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Kommentar

Der Ausstieg von Meghan und Harry? Ist blödes Schneeflöcklein-Theater

Royals: Sie werden von ihren unmenschlichen Privilegien niedergedrückt und müssen jammern. So ist es in «The Crown». Und jetzt bei H&M. Typisch.



H&M haben genug. Brauchen ihre Unabhängigkeit. Brechen aus. Sind irre rebellisch. Prinz Harry muss seine von Paparazzi zu Tode gejagte Mutter rächen! Meghan Markle muss sich von der bösen britischen Presse distanzieren können! Sohn Archie soll in Frieden und Freiheit aufwachsen!

Was für ein blödsinniges Schneeflöcklein-Getue, ehrlich! Es ist ja nicht so, dass die beiden vor Liebe blind in den goldenen Käfig tappten, und zack, war die Türe zu.

Ein Royal zu sein ist, was es ist: Ein Monsterprivileg, ein Leben jenseits dessen, was für Normalsterbliche vorstellbar ist, mehrere Schlösser, Kronjuwelen, Weltreisen, Jets und Schiffe und alles von den Steuerzahlern unterstützt. Was man dem Volk dafür zurückgeben muss? Alles. Der Job eines Royals ist sein Leben. Von der Wiege bis zum Sarg.

Die Schlagzeilen der britischen Presse zu #Megxit

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Die Schlagzeilen der britischen Presse zu #Megxit
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Ist das neu? Nein! Da kann man nicht einfach naiv sagen, hey, ich hab mich in einen Mann verliebt, blöderweise ist er auch noch ein Prinz aus der bedeutendsten Monarchie der Welt, was für ein fucking Schicksal, ich hatte ja KEINE Ahnung! Wobei schwer vorstellbar ist, dass Meghan Markle so reagierte. Die ist nicht naiv.

Wahrscheinlicher ist, dass sie sagte, wow, geil, ich date den drittwichtigsten Prinzen der Welt und netterweise ist er auch als Mann ganz okay, wie toll!

Irgendwie ist es auch schwer vorstellbar, dass sie angesichts der britischen Presse eines Morgens aus allen Wolken fiel und sah, dass diese böse war. Erstens wird sie selbst oft genug über Harry aus eben diesen Medien erfahren und sich ein ziemlich dreckiges Bild von ihnen gemacht haben. Oder auch keins. In Amerika gibt's davon schliesslich auch genug.

Zweitens ist sie von Beruf Schauspielerin. Machte in der sehr populären Serie «Suits» mit, war in den Medien. Wusste, wie man Rollen ausfüllt. Auch über Jahre hinweg.

Die sechs Schlösser der Royals

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Die sechs Schlösser der Queen
quelle: shutterstock
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Und sie wusste drittens, wie brutal die amerikanischen Paparazzi den Superstars in Rudeln auflauern, sie verfolgen. Sie hoch- und niederschreiben. Gerüchte und Lügen fabrizieren. Träume aufschäumen. Alles ohne jedes Schamgefühl. Und? Gibt es einen Hollywood- oder Popstar, der sagt, phu, ich schaff das nicht mehr, ich steig aus? All die Brad Pitts, Angelina Jolies, Justin Biebers? Irgendwie nicht, oder?

Die einen haben einen Traum und beissen sich durch. H&M nicht. Die haben ein Trauma und steigen aus.

Allerdings machen sie bloss einen weichen Ausstieg. Die zwei aus der Generation Y. Eine halbe Sache. Behalten Titel, viel, viel, viel Geld und all ihre Beziehungen. Sie wollen einfach nicht mehr so nah dran sein müssen. Nicht mehr so viele Pflichten. Verwöhnte Gören!

Ihr Portfolio, so steht es auf der Webseite, die sie jetzt haben, heisst weiterhin «Serving the Monarchy» und «Strengthening the Commonwealth». Und Charity. Wer enorm viel Geld und wenig zu tun hat, verwirklicht sich in Charity. Okay, das ist gemein. Aber nicht falsch.

Da glaubten wir noch an H&M 😍

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Die Traumhochzeit von H&M 😍
quelle: epa/british ministry of defence / owen cooban / british ministry of defence / handout
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Auf ihrer Webseite steht auch, dass sie die Medien jetzt anders behandeln als alle anderen Royals. Sie wählen jetzt gezielt aus, wo sie welche Information bekannt geben. Und man fragt sich natürlich – schliesslich wollen die beiden die «finanzielle Unabhängigkeit» anstreben – was das denn so alles bedeuten könnte. Ob sie sich künftig für Informationen bezahlen lassen?

Auch das Thema Werbung steht im Raum: Harry als Werbeträger für Autos und Uhren, Meghan für Schmuck, Mode und Kosmetik? alles ist vorstellbar. Wieso nicht auch H&M-Aktien?

Sie waren einmal symbolische Hoffnungsträger des britischen Königshauses. Verkörperten Modernisierung und Aufbruch. Jetzt arbeiten sie mit an seinem Abbruch. Aber vielleicht ist der an der Zeit. Wenn die Queen einmal nicht mehr ist, ist eh nix mehr zu erwarten.

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quelle: ap pa pool / john stillwell
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