war der RS:X-Windsurfer Mateo Sanz Lanz. «Inzwischen wissen alle, dass ich meine Stärken eher bei Leichtwindbedingungen ausspielen kann. Entsprechend bin ich froh, dass ich mich trotz der beiden letzten Tage mit Starkwind für das Medal Race qualifizieren konnte», resümierte der spanisch-schweizerische Doppelbürger. Das Medal Race der besten Zehn der RS:X-Klasse ist für den Samstag terminiert. Sanz Lanz hat als 8. zwar keine Chance mehr auf die Medaillen, aber ein olympisches Diplom vor Augen.

Statt eines Ruhetages warteten auf die 49er die beiden am ersten Wettkampftag ausgefallenen Läufe. Sébastien Schneiter und Lucien Cujean zeigten eine gute Leistung und waren vorne mit dabei - im zweiten Lauf allerdings zu weit vorne: Wegen eines Frühstarts wurden sie disqualifiziert. Auf dem 14. Zwischenrang liegen die beiden Genfer nun schon 15 Punkte hinter dem angestrebten Platz im Medal Race zurück. Allerdings ist hier erst die Hälfte der Serie gesegelt.

Die Laser-Radial-Seglerin Maud Jayet kam auch nach einem Tag Pause nicht auf Touren und liegt im 18. Zwischenrang - weit hinter den Erwartungen. «Ich bin natürlich sehr enttäuscht. Irgendwie komme ich bei dieser Regatta weder bezüglich der Bootsgeschwindigkeit noch bezüglich meiner Taktik auf Touren. Schade», resümierte sie. Für die 25-jährige Waadtländerin gilt es, die letzten beiden Läufe so gut wie möglich zu absolvieren und dann möglichst schnell vorwärts zu schauen und nächsten Ziele anzuvisieren. (pre/sda
Switzerland's Maja Siegenthaler and Linda Fahrni compete during the 470 women race at the Enoshima harbour during the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Fujisawa, Japan. (AP Photo/Bernat Armangue)
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Djokovic gegen Nishikori auf Kurs
Novak Djokovic gewinnt im Viertelfinal gegen Lokalmatador Kei Nishikori den ersten Satz souverän mit 6:2. Die serbische Weltnummer 1 nützt zwei seiner vier Breakchancen und muss seinerseits keinen einzigen Breakball abwehren. Sieben Fehlern stehen bei ihm zehn Winner gegenüber – beeindruckend.
Novak Djokovic, of Serbia, plays Kei Nishikori, of Japan, during the quarterfinals of the tennis competition at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Seth Wenig)
Novak Djokovic
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Ma Long nach Krimi im Tischtennis-Final
Der chinesische Tischtennis-Spieler Ma Long ist in Tokio weiter auf Kurs in Richtung Titelverteidigung. Der Olympiasieger von Rio besiegt im Halbfinal den Deutschen Dimitrij Ovtcharov in einer äusserst umkämpften Partie in sieben Sätzen und zieht somit in den Final ein. Nach einer schnellen 2:0-Satzführung musste der Chinese seinen Konkurrenten aufschliessen lassen und auch danach liess sich Ovtcharov nicht abschütteln. Im siebten Satz hatte Ma Long schliesslich die besseren Nerven und holte ihn sich mit 11:9. Im Final trifft er morgen auf seinen Landsmann Zhendong Fan, die aktuelle Nummer 1 Weltrangliste. (pre)
Rein kroatischer Final im Tennis-Doppel der Männer
Kroatien hat im Tennis-Doppel nach den Halbfinals bereits zwei Medaillen auf sich. Im Final treffen die an Nummer 1 gesetzten Nikola Mektic und Mate Pavic auf das zusammengewürfelte Duo aus Marin Cilic und Ivan Dodig, das sich gegen das neuseeländische Doppel Marcus Daniell/Michael Venus klar mit 6:2 und 6:2 durchsetzte. Mektic/Pavic besiegten in ihrem Halbfinal die Amerikaner Tennys Sandgren und Austin Krajicek mit 6:4 und 6:4. (pre)
Nikola Mektic, right, and Mate Pavic, of Croatia, bump fists during the quarterfinal round of men's doubles tennis competition against Kei Nishikori, and Ben McLachlan, of Japan, at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Patrick Semansky)
Nikola Mektic,Mate Pavic
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Der Rekord-Olympionike gibt sich die Ehre
Michael Phelps hat an Olympischen Spielen 23 Mal Gold, 3 Mal Silber und 2 Mal Bronze gewonnen, zuletzt trat er auch 2016 in Rio noch einmal ein. In Tokio unterstützt der einstige Schwimm-Superstar die US-Athleten nun vor Ort quasi als Gold-Maskottchen. (pre)
Gewitter stoppt Olympia-Auftakt der Golfer
Blitze und Gewitter haben am Donnerstag auf der ersten Runde des olympischen Golfturniers der Männer für eine Unterbrechung gesorgt. Erst knapp die Hälfte des 60-köpfigen Teilnehmerfeldes war ins Klubhaus gekommen, als der Spielbetrieb im Kasumigaseki Country Club wegen der Gefährdung der Spieler gestoppt wurde. Noch ist unklar, ob die Runde fortgesetzt werden kann. (pre)
epa09375616 A large screen announces the suspension of play on the 18th hole, due to lightning in the area, during the first round of the Golf events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Kasumigaseki C?ountry Club in Kawagoe, Japan, 29 July 2021.  EPA/MICHAEL REYNOLDS
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Moster für «Kameltreiber»-Spruch nach Hause geschickt
Der deutsche Radsport-Funktionär Patrick Moster wird nach seiner rassistischen Entgleisung vorzeitig nach Hause geschickt. Mit einem Tag Verspätung entschied der Deutsche Olympische Sportbund, dass der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer für seinen «Kameltreiber»-Spruch aus Tokio abreisen muss.

«Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass seine öffentliche Entschuldigung für die gestern von ihm getätigte rassistische Äusserung aufrichtig ist. Mit dieser Entgleisung hat Herr Moster jedoch gegen die olympischen Werte verstossen. Fairplay, Respekt und Toleranz sind für das Team D nicht verhandelbar», erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Moster hatte während des Zeitfahrens der Männer gestern den deutschen Fahrer Nikias Arndt mit den Worten «hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm» angefeuert. Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und der Algerier Azzedine Lagab im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen. (pre)
Erste Olympia-Medaille für San Marino überhaupt
Ein Zwergstaat darf sich freuen: San Marino hat im Tontaubenschiessen die erste Medaille seiner Olympia-Geschichte geholt. Alessandra Perilli sichert sich hinter der Slowakin Zuzana Rehak Stefecekova und der Amerikanerin Kayle Browning Bronze. Die 33-Jährige war schon 2016 in Rio dabei. Damals war sie Fahnenträgerin, musste sich im Wettkampf dann aber mit Rang 13 begnügen. In Tokio hat San Marino insgesamt fünf Athletinnen und Athleten am Start. (pre)
Alessandra Perilli, of San Marino, ejects her shells as she competes in the women's trap at the Asaka Shooting Range in the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Alex Brandon)
Alessandra Perilli
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Kanutin Marx mit fehlerhaftem Lauf
Die Kanutin Alena Marx startet eigentlich gut in die Qualifikation im Einer-Canadier. Die 20-Jährige ist lange nur mit zwei Strafsekunden unterwegs, doch dann verpasst sie ein Tor und muss einen langen Weg zurückpaddeln. In der Folge ist die Luft draussen – es kommen weitere Berührungen und nochmals ein verpasstes Tor hinzu. Wegen des grossen zeitlichen Rückstands reicht das nicht für die Final-Qualifikation, Marx kann sich nicht in den Top 10 klassieren und scheidet aus. (pre)
Alena Marx of Switzerland competes in the Women's C1 heats of the Canoe Slalom at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
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Stabhochsprung-Weltmeister Kendricks muss wegen Corona passen
Sam Kendricks verpasst nach einem positiven Corona-Test die Olympischen Spiele. Wie das amerikanische olympische Komitee bekannt gab, ist Kendricks nach dem positiven Resultat umgehend isoliert worden. Der Weltmeister im Stabhochsprung war in Tokio zwar nicht als Topfavorit, aber immerhin als der gewichtigste Herausforderer des Schweden Armand Duplantis gemeldet gewesen. Der 28-jährige Amerikaner hatte Weltrekordhalter Duplantis anlässlich des Diamond-League-Meetings in Gateshead die einzige Niederlage dieser Saison zugefügt. (pre/sda)
epa09019910 Sam Kendricks of the USA competes in the men's Pole Vault during the Copernicus Cup 2021 indoor athletics meeting in Torun, Poland, 17 February 2021.  EPA/Tytus Zmijewski POLAND OUT
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Diethelm Gerber nach Quali einigermassen auf Kurs
Heidi Diethelm Gerber liegt in Tokio bei ihrem letzten internationalen Wettkampf ordentlich im Rennen. Die Thurgauerin nimmt mit der Sportpistole nach dem Präzisionsschiessen den 19. Zwischenrang ein. Die Passen von 98, 96 und 94 trugen ihr 288 Punkte ein. In Rio de Janeiro, wo sie Olympia-Bronze gewonnen hatte, hatte Diethelm Gerber in dieser Phase des Wettkampfs 291 Zähler auf dem Konto. In Tokio liegt die Thurgauerin nach der Hälfte der Qualifikation um drei Punkte hinter Position 8 zurück, die als letzte zur Teilnahme am Final vom Freitag berechtigt. Dort beginnt die Wertung wieder bei null.

Zuvor steht als zweiter Qualifikations-Event der Schnellfeuer-Durchgang an. Für jede der sechs Serien zu je fünf Schuss werden die Scheiben fünfmal für je drei Sekunden den Schützinnen zugedreht und für jeweils sieben Sekunden weggedreht. Die Streuung im Feld fällt grösser aus als im Präzisionsteil, entsprechend viele Schützinnen habe noch reelle Chancen auf die Finalteilnahme. Mit den drei Punkten Rückstand hat Heidi Diethelm Gerber ihre Fehler-Marge allerdings aufgebraucht. Nun muss am Freitagmorgen eine starke Leistung folgen. (pre/sda)
Heidi Diethelm Gerber, Pistole 10m und 25m am Swiss Shooting Olympia Team Medientreff, am Freitag, 2. Juli 2021 in Luterbach. (KEYSTONE/Manuel Lopez)
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Staffel-Gold und Weltrekord für China!
Neuer Weltrekord! China schwimmt über die 4x200-m-Freistilstaffel in neuer Weltrekordzeit von 7:40,33 zu Gold. Es war ein sehr enges Rennen, die Schlussschwimmerin Katie Ledecky aus den USA lieferte sich auf den letzten Metern ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Chinesin, musste sich in 7:40,73 allerdings knapp geschlagen geben. Bronze ging an die Favoritinnen aus Australien, die ebenfalls noch unter der alten Weltrekordzeit blieben. (pre)
Desplanches zieht als Fünfter in den Final ein
Jérémy Desplanches muss für die Teilnahme an seinem ersten Olympia-Final hart kämpfen. Der 26-jährige Genfer bleibt im Halbfinal über 200 m Lagen in 1:57,38 um sieben Zehntel über seinem Schweizer Rekord vom Juli 2019. Auch die tags zuvor im Vorlauf geschwommene Zeit verpasste er deutlich.

Dennoch reichte Desplanches' Leistung, um als Fünfter in die Medaillen-Entscheidung einzuziehen. Will er die von ihm angestrebte Medaille gewinnen, so muss sich der Europameister von 2018 und WM-Zweite von 2019 im Final deutlich steigern. Dieser Wettkampf findet am Freitagmorgen (4.15 Uhr Schweizer Zeit) statt. (pre/sda)
Jeremy Desplanches, of Switzerland, swims in his heat in the men's 100m breaststroke at the 2020 Summer Olympics, Saturday, July 24, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Matthias Schrader)
Jeremy Desplanches
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Auch Lisa Mamié verpasst den Final
Nach Roman Mityukov verpasst auch Lisa Mamié den Vorstoss in den Olympia-Final. Die 22-jährige Zürcherin benötigt im Halbfinal über 200 m Brust 2:25,11 und wird 14. Mamié, der 1,4 Sekunden für die Top 8 fehlten, blieb mehr als drei Sekunden über ihrem Landesrekord. Diesen hatte sie im Mai beim sensationellen Gewinn der EM-Silbermedaille in Budapest erreicht. (pre/sda)
epa09373854 Lisa Mamie of Switzerland walks out after competing in the women's 200m Breaststroke Heats during the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 28 July 2021.  EPA/Patrick B. Kraemer
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Dressel holt Gold in der Königsdisziplin
Caeleb Dressel wird seiner Favoritenrolle gerecht und ist neuer Olympiasieger über 100 Meter Freistil. Der US-Superstar stellt in 47,02 Sekunden einen neuen olympischen Rekord auf und schwimmt zu seinem ersten Einzelsieg bei Olympia. Nach 50 Meter liegt er knapp vor dem Russen Kliment Kolesnikov. Auf den letzten Metern kommt Rio-Olympiasieger Kyle Chalmers immer näher an Dressel ran, aber es reicht haarscharf. (pre)
Caeleb Dressel of the United States celebrates winning the men's 100-meter freestyle final at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Matthias Schrader)
Caeleb Dressel
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Schweiz verliert ersten BMX-Trumpf in der Quali
Das Schweizer BMX-Team verliert in der Qualifikation einen ersten Trumpf. Simon Marquart verpasst die Halbfinals nach einem Sturz im dritten Qualifikationslauf. Der Weltcupsieger von Verona fand sich auf dem langen und physisch anspruchsvollen Kurs in keinem seiner Läufe richtig zurecht, weil ihm schon die Starts jeweils nicht perfekt glückten. Dennoch befand sich der 24-jährige Zürcher vor dem abschliessenden dritten Qualifikationslauf als Vierter auf Halbfinal-Kurs.

Dort erlebte Marquart schliesslich sein Waterloo. Beim Versuch das Feld von letzter Position aufzurollen leistete sich Marquart in der ersten Steilwandkurve einen Fehler, stürzte und schied als Fünfter seines Qualifikationslaufs aus. Das Ziel der Finalteilnahme verpasste Marquart damit klar.

Der Druck bei den Männern liegt damit ab den Halbfinals bereits wieder voll auf den Schultern von Routinier David Graf, der seine Karriere im letzten Wettkampf mit einer Olympia-Medaille krönen möchte. Als Zweiter seiner Qualifikationsgruppe hinter Titelverteidiger Connor Fields löste Graf das Halbfinal-Ticket. Die Chancen auf einen Finaleinzug des Winterthurers stehen gut, auch weil mit Fields und Weltmeister Twan van Gendt die Topfavoriten in der anderen Halbfinal-Gruppe antreten werden.

Ebenfalls souverän hielt sich in der Qualifikation Zoé Claessens. Die 20-jährige Europameisterin qualifizierte sich wie Graf als Zweite ihrer Gruppe souverän für die Halbfinals. (pre/sda
From left to right in foreground, Sae Hatakeyama of Japan, Saya Sakakibara of Australia, Zoe Claessens of Switzerland, Bethany Shriever of Britain, and Vineta Petersone of Latvia, are followed by Chutikan Kitwanitsathian of Thailand during a BMX Racing training session at the 2020 Summer Olympics, Wednesday, July 28, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Ben Curtis)
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Algerischer Radsportler reagiert auf Kameltreiber-Spruch
Der algerische Radsportler Azzedine Lagab hat auf die rassistische Entgleisung des deutschen Rad-Sportdirektors Patrick Moster reagiert. «Nun, es gibt kein Kamelrennen bei Olympia, deshalb betreibe ich Radsport. Wenigstens war ich in Tokio dabei», schrieb Lagab auf Twitter. Im olympischen Einzelzeitfahren hatte Moster für einen Eklat gesorgt, als er den Deutschen Nikias Arndt mit rassistischen Worten anfeuerte, den vor ihm fahrenden Lagab einzuholen. Moster hatte sich für seine Wortwahl entschuldigt, mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hatte es ein klärendes Gespräch gegeben. Weitere Konsequenzen blieben bisher aus.
Mityukov als Halbfinal-13. ausgeschieden
Roman Mityukov scheidet in den Halbfinals über 200 m Rücken aus. Der Genfer klassiert sich in 1:57,07 im 13. Rang. Für den Einzug in den Final der Top 8 hätte er vier Zehntel schneller schwimmen müssen. Mityukov blieb gleich um 0,74 Sekunden über seinem Schweizer Rekord vom Mai, als er in Budapest über diese Distanz EM-Bronze geholt hatte. (pre/sda)
epa09373558 Roman Mityukov of Switzerland reacts after competing in the men's 200m Backstroke Heats during the Swimming events of the Tokyo 2020 Olympic Games at the Tokyo Aquatics Centre in Tokyo, Japan, 28 July 2021.  EPA/Patrick B. Kraemer
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Biles mehr als ihre turnerischen Leistungen
Nach ihrem Verzicht auf den Mehrkampf-Final von heute Donnerstag hat sich Simone Biles auf Twitter gemeldet und sich indirekt für die grosse Solidarität, die ihr entgegengebracht wurde, bedankt. «Die überströmende Liebe und die Unterstützung, die ich erhalten habe, haben mir klargemacht, dass ich mehr bin als meine Turn-Leistungen. Das habe ich zuvor nie gedacht.»
Heidrich/Vergé-Dépré verpassen Gruppensieg
Die Schweizer Beachvolleyballerinnen Joana Heidrich/Anouk Vergé-Dépré verpassen den angestrebten Gruppensieg. Sie verlieren zum Abschluss der Vorrunde gegen die kanadischen Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes 13:21, 22:24. Schon vor ihrem dritten Auftritt im Tokioter Sand hatten die Zürcherin und die Bernerin das Achtelfinal-Ticket auf sicher. Mit einem dritten Sieg hätten sich die Europameisterinnen eine günstige Ausgangslage für die K.o.-Phase schaffen können, doch damit wurde nichts.

Nach einem einseitigen ersten Satz steigerten sich Heidrich/Vergé-Dépré zwar im zweiten Durchgang, lagen zwischenzeitlich 9:6 vorne, mussten sich nach drei abgewehrten Satzbällen den Weltmeisterinnen von 2019 und derzeitigen Nummern 2 der Welt aber geschlagen geben. So ziehen Heidrich/Vergé-Dépré als Zweite der Gruppe A in die Achtelfinals ein. (pre/sda)
Gmelin rudert im Skiff um die Medaillen
Skifferin Jeannine Gmelin löst als Zweite des Halbfinals ihr Ticket für den Olympia-Final. Am Freitag rudert die 5. der Sommerspiele von Tokio zum zweiten Mal um Edelmetall.

Die 31-jährige Zürcherin sparte sich ihren besten Auftritt im Sea Forest Waterway für die entscheidende Phase auf. Bei viel Mitwind setzte sich Gmelin im Halbfinal nach gutem Start früh an die Spitze und kontrollierte das Rennen von da aus. Einzig Hanna Prokazen aus Russland musste sich Gmelin um 2,19 Sekunden geschlagen geben.

Das Tempo der Europameisterin auf den letzten 500 Metern musste die Schweizerin aber gar nicht mitgehen. Gmelin reichte ein kontrollierter Endspurt um die Konkurrentinnen hinter ihr – unter denen sich auch die zweifache Weltmeisterin Sanita Puspure aus Irland befand – in Schach zu halten. (pre/sda)
epa09359013 Swiss rower Jeannine Gmelin competes in the women's rowing single sculls heat at the 2020 Tokyo Summer Olympics in Tokyo, Japan, 23 July 2021.  EPA/LAURENT GILLIERON EDITORIAL USE ONLY
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Merz/Rol gewinnen B-Final
Patricia Merz und Frédérique Rol gewinnen im Leichtgewichts-Doppelzweier den B-Final knapp vor dem irischen Boot. Das Schweizer Duo belegt in der Endabrechnung Rang 7 und sichert sich damit auch ein olympisches Diplom. (pre/sda)
Patricia Merz and Frederique Rol of Switzerland react after competing in the lightweight women's rowing double sculls final at the 2020 Summer Olympics, Thursday, July 29, 2021, in Tokyo, Japan. (AP Photo/Lee Jin-man)
Patricia Merz,Frederique Rol
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Die Schweizer Fahnenträger bei Olympia

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Simone Biles hievt «Handstand-Challenge» auf eine neue Ebene

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Freiburg-Trainer Streich heult zum Abschied und wird zum Vorsänger in der Kurve

Nach 67 Jahren und 360 Bundesligapartien verlässt der SC Freiburg das Dreisamstadion. Das letzte Spiel dort wurde entsprechend emotional. Kulttrainer Christian Streich stand erwartungsgemäss im Mittelpunkt – und das nicht nur wegen des Sieges.

Nach dem Abpfiff schossen Christian Streich die Tränen in die Augen. Dann spurtete der Trainer des SC Freiburg auf den Rasen des Dreisamstadions – und umarmte seine Spieler mit einer Emotionalität, die selbst für ihn ungewöhnlich war. Das Ergebnis des kurz zuvor zu Ende gegangenen Fussballspiels des 6. Bundesliga-Spieltags (Freiburg gewann 3:0 gegen Augsburg) schien an diesem Abend die wenigsten der 14'400 Zuschauer zu interessieren.

Der Star war nicht die Mannschaft, sondern das Stadion. Nach …

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