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Golden Globe für den verstorbenen Chadwick Boseman – seine Witwe hält eine berührende Rede



Chadwick Boseman starb im vergangenen August im Alter von 43 Jahren an Krebs. Nun hat er einen Golden Globe für das Jazz-Drama «Ma Rainey's Black Bottom» erhalten – als bester Hauptdarsteller in einem Drama.

Taylor Simone Ledward, seine Witwe, hat seinen Golden Globe unter Tränen entgegengenommen. «Er würde Gott danken. Er würde seinen Eltern danken. Er würde seinen Vorfahren für ihre Anleitung und ihre Aufopferung danken», sagte Ledward während der Preisverleihung in der Nacht zum Montag. «Und ich kenne seine Worte nicht, aber wir müssen diesen Augenblick nutzen, um diejenigen zu würdigen, die wir lieben.»

Den Golden Globe als bestes Filmdrama hat Road-Movie «Nomadland» von Regisseurin Chloé Zhao gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag bekannt. Zhao holte auch die Regie-Trophäe, erst als zweite Frau in der langen Geschichte der Golden Globes.

epa08984427 (FILE) - China-US film director Chloe Zhao arrives on the red carpet during 41st Deauville American Film Festival, in Deauville, France, 06 September 2015 (reissued 03 February 2021). Chloe Zhao was nominated as Best Director for 'Nomadland' for the 78th Annual Golden Globe Awards. The Golden Globes 2021 are planned to take place virtually on 28 February.  EPA/ETIENNE LAURENT

Regisseurin Chloé Zhao. Bild: keystone

In der Komödien-Sparte siegte die bissige Satire «Borat Subsequent Moviefilm» mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Wie schon 2006 war der Brite durch die USA gereist, kam mit Menschen ins Gespräch und verwickelte sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen. Sein erster «Borat»-Auftritt hatte ihm ebenfalls die Trophäe eingebracht.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Golden Globes

Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte «Beste Nebendarstellerin» für den Western «Neues aus der Welt» nominiert gewesen. Die Schülerin hatte die Preisvergabe in einer Live-Schalte aus Berlin mitverfolgt. Die Trophäe ging an Jodie Foster (58) für ihre Nebenrolle in dem Polit-Thriller «The Mauritanian».

Die Golden Globes, nach den Oscars Hollywoods wichtigste Filmpreise, wurden in Beverly Hills und New York zum 78. Mal vergeben. Wegen der Corona-Pandemie lief die Gala diesmal weitgehend virtuell ab, die Nominierten wurden von Standorten in aller Welt zugeschaltet. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Zeremonie von getrennten Bühnen in Kalifornien und New York aus.

US-Schauspielerin und Sängerin Andra Day (36), die in «The United States vs. Billie Holiday» die Jazz-Sängerin Billie Holiday verkörpert, wurde zur besten Drama-Darstellerin gekürt. In der Männerriege wurde Chadwick Boseman posthum für seine letzte Rolle in dem Jazz-Drama «Ma Rainey's Black Bottom» ausgezeichnet. Boseman war im vergangenen August im Alter von 43 Jahren an Krebs gestorben.

In der Kategorie «Bester nicht-englischsprachiger Film» gewann das Familiendrama «Minari» von US-Regisseur Lee Isaac Chung (42), der darin seine eigenen Erfahrungen als Kind koreanischer Einwanderer im ländlichen US-Staat Arkansas einbringt. Mit «Minari», hauptsächlich in koreanischer Sprache gedreht, waren unter anderem Filme aus Italien, Frankreich und Dänemark im Rennen.

Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden nur knapp 90 internationale Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Bei den Oscars stimmen über 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards sollen Ende April vergeben. (sda/dpa)

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