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epa08313377 Indian people bang utensils and clap from the balconies of a residential building in Mumbai, India, 22 March 2020. Prime Minister Narendra Modi asks citizens to impose self-curfew to fight Coronavirus COVID-19 and also ask them to clap, bang the bells and utensils at 5pm Indian time to mark of respect and to thank the medical staff and others working 24 hours, during Covid-19 outbreak to keeping the Indians safe.  EPA/DIVYAKANT SOLANKI

Schulter an Schulter beklatschen Menschen in Mumbai den Einsatz des medizinischen Personals. Sie erweisen ihm damit einen Bärendienst. Bild: EPA

Coronavirus: Dieses Medikament schürt jetzt Hoffnungen



Weltweit suchen diverse wissenschaftliche Teams nach einem bereits existierenden Medikament, das neben seiner eigentlichen Bestimmung auch gegen die Erkrankung Covid-19 eingesetzt werden könnte. Auch die WHO hat ein Expertenteam zusammengestellt, welches vier mögliche Medikamente identifiziert hat, die zur Linderung des Krankheitsverlaufs bei Covid-19 beitragen könnten.

Die Idee dahinter ist einfach: Noch ist nicht klar, ob gegen das neue Coronavirus ein Impfstoff gefunden werden kann – und wenn, wie lange es dauern wird, bis dieser Impfstoff grossflächig eingesetzt werden kann. Optimisten sprechen von einer Zeitspanne von mindestens ein paar Monaten. Doch die Zeit drängt.

epa08303750 Brazilian scientist in the Immunology laboratory of the Heart Institute (Incor) of the Faculty of Medicine of the University of Sao Paulo, in Sao Paulo, Brazil, 17 March 2020 (issued 18 March 2020). Brazilian scientists develop a coronavirus vaccine with a different method than those used so far by the pharmaceutical industry and groups of researchers from other countries, who expect it to be tested on animals in the coming months. It is the current great challenge of the international scientific community and Brazil, as a power in Latin America, has joined this agonizing race to discover an effective immune response against the virus that has paralyzed half the world, although it has done so with a different approach. Meanwhile, Brazilians remain skeptical about the extent of this global pandemic in the country, where there are about 300 confirmed cases and at least one death from COVID-19.  EPA/Sebastiao Moreira

In einem brasilianischen Immunologie-Labor wird ein möglicher Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. In den kommenden Monaten soll er an Tieren getestet werden. Bild: EPA

Deshalb käme es nur zu gelegen, wenn ein bereits existierendes und anerkanntes Medikament auch gegen Covid-19 eingesetzt werden könnte. Damit würde der Ausbruch der Erkrankung zwar nicht verhindert, der Grad des Krankheitsverlaufs könnte aber unter Umständen beeinflusst werden.

Der Ebola-Versager als Hoffnungsträger

Auf der Suche nach möglichen Medikamenten hat sich die Weltgesundheitsorganisation auf vier Kandidaten festgelegt:

Gemäss dem Magazin «Science» seien erste Tests in China mit den HIV-Medikamenten nicht erfolgreich gewesen. Trotzdem hält die WHO an einer grossflächigen Studie fest.

Bereits vereinzelte Erfolge wurden mit Remdesivir erzielt. Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sei damit ein 79-jähriger Patient «echt» geheilt worden. Das berichtete der Leiter der Klinik für Infektionskrankheiten am Policlinico San Martino in Genua, Professor Matteo Bassetti.

In Kalifornien konnte eine todkranke Patientin nach der Behandlung mit Remdesivir das Spital verlassen.

Beim ersten Covid-19-Fall in den USA, einem 35-Jährigen aus Snohomish County im Bundesstaat Washington, wurde eine Verbesserung des Krankheitsverlaufs festfestellt, als ihm das Medikament intravenös verabreicht wurde. Auch er ist heute geheilt.

FILE - This Thursday, March 12, 2009, file photo, shows Gilead Sciences Inc. headquarters in Foster City, Calif. Gilead Sciences says it has reached a deal with several generic drugmakers to produce cheaper versions of its popular, expensive hepatitis C drug Sovaldi for use in developing countries. (AP Photo/Paul Sakuma, File)

Das wissenschaftliche Hauptquartier von Gilead in Foster City, Kalifornien. Hier wurde Remdesivir entwickelt. Bild: AP/AP

Remdesivir ist im Moment noch nicht für die Behandlung von Covid-19 zugelassen. Im Rahmen von Studien, Einzelfällen oder einer «Anwendung aus Mitgefühl» kann das Medikament aber eingesetzt werden.

Letzteres ist die Möglichkeit, bei besonders schweren Krankheitsfällen Medikamente in den Einsatz zu nehmen, die noch nicht zugelassen sind. Die Nachfrage dafür stieg in den letzten Tagen derart stark an, dass die Herstellerfirma Gilead den Zugang zum Experimentalmedikament erschweren musste. Der Grund sei, dass Remdesivir ursprünglich nur für den spezifischen Einsatz entwickelt worden sei – und nicht für eine flächendeckende Pandemie. Die Firma arbeitet nun daran, Bedingungen zu schaffen, die einen grossflächigeren Einsatz erlauben. Ein Problem dabei sind die fehlenden klinischen Tests. Den Zugang dazu will Gilead vereinfachen.

Schlüsse aus den bisherigen Fällen mit Remdesivir zu ziehen, wäre allerdings voreilig. Es handelt sich dabei um anekdotische Evidenz und um keine Studien. Die will die WHO nun möglichst grossflächig ansetzen.

Operation Solidarity

Unter dem Arbeitstitel Solidarity hat die WHO eine möglichst bürokratiearme Versuchsanlage eingerichtet, an der sich auch Spitäler beteiligen können, die von Patienten überrannt werden. So sollen schnell möglichst viele Daten gesammelt werden. Geschwindigkeit habe die höchste Priorität, sagt Ana Maria Henao-Restrepo von der WHO. Um schnell zu Resultaten zu kommen, verzichtet man auf eine sogenannte Doppelblind-Studie, welche auch Plazebo-Effekte aufdeckt.

Neben der WHO laufen momentan fünf grosse klinische Studien zu Remdesivir. Die ersten Resultate werden Anfang April erwartet.

Verschmutzte Luft – Weltweit sieben Millionen Tote pro Jahr

Video: srf/Roberto Krone

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Coronavirus: Was du wissen musst

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Coronavirus: Was du wissen musst
quelle: ap / zoltan balogh
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Wir haben Esoteriker zum Thema Impfen befragt

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