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England soccer fans celebrates England's first goal as they watch a live broadcast on a big screen of the semifinal match between Croatia and England at the 2018 soccer World Cup, in Hyde Park, London, Wednesday, July 11, 2018. (AP Photo/Matt Dunham)

Gehört dem englischen Fussball tatsächlich die Zukunft? Bild: AP/AP

Warum Englands Zukunft nicht ganz so rosig aussieht, wie viele meinen

Viele sind davon überzeugt: Dieser jungen englischen Mannschaft gehört die Zukunft. Oder trübt Sympathie das analytische Auge? Mit Blick auf die kommende WM muss sich bei den «Three Lions» noch einiges verbessern.

12.07.18, 18:50

Marcus Krämer, moskau / spiegel online



Ein Artikel von

Gareth Southgate ist kein Zauberer. Und doch hat der ehemalige Spieler von Crystal Palace, Aston Villa und Middlesbrough bei der englischen Nationalmannschaft einen solchen Wandel auf so vielen Ebenen vollzogen, dass manche Beobachter über Magie nachdenken.

Der Southgate-Penalty von 1996. Video: streamable

Das Verhältnis vieler Engländer zu ihren Three Lions war über Jahre gespalten. Die Sehnsucht nach dem ersten grossen Titel seit 1966 war ungebrochen, doch die vielen Enttäuschungen, die öffentliche Abschottung des Teams und die grosse Diskrepanz zum Klubfussball liessen die Begeisterung Stück für Stück kleiner werden. Bis Southgate kam, der seit der Niederlage gegen Deutschland bei der Heim-EM 1996 das Image des Verlierers verkörperte.

Der ehemalige U21-Nationalcoach sorgte für eine Versöhnung mit der kritischen englischen Presse, installierte ein simples, aber funktionierendes Spielsystem, impfte den Spielern Selbstvertrauen ein und wurde in den Tagen von Russland zu einem bemerkenswerten Sympathieträger. Southgate ist im öffentlichen Umgang aufmerksam, höflich, auskunftsfreudig, bisweilen sogar humorvoll und selbstironisch. Diesem Trainer, dieser Mannschaft, dieser ehrlichen und effektiven Spielweise wurden in England plötzlich nicht nur Erwartungen entgegengebracht, es gab auch sehr viel Zuneigung.

Die Macht von schmerzvollen Niederlagen

Der Wandel ging sogar so weit, dass selbst ausländische Beobachter ins Schwärmen gerieten und Fussball-Anhänger in ganz Europa, die selbst enttäuscht wurden, zur englischen Mannschaft überliefen. Wie ein Reflex gehörte es dann nach der 1:2-Halbfinal-Niederlage gegen Kroatien auch allenthalben dazu, England zum Favoriten für die folgenden grossen Turniere zu ernennen. Junges Team, intelligenter Trainer, Spieler aus vielen Top-Klubs, nun reicher an Turniererfahrung – all das müsste doch in eine rosige Zukunft münden.

epa06882029 Players of England react after the FIFA World Cup 2018 semi final soccer match between Croatia and England in Moscow, Russia, 11 July 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/YURI KOCHETKOV   EDITORIAL USE ONLY

WM-Traum geplatzt! Spiel um Rang 3 statt Final für die «Three Lions». Bild: EPA/EPA

«Der Schmerz über die Niederlage wird andauern», sagte Southgate kurz nach der Pleite gegen Kroatien. Aber: «Um ein echter Gewinner zu werden, muss man auch schmerzhafte Niederlagen überstehen.» Tatsächlich kann aus Misserfolgen etwas Grosses entstehen, zwei Champions-League-Titel des FC Bayern (2001 und 2013) gehen der Legende nach auf zuvor erlittene Finalniederlagen zurück.

Im Fall der englischen Nationalmannschaft muss aber die Frage erlaubt sein, ob die Sympathie das analytische Auge trübt. Es sprach im Vorfeld des Halbfinals einiges für England, die Mentalität der Kroaten gab letztlich jedoch den Ausschlag. Auf dem Weg zu einem absoluten Spitzenteam muss sich in den kommenden Jahren einiges verbessern.

Englands Problemzonen

epa06881445 Luka Modric of Croatia (L) and Jordan Henderson of England (R) in action during the FIFA World Cup 2018 semi final soccer match between Croatia and England in Moscow, Russia, 11 July 2018.

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Henderson mal wieder auf der Verfolgung von Modric. Bild: EPA/EPA

England's Harry Kane celebrates after he scored his side's second goal during the group G match between England and Panama at the 2018 soccer World Cup at the Nizhny Novgorod Stadium in Nizhny Novgorod , Russia, Sunday, June 24, 2018. (AP Photo/Antonio Calanni)

Aus dem Spiel heraus trifft bei England höchstens Kane. Bild: AP/AP

epaselect epa06882035 Harry Maguire of England (L) reacts after the FIFA World Cup 2018 semi final soccer match between Croatia and England in Moscow, Russia, 11 July 2018.

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Kann sich Maguire noch weiterentwickeln? Bild: EPA/EPA

Für England und Trainer Southgate gibt es noch viel zu tun. Geht die Entwicklung weiter, können die Löwen in der Zukunft auch mal in einem Finale brüllen.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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33
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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hans der Dampfer 13.07.2018 10:14
    Highlight Ich denke England könnte eine sehr rosige Zukunft haben. Sie sind aktuell U17, 19 und 20 Weltmeister. IMO hat bei den Engländern einfach die Einstellung nicht gestimmt. Hätten sie in der ersten Halbzeit weiter gepowert hätten sie locker einen grösseren Vorsprung gehabt aber so hat man Kroatien quasi aufgebaut. Wenn ich aber die WM zur EM vergleiche haben die Engländer einen Fortschritt gemacht von dem wir nur träumen können.
    10 1 Melden
    • Gretzky 13.07.2018 11:27
      Highlight Habe es zu einem früheren Zeitpunkt auch schon mal geschrieben, mit England musste an dieser WM noch nicht gerechnet werden, aber in Zukunft ganz bestimmt. Die machen inzwischen hervorragende Arbeit bei den Junioren, welche sich mit mehreren Weltmeistertiteln bereits niederschlug. Die werden in Zukunft wahrscheinlich zum ersten Mal zurecht zu den Mitfavoriten für den Titel gelten!
      6 1 Melden
  • LifeIsAPitch 13.07.2018 09:46
    Highlight Englands grösstes Problem war die fehlende Bindung zwischen Mittelfeld und Angriff, da Alli formschwach war und Henderson dafür die Qualität fehlt.

    Aber: die Karten werden ab 2019/20 neu gemischt, denn dann hat auch die PL eine Winterpause und die Spieler werden Ende Saison nicht mehr so ausgelaugt sein. In der PL herrscht einfach ein anderer Kräfteverschleiss als in den Wohlfühloasen-Ligen BuLi, Serie A, LaLiga.

    Der Winterbreak wird England genauso entgegenkommen wie die aktuellen Titelgewinne der Nachwuchsteams. Der eine oder andere Halbfinal dürfte also auch inskünftig möglich sein.
    6 5 Melden
    • Hans der Dampfer 13.07.2018 14:32
      Highlight Okay, aber: In England spielen nicht nur Engländer. Also da haben am Ende auch viele andere Spieler anderer Nationalmannschaften was davon.
      0 2 Melden
    • LifeIsAPitch 13.07.2018 16:08
      Highlight @HdD Das ist natürlich so, aber es kommt vor allem der Spielweise entgegen, die England am besten liegt: hohes Tempo, enormes Laufpensum - etwas, das gegen Kroatien nicht möglich war, trotz weniger Spielminuten in den Beinen, weil die Engländer spätestens nach dem Ausgleich körperlich (und mental) platt waren.
      3 0 Melden
    • wischimoppi 13.07.2018 19:37
      Highlight Raktic hat auch 70 Spiele gespielt. Wohlgemerkt in der "Wohlfühloase" La Liga.
      2 1 Melden
  • länzu 13.07.2018 04:27
    Highlight Es ist schon so. Es hat zuviel Spieler im Team, die leider nur mittelmässig sind. Was nützt der Speed von Sterling, wenn er dann jeden erlaufenen Ball wieder verliert. Lingard spielt schlampig, verliert viele Zweikämpfe und hat ein schlechtes Passspiel. Kyle Walker, der teuerste englische Verteidiger, gehört eigentlich nicht ins Team. Er ist zu fahrig und fehleranfällig. Henderson wird meistens zu gut bewertet. Aber, es ist wirklich viel Potetial vorhanden und wenn es den jungen Spielern gelingt, im Club Führungsrollen zu übernehmen, kommt das gut.
    18 7 Melden
    • Kemni 13.07.2018 08:32
      Highlight Henderson hat seine Funktion ein wenig vefehlt, da er ein absolut toller „Leader“ ist, ihm jedoch kurz vor der WM der Captaintitel weggenommen wurde (für mich unerklärlich, Kane...) Bei Liverpool funktioniert dies perfekt; er räumt defensiv ab und leitet den Konter à la Klopp ein. Also nicht „zu gut bewertet“ sondern falsch eingesetzt.
      Zu Lingard stelle ich Fakten auf:
      -Gegen Tunesien: 96.4%
      -Gegen Panama: 93.9%
      -Gegen Schweden: 93.5% aller Pässe kamen an.

      Das Problem Englands liegt nicht bei der Qualität, sondern beim Spielaufbau und Leader
      Es wurde auf ein zu unerfahrenes Team gesetzt
      16 2 Melden
  • Jol Bear 13.07.2018 00:42
    Highlight Einen Modric haben auch die Franzosen nicht, das ist nicht der Grund. England hat dank Teamspirit und Erfolgshunger mehr erreicht, als alle erwartet haben. Dass in den Topclubs der Premier League kaum Engländer spielen, ist aber ein wirkliches Problem, Tottenham ist die löbliche Ausnahme. Eigentlich wäre die Variante Pickford und Maguire auch den jungen Talenten zu empfehlen. Auf das ganz grosse Geld verzichten und bei Mittelfeldclubs der PL Führungsrollen übernehmen. Sollte z.B. Maguire nach der WM bei einem der Big-5 anheuern, wird er wahrsch. auf der Bank versauern.
    18 1 Melden
  • Ehringer 12.07.2018 23:28
    Highlight Wie wär es, wenn man mit solchen Analysen wartet, bis das letzte Spiel gespielt ist? England hatte einen leichten Weg durch die WM. Gegen den stärksten Gegner (Belgien) haben beide Teams eine B-Mannschaft aufgestellt, Verlieren war aufgrund der weiteren Ausgangslage beinahe erwünscht.

    Am Samstag spielt England im Fall noch einmal. Gegen Belgien. Und auch wenn die WM in den Köpfen "vorbei" ist, so geht es um den dritten Platz. Warten wir doch ab, was die Mannschaft in diesem Spiel gegen einen starken Gegner bietet und urteilen erst nachher. Alles andere macht keinen Sinn.
    12 5 Melden
    • Max Dick 13.07.2018 07:37
      Highlight Kleiner Final gewinnt der, der weniger Verkatert ist. Der Blödsinn gehört längst abgeschafft.
      28 1 Melden
    • Ehringer 13.07.2018 08:31
      Highlight Man kann aber nicht gleichzeitig meckern, dass England keine starken Gegner gehabt hat und gleichzeitig den letzten Match gegen einen starken Gagner einfach ausklammern wollen. Ich glaube sowohl England wie auch Belgien wollen einen versöhnlichen Abschluss für dieses Turnier. Würde mich nicht überraschen, wenn wir einen sehr engagierten kleinen Final erleben.
      4 1 Melden
    • zsalizäme 13.07.2018 08:54
      Highlight @Ehringer
      Brasilien wollte vor vier Jahren nach der 1:7 Klatsche gegen Deutschland im Halbfinal vor eigenem Publikum auch einen versöhnlichen Abschluss... Sie verloren den kleinen Final sang und klanglos gegen ein wirklich nicht überragendes Holland mit 0:3. Es ist ein Fakt, dass der kleine Final einfach nicht wirklich ernst genommen wird. Weder von den Teams, noch von den Fans. Am Ende reden sowieso nur alle vom Final und dem Weltmeister. Wer dritter wurde weiss nach ein paar Monaten meist niemand mehr.
      11 0 Melden
    • Ehringer 13.07.2018 13:23
      Highlight Naja, wir werden morgen ja sehen, wer Recht hat. Dennoch ist es eine Tatsache, dass die WM für England noch nicht vorbei ist und ich es somit völlig unnötig finde jetzt bereits Analysen zu suchen, wieso die Engländer in 2 Jahren top oder eben doch flop aber vielleicht auch Mittelfeld oder dann doch gar nicht dabei oder weiss nicht was sind. Der Sinn erschliesst sich mir einfach nicht.
      1 0 Melden
  • Steven86 12.07.2018 23:17
    Highlight Die Zukunft wird es zeigen, wo der Weg der Engländer hin führt. In ein Halbfinal kommt mann nicht einfach so. Wenn mann sieht welche Topnationen gegen Schweden gescheitert sind. Auch Kolumbien ist eine starke Nation, die muss mann zuerst schlagen. England mit denen jungen werden sicherlich mitreden, wenn es um die Titel gehen.
    12 6 Melden
    • zsalizäme 13.07.2018 08:57
      Highlight Das Problem bei der Halbfinalqualifikation von England in diesem Jahr war trotz allem die relativ "einfache" Tableauhälfte. Es ist schwierig einzuschätzen wie gut die Engländer tatsächlich waren. An zukünftigen Turnieren werden dann auch Teams wie Deutschland, Spanien, Italien, Chile usw. wieder im Viertelfinal vertreten sein. Einfacher als dieses Jahr wird es definitiv nicht mehr. Natürlich muss man auch gegen Kolumbien und Schweden zuerst gewinnen. Das Potenzial in der Mannschaft ist auch vorhanden. Beim nächsten Mal warten aber vermutlich wieder schwierigere Gegner...
      1 2 Melden
  • Dennis Schläger 12.07.2018 23:02
    Highlight Grundsätzlich teile ich die Meinung, dass die Engländer nun nicht überschätzt werden sollten. Wo ich aber nicht mit Dir einig bin, ist Punkt 3. Ich denke es ist unmöglich mit einer Mannschaft voller Führungsspieler erfolgreich zu sein. Das führt nur zu internen Machtkämpfen. England hatte in der Zeit (ungefähr) zwischen 2004 und 2010 eine Mannschaft gespickt mit Topspielern aus der Premier League und dennoch haben sie fast durchgehend enttäuscht.
    8 0 Melden
  • T13 12.07.2018 21:51
    Highlight Brauchts wirklich eine analyse?
    Wenn man sich das turnier ansieht, hatte england genau 2 schwierige gegner. einmal belgien und gestern kroatien und beide male haben sie verloren.
    52 24 Melden
    • Hoppla! 12.07.2018 22:54
      Highlight Während Kroatien sich souverän gegen Dänemark im Penaltyschiessen, Russland im Penaltyschiessen und Engl... oooh, wait!

      Unter dem Strich sind solche Turniere mit k.o.-Spielen zu einem grossen Teil von der Tagesform abhängig. Da ist eine Analyse tatsächlich überflüssig.
      23 3 Melden
  • PepeMe 12.07.2018 21:19
    Highlight Ich Stimme dieser Analyse nicht zu. Das England gegen Kroatien zu favorisieren war, ist fragwürdig - egal was uns die englischen Medien vermitteln wollen. England war sehr abhängig von ruhenden Ballen, das ist wahr, aber die Abhängigkeit von Kane ist nur begrenzt gegeben. Das grosse Problem England gestaltet sich im Mittelfeld. Ein Henderson kann einfach nicht mit grossen wie Modric oder Rakitic mithalten. Sowohl die Defensive als auch Offensive hat eine grosse Zukunft. Entscheidend wird die Entwicklung des Mittelfelds sein.
    42 4 Melden
    • zsalizäme 13.07.2018 09:02
      Highlight Ich persönlich finde es schwierig einen Spieler wie Henderson mit einem Modric zu vergleichen. Ja, sie beide spielen im zentralen Mittelfeld. Sie sind aber ganz andere Spielertypen. Modric hat vielmehr Einfluss auf das Offensivspiel und ist meiner Meinung nach auch offensiver Ausgerichtet. Henderson tritt da viel defensiver auf. Alli hat faktisch auch auf der ZM Position gespielt. Er war aber eher fürs offensive zuständig. Bei Henderson habe ich oft den Eindruck, dass er vorallem auch für die Stabilisierung des Mittelfeldes zuständig ist, und nicht für die genialen Pässe.
      6 0 Melden
  • dave1771 12.07.2018 20:38
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • Roman h 13.07.2018 06:13
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Noblesse 12.07.2018 20:32
    Highlight Gute Analyse! Im zentralen Mittelfeld fehlen ihnen ein Taktgeber und ein Einfädler. Bei den Kroaten spielen diese zwei bei Real und Barca und nicht in Kroatien! Aber an der nächsten EM kommen sie mit einem neuen James Bond!!
    22 8 Melden
  • Seppo 12.07.2018 20:29
    Highlight Ich denke, dass auch der Turnierverlauf England entgegengekommen ist. Wann scheiden schon mal Topnationen wie Deutschland, Brasilien und Argentinien so früh aus und sind Länder wie Italien und Holland gar nicht erst dabei? Beim nächsten Turnier wird es ab dem Viertelfinal für England sicher nicht einfacher wie dieses Mal.
    94 16 Melden
    • welefant 12.07.2018 21:23
      Highlight holland? ab und zu die letzten jahre ;)
      27 7 Melden
    • satyros 12.07.2018 23:55
      Highlight Es ist nicht das Problem Englands, dass sich drei der genannten nicht gegen Schweden durchsetzen konnten.
      15 1 Melden
    • Jol Bear 13.07.2018 00:31
      Highlight Die "Topnationen" DE, ARG, IT, NED waren eben noch schlechter, darum sind sie nicht dabei oder vorher ausgeschieden. Titel in der Vergangenheit sind eines, die Gegenwart etwas anderes.
      13 1 Melden
    • zsalizäme 13.07.2018 09:04
      Highlight Ganz ehrlich, Holland würde ich momentan nicht als Topnation einstufen. Ich bin selber Fan der Elftal, aber in der momentanen Verfassung gehören sie definitiv nicht zu den Topnationen. Die Holländer sollen sich jetzt zuerst wiedereinmal für ein Turnier qualifizieren, bevor man von einer Topmannschaft spricht.
      7 1 Melden
  • sslider 12.07.2018 20:18
    Highlight Das konnte nicht gut gehen,drei englische Katzen gegen einen kroatischen Tiger!
    10 30 Melden
  • Mike Minder 12.07.2018 19:53
    Highlight Das “Problem“ hier scheint mir die ebglische Liga zu sein. Kein Verein (in der obersten Liga) in englischer Hand. Kein Verantwortungsbewusstsein dem Nationalteam/Verband gegenüber. Nur noch Komerz/Gewinn für die Eigentümer. Dann wird es halt schwierig wenn eine NLB die Verantwortung übernehmen muss. Grössten Respeckt für Kane, dass er vor der WM seinen Vertrag so verlängert bei seinem Herzensverein. Potential ist auf der Insel reichlich vorhanden... bin gespannt ob sie es auch umsetzen. Andererseits für Kroatien wohl die letzte Gelegenheit der goldenen Generation um Modric, Manzukic etc.
    34 12 Melden
    • Hoppla! 12.07.2018 22:56
      Highlight "Kein Verantwortungsbewusstsein dem Nationalteam/Verband gegenüber."

      Das ist in anderen Ländern ja völlig anders. Jeder (Verein) denkt primär an sich.
      3 2 Melden
  • Der Inspektor 12.07.2018 19:06
    Highlight Bei den Three Lions an diesem Turnier hat mir Trippier besonders gefallen. Zug nach vorne, gute Flanken und nicht zuletzt das 1:0 gestern Abend.
    136 6 Melden

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